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Duderstadt Neue Amtszeit für erfahrene Wanderwegewarte
Die Region Duderstadt Neue Amtszeit für erfahrene Wanderwegewarte
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00:22 14.04.2019
Würdigung der Arbeit der Wanderwegewarte in Duderstadt (v.l.): Berhard Köhler, Wolfgang Fischer, Bürgermeister Wolfgang Nolte Thorsten Stolze und Bernhard Elsler. Quelle: Eichner-Ramm
Duderstadt

Drei der vier erfahrenen Wanderwegewarte sind kürzlich vom Rat der Stadt für eine neue Amtszeit berufen worden. Am Donnerstag hatte sie Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in sein Büro eingeladen, um ihnen die Urkunden zu überreichen. Er würdigte deren ehrenamtliches Engagement und die bisher geleistete Arbeit. Zusammen mit ihrem langjährigen Kollegen Bernhard Elsler nutzten Bernhard Köhler, Wolfgang Fischer und Thorsten Stolze nutzten die Gelegenheit, um den Bürgermeister über die aktuelle Situation zu informieren. Dieser bat ausdrücklich um Hinweise auf mögliche Probleme, und bat auch um Verbesserungsvorschläge.

Kaninchen statt Kilometer

Denn, so sagte Nolte, das Wanderwegenetz für Duderstadt und seine Dörfer sei Anfang der 90er-Jahre angelegt worden. Seither weisen Kaninchen- oder Vogel-Motive auf der Beschilderung der jeweiligen Routen den Weg. Doch auch wenn damit damals für die touristische Infrastruktur einiges geschaffen wurde, so müsse heute festgestellt werden, dass sich die Symbole für den ortsfremden Wanderer nicht erschließen. Um Irritationen zu vermeiden, regte Fischer an, andernorts übliche Hinweise wie Zielbezeichnungen und Kilometerangaben auf den Schildern anzubringen. „Die Erfahrungen fehlten uns damals noch“, kommentierte Nolte beim Treffen mit den vier Wanderwegewarten.

Das soll sich nun ändern. Derzeit sind der 84-jährige Elsler, der 69-jährige Fischer, der 67-jährige Köhler und der 49-jährige Stolze in Zusammenarbeit mit Christian Zöpfgen, Leiter des Fachdienstes Tourismus, und Kerstin Conrady von der Gästeinfo im Rathaus, dabei, das Wegenetz zu aktualisieren und anzupassen.

Einige ausgeschilderte Wege verzichtbar

Die Erfahrung habe gezeigt, dass einige der damals ausgeschilderten Wege verzichtbar seien, sagte Nolte. Die Wegewarte bestätigten das. Elsler berichtete, dass das einst etwa 400 Kilometer lange Wegenetz inzwischen schon auf etwa 350 Kilometer verkürzt wurde, am Ende sollen es etwa 300 Kilometer markierter Wege sein, auf die man sich konzentrieren will. Im Bereich der Bergdörfer, die in die Zuständigkeit von Stolze fallen, seien es zum Beispiel heute nur noch fünf statt bisher acht markierte Routen. Diese ließen sich zu einer größeren Runde kombinieren, sagte er.

„Ein Großteil des Wegenetzes ist schon digital erfasst“, sagte Zöpfgen. Darüber hinaus werde überlegt, das Kartenmaterial zu erneuern, welches interessierte Wanderer in klassischer Papierform in der Gästeinformation erhalten. Aber auch an GPS-Codes werde gedacht, ebenso wie Informationen zum Download auf der Internetseite der Stadt.

Erlebnis-Mehrwert am Aussichtsturm

Am Euzenberg-Aussichtsturm könnte ein Erlebnis-Mehrwert geschaffen werden, indem beispielsweise wie schon an der Suhlberg-Warte Hinweise auf das gegeben werden, was vom Standort aus in der Ferne zu sehen ist, so Köhlers Vorschlag. Er dachte dabei nicht nur an Tafeln, sondern auch an fest installierte Fernrohre. Und im Bereich der Sielmann-Stiftung wäre möglich, exemplarisch mit einem Knick an die mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt zu erinnern. Eine weitere Anregung der Wanderwegewarte: Informationen an Wanderwegeparkplätzen.

Stolze hat inzwischen die Funktion als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wegewarte im Eichsfeld und im Harzvorland von Elsler übernommen. Darüber hinaus erhoffen sich Elsler, Fischer und Köhler ebenfalls jüngere Nachfolger, die sich künftig um das städtische Wanderwegenetz kümmern.

Nolte dankte den Wegewarten für ihre Hinweise aus der Praxis. Schritt für Schritt sollen deren Hinweise unter Beteiligung der Ortsräte angegangen werden.

Warten-Wanderung in Duderstadt

Seit etwa vergangenem Jahr gibt es im Angebot der Duderstädter Themenführungen auch die Warten-Wanderung mit dem „Knickmeister“ Borchard Borchardes, alias Bernhard Köhler. Jetzt informiert auch ein Flyer über die Erlebniswanderung mit dem Duderstädter Wegewart. Von April bis Oktober jeweils am ersten Sonnabend im Monat startet um 14 Uhr die etwa dreistündige Tour an der Gästeinformation im Rathaus Duderstadt, Marktstraße 66, Telefon 05527/841200. Dort sind Anmeldungen bis 12 Uhr am Veranstaltungstag möglich. Bei Interesse bietet Köhler auch Gruppenführungen außer der Reihe, beispielsweise an den Osterfeiertagen, an. Anmeldungen dazu nimmt er unter Telefon 0151/44248837 entgegen.

Von Britta Eichner-Ramm

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