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Duderstadt Volle Keller und Land unter im Eichsfeld
Die Region Duderstadt Volle Keller und Land unter im Eichsfeld
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22:12 30.07.2014
Von Heinz Hobrecht
Der Boden kann die Wassermassen nicht fassen: In der Nähe des Duderstädter Ortsteils  Westerode hat sich ein kleiner See gebildet. Quelle: Schauenberg
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Eichsfeld

Wie Gemeindebrandmeister Claus Bode berichtet, leisteten in der Zeit von 22.30 bis 3.30 Uhr in den Orten Gieboldehausen, Wollershausen, Rüdershausen, Lütgenhausen und Rhumspringe insgesamt 105 Feuerwehrkameraden von acht Ortsfeuerwehren 44 Einsätze – aus den betroffenen Orten selbst sowie auch Einsatzkräfte aus Obernfeld, Rolls-hausen  und Renshausen. 

„Wir waren sehr gefordert, haben uns aber der Herausforderung gestellt“, zieht Bode Bilanz nach der „ereignisreichen Nacht“. Probleme habe es vor allem durch Oberflächenwasser  gegeben, das in Keller eingedrungen sei und abgepumpt werden musste.

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80 Millimeter Niederschlag in 2 Stunden

Teilweise habe das Wasser 60 bis 100 Zentimeter in den Häusern gestanden, beispielsweise im Rhumspringer Neubaugebiet Schlehdorn. Innerhalb von zwei Stunden seien am Klärwerk in Rhumspringe 80 Millimeter Niederschlag gemessen worden.

Der Raum Duderstadt kam glimpflicher davon. Nach Angaben von Stadtbrandmeister Kai Walter rückten 22 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr in der Zeit von  23.20 Uhr bis 1.30 Uhr viermal in die Kernstadt aus, um dort Wasser aus Kellern abzupumpen. Ansonsten seien keine Schäden bekanntgeworden. Laut Polizei blieben die Straßen im Eichsfeld in der Nacht zum Mittwoch frei.

Im Wollershäuser Ortsteil Elbingen floss Oberflächenwasser auf die Bundesstraße 27, die jedoch befahrbar blieb. Am gestrigen Mittwochmorgen musste der Verbindungsweg zwischen Rüdershausen und Lütgenhausen wegen Hochwassers gesperrt werden. Andernorts bildeten sich aufgrund des vielen Niederschlags kleine Seen auf den Feldern.