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Duderstadt „Vorratshaltung beginnt mit dem Einkaufen“
Die Region Duderstadt „Vorratshaltung beginnt mit dem Einkaufen“
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18:54 26.08.2011
Von Heinz Hobrecht
Achtet auf das Haltbarkeitsdatum: Michaela Diedrich überprüft Lebensmittel.
Achtet auf das Haltbarkeitsdatum: Michaela Diedrich überprüft Lebensmittel. Quelle: Tietzek
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Eichsfeld

Andere Zeiten. Immer wieder fällt der Begriff. Wiederholt weist Michaela Diedrich auf den Wandel und ein verändertes Verhalten hin – zunächst beim Gespräch in der Küche, schließlich am Regal im Keller. „Vieles hat sich bei der Vorratshaltung von Lebensmitteln im Vergleich zu früher geändert“, sagt die Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins Duderstadt. „Wir haben doch längst Strom und Supermärkte. Wir leben im 21. Jahrhundert.“

An Schränke mit Fliegengittern, wie es sie in den 50er-Jahren zur Vorratshaltung noch gab, also die Vor-Kühlschrankzeit, können sich junge Leute nicht erinnern. Lebensmittel können heutzutage gekühlt, gefroren, licht- und luftdicht gelagert werden. Welche Rolle spielt das Thema Vorratshaltung eigentlich noch? In welchen Mengen sollten Lebensmittel angeschafft und gelagert werden?

„Jede Familie muss selbst entscheiden, was und wieviel vorrätig sein soll“, rät Landfrau Diedrich, die generell jedoch – so, wie sie es auch selbst macht – empfiehlt, eher weniger als mehr einzulagern. „Vorratshaltung beginnt mit dem Einkaufen“, sagt die Rhumspringerin. „Lieber verbrauchen und dann neu einkaufen“, lautet ihr Tipp. Heutzutage seien alle Waren ständig verfügbar. „Es muss doch nicht mehr eingepökelt werden, um Fleisch haltbarer zu machen“, sagt Diedrich.

Möglichst im Keller sollte der Vorratsraum angesiedelt sein, nicht unbedingt nach Süden ausgerichtet, empfiehlt Diedrich. Der Raum sollte vor Ungeziefer geschützt sein und gelüftet werden können. Bei Konserven müssen die Verbraucher schon im Markt darauf achten, dass die Dosen unbeschädigt sind. Beim Einräumen in die eigenen Regale sollten Dosen älterer Herkunft immer nach vorn gestellt und zuerst verbraucht werden. Bei Tiefkühlware sei darauf zu achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen werde. „Auch die Temperatur in der Truhe ist wichtig“, so Diedrich.

Nur reifes Obst, betont die Landfrau, sei fürs Einkochen geeignet. Überhaupt sollten Obst und Gemüse nur sauber weiterverarbeitet oder verzehrt werden: „Jedes gekaufte Obst unbedingt zu Hause abwaschen.“

Bei der Lagerung von Eiern, die schnell verbraucht werden sollten, empfiehlt Diedrich den Kühlschrank oder einen kühlen Raum. Wenn vorhanden, sollten Würste in einer separaten Kammer aufgehängt werden. Kartoffeln gehörten möglichst in den dunklen Keller. Und dass auf die Haltbarkeit von Lebensmittel zu achten sei, verstehe sich von selbst, erläutert Diedrich.

„Es gibt viele Möglichkeiten, sich über Vorratshaltung zu informieren“, sagt die Vorsitzende des Landfrauenvereins. „Auch in Kochbüchern werden gute Ratschläge gegeben.“