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Duderstadt Wahlhelfer in Gieboldehausen müssen bergeweise Papier austeilen
Die Region Duderstadt Wahlhelfer in Gieboldehausen müssen bergeweise Papier austeilen
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19:30 11.09.2011
Papierberge im Rathaus Gieboldehausen: In der Samtgemeinde wird in nur noch einem Wahlbezirk abgestimmt. Quelle: Walliser
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Gieboldehausen

Das Besondere an der Kommunalwahl in der Samtgemeinde Gieboldehausen waren allerdings die Wahlscheine, die Posterformat hatten. „Sehr handlich sind die nicht“, fand auch Uwe Lorenz, aber er habe sich bereits vor der Wahl Gedanken gemacht und würde nun auch den richtigen Platz für seine Kreuzchen finden.

„Die Größe der Scheine ist damit begründet, dass die Samtgemeinde ihre vormals drei Wahlbereiche in einen zusammengefasst hat“, erklärte der scheidende Samtgemeindebürgermeister und oberste Wahlleiter Reinhard Grobecker, der ebenfalls nach dem Gottesdienst ins Wahllokal gekommen war. „Hoffentlich sind nicht zu viele Wahlscheine ungültig, solch ein Haufen Papier kann schon verwirren“, sagte er mit Blick auf die Schlange stehenden Menschen vor den Kabinen, die zum Teil hinter ihren Riesen-Wahlscheinen verborgen waren. Um sich bei den freiwilligen Wahlhelfern für ihren Einsatz zu bedanken, hatte Grobecker sich vorgenommen, alle 17 Wahllokale der Samtgemeinde Gieboldehausen zu besuchen.

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Auf die Frage, ob er denn auch schon wählen dürfe, lachte der Grundschüler Jakob Nachtwey. Er helfe nur seiner Mutter, so die Antwort. Die hatte nämlich die Hände nicht frei, da sie mit Gehstützen zur Wahl gekommen war. So durfte Jakob das Papierpaket in die Urne stecken. Auch der kleine Bruder Matthäus war mitgekommen, der betonte, dass er später auch mal wählen wird. „Wir wollen den Kindern ein Vorbild sein. Sie sollen es als selbstverständlich empfinden, dass man als Erwachsener wählt“, erklärte Vater Matthias Nachtwey.

Von Claudia Nachtwey