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Duderstadt Weg frei für Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode
Die Region Duderstadt Weg frei für Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode
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20:01 21.08.2013
Von Ulrich Lottmann
Fortsetzung: Die Ortsumgehung Westerode ist im Bau (Bild), nun bekräftigt die Stadt Duderstadt die Forderung nach der Ortsumgehung für Duderstadt und Gerblingerode. Quelle: SPF
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Duderstadt

Als Experte äußerte sich vor der Abstimmung der Leiter der Straßenbaubehörde in Goslar, Günter Hartkens. Seine Aussagen entkräfteten wesentliche Argumente der Grünen. 23 Zuhörer verfolgten die öffentliche Ausschusssitzung. „Es scheint ja etwas Interessantes auf der Tagesordnung zu stehen“, begrüßte sie Vorsitzender Hermann Hesse (CDU). Die Zuhörer erlebten eine sachliche, faktenreiche Debatte über die geplante Verlegung der B 247.

Kein Bevölkerungswachstum, keine vollen Gewerbegebiete

Nach einem Plädoyer von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) für den Umgehungsbau begründete Hans Georg Schwedhelm den Grünen-Antrag auf Verzicht auf das Projekt. Aktuell würden alle Straßenbauvorhaben überprüft, erläuterte der Fraktionsvorsitzende den Zeitpunkt des Antrags. Grund sei die Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans, mit dem eine Prioritätenliste (Bedarfsplan) der Verkehrsinvestitionen des Bundes aufgestellt wird. Schwedhelm bezweifelte, dass die Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode Chancen auf Umsetzung habe. Er verwies auf knappe Mittel im Bundesetat und Aussagen aus dem Bundesverkehrsministerium, Sanierung gehe vor Neubau. Er argumentierte, entgegen der Prognosen habe Duderstadt kein Bevölkerungswachstum und keine vollen Gewerbegebiete, das Verkehrsaufkommen sinke. Statt auf dem unrealistischen Umgehungsbau zu beharren, sollten günstigere Maßnahmen für die betroffenen Bürger an den Ortsdurchfahrten umgesetzt werden, so Schwedhelm.

April 2014 liege Planfeststellung vor

Hartkens bestätigte: „Die Bedarfsplan-Maßnahmen stehen auf dem Prüfstand.“ Die Planung der Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode sei jedoch weit fortgeschritten – auch weil es in der Region große Unterstützung für das Projekt gebe und Duderstadt 500 000 Euro Planungskosten vorfinanziert habe. „Deshalb glaube ich, dass die Maßnahme in den Bedarfsplan reinkommt. Das ist relativ sicher.“ Hartkens ging noch einen Schritt weiter, der Behördenleiter legte sich fest: „Wenn eine Maßnahme im Bedarfsplan ist, dann wird sie auch gebaut. Das ist zu 100 Prozent sicher.“ Schließlich nannte er einen Termin: Im April 2014 liege die Planfeststellung vor, zeitgleich derjenigen zur B-247-Verlegung auf thüringischer Seite.

Für die Bevölkerung notwendige Umgehung

Anschließend machten die übrigen Ratsfraktionen ihre Unterstützung der Ortsumgehung deutlich. Für die SPD merkte Doris Glahn an, sie teile Schwedhelms Einschätzung, dass Straßenbauprojekte unterfinanziert seien. „Dennoch, wir als SPD sind weiter dafür, dass die Ortsumgehung umgesetzt wird.“ „Wir wollen diese Anbindung“, machte Thomas Linkhorst im Namen der CDU-FDP-Gruppe deutlich. Lothar Dinges (WDB) erinnerte daran, dass seine Fraktion sich einst für eine andere Trasse ausgesprochen habe, nun aber zum Projekt stehe: „Wir wollen die für uns ungeliebte, aber für die Bevölkerung notwendige Umgehung.“ Ähnlich äußerte sich Harald Lange (USD): „Auch wir haben eine andere Trassenführung favorisiert, aber wir stehen zu der Sache.“ Der Ausschuss lehnte mit großer Mehrheit den Grünen-Antrag ab.

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