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Duderstadt Weihnachtspapageien lösen Rentier Rudolf ab
Die Region Duderstadt Weihnachtspapageien lösen Rentier Rudolf ab
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18:44 29.11.2010
Papagei statt Rentier: Eva Krukenberg präsentiert den farbenfrohen Vogel samt Weihnachtsmann-Mütze.
Papagei statt Rentier: Eva Krukenberg präsentiert den farbenfrohen Vogel samt Weihnachtsmann-Mütze. Quelle: Tietzek
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„Zu Weihnachten soll es etwas Besonderes sein. Der Trend geht zu Hochwertigem“, beobachtet Katja Rode vom gleichnamigen Fachgeschäft für Lederwaren. Viel Aufmerksamkeit finden nach ihren Worten spezielle Geschenksets, bestehend aus Geldbörse und Tasche im Geschenkkarton. Ein weiteres beliebtes Präsent seien Lederhandschuhe, wobei Männer zunehmend gefütterte und dickere Varianten bevorzugen würden. Auffallend sei, so Rode, dass die Gaben früher als in den zurückliegenden Jahren gekauft würden.

Ob hochwertige Schreibgeräte, Literatur oder anderes: Angesagt sind Geschenke, die ganz individuell ausgesucht werden, berichtet Annegret Maring, Inhaberin der Buchhandlung Seseke. Thematisch ausgesprochen vielfältig sei das Spektrum der derzeit gefragten Bücher. Es reiche von Ken Follets „Sturz der Titanen“ über Peter Seewalds Gespräch mit Papst Benedikt XVI. unter dem Titel „Licht der Welt“ bis zu Thilo Sarrazins viel diskutiertem Werk „Deutschland schafft sich ab“.
„Das Weihnachtsgeschäft ist gut angelaufen. Und wie immer kaufen die Frauen zuerst die Geschenke“, registriert Gaby Haber von der gleichnamigen Papeterie. „Gold, Silber und Silberweiß“ seien die Trendfarben in diesem Jahr. Als besondere Hingucker auf dem Gabentisch würden sich „Himmlische Schwestern“ aus Keramik und Fliegenpilze aus Glas empfehlen.

„Man merkt, dass die Eichsfelder in diesem Jahr schon früh ihre Geschenke besorgen. Viele haben offenbar die Erfahrung gemacht, dass die gewünschten Artikel nicht mehr auf Lager sind, wenn sie zu spät mit den Weihnachtseinkäufen beginnen“, sagt Heidi Schmalstieg. Gefragt sei in dem Spielwarenfachgeschäft alles rund um die kleinen „Filly“-Sammelpferde. Weit oben auf vielen Wunschzetteln stünden auch die „Ritterburg“ von Playmobil, Spielzeug-Lastwagen mit großem ausfahrbarem Kran des Herstellers Bruder oder die fast lebensecht wirkenden Figuren von Schleich.

Zufrieden mit dem Start des Weihnachtsgeschäftes zeigt sich Ewa Mäther von der Geschenkegalerie in der Feilenfabrik. „Bei uns gehen immer Rot, Grün und Gold“, bringt sie einige farbliche Vorlieben der Kunden auf den Punkt. Rustikale Figuren und große Laternen seien in diesem Jahr ebenso angesagt wie Herzen und Sterne aus Holz.
Auch Modisches findet oft den Weg unter den Weihnachtsbaum. So bemerken Hannelore Lautenbach und Anja Triebel vom Fachgeschäft silver & more eine lebhafte Nachfrage nach großen Taschen. Der „Animal-Druck“ sorge für besondere optische Akzente. Schmuck aus gekratztem Silber und breite Ledergürtel mit auffällig großen Schließen seien ebenfalls gefragt.
„Der Trend geht hin zum ganz Bunten“, beobachtet Eva Krukenberg, Inhaberin des Fachgeschäfts Wohnart. „Wenn es früh dunkel wird, wollen es die Leute freundlich und nett zu Hause haben“, schließt sie daraus. Dies zeige sich nicht nur bei Kugeln, Kerzenleuchtern, Kränzen, sondern auch bei witzigen Figuren. Die Geschäftsfrau denkt dabei nicht nur an Elche und Rentiere: „Unsere Highlights sind in diesem Jahr bunte Weihnachtspapageien.“

Von Axel Artmann