Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Weltnichtrauchertag soll Raucher zum Umdenken bewegen
Die Region Duderstadt Weltnichtrauchertag soll Raucher zum Umdenken bewegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 30.05.2013
Raucher werden von der Gesellschaft zunehmend unter Druck gesetzt, ihren Nikotinkonsum zu beenden: Der Weltnichtrauchertag ist ein Beispiel für dieses Primat der Gesundheit.
Raucher werden von der Gesellschaft zunehmend unter Druck gesetzt, ihren Nikotinkonsum zu beenden: Der Weltnichtrauchertag ist ein Beispiel für dieses Primat der Gesundheit. Quelle: Pförtner
Anzeige
Eichsfeld

Aber es kommt noch dicker: Heute ist Weltnichtrauchertag. Anlässlich dieser globalen Kampfansage gegen die Tabakindustrie hat das Tageblatt nachgefragt, welche Wege aus der  Nikotinsucht führen.

Frank Germeshausen, Inhaber der Duderstädter Schwan-Apotheke, ist Experte fürs Aufhören. Immer öfter kämen Kunden zu ihm, die von den Glimmstängeln loskommen möchten und Unterstützung durch alternative Mittel suchten. „Die Motive sind der gestiegene gesellschaftliche Druck und natürlich auch die eigene Gesundheit“, weiß Germeshausen.

Hauptsächlich jedoch seien die hohen Kosten für die Finanzierung der Sucht ausschlaggebend, wenn es darum gehe, den Entschluss zum Entzug zu fassen. Die Überlegung, dass bei 20 gerauchten Zigaretten am Tag und vier Euro pro Schachtel im Jahr 1 460 Euro in blauen Dunst umgesetzt werden, scheint eine abschreckende Rechnung zu sein.

Und auch Germeshausen weiß, dass es den Rauchern beim Griff zum Portemonnaie am meisten wehtut. Ein Besuch in der Apotheke könne sowohl der erste Schritt zum Aufhören als auch zum Geld sparen sein.

Anfangen mit dem Aufhören

Am häufigsten verkauft Germeshausen Nikotin-Pflaster,  -Kaugummis und -Lutschtabletten an zukünftige Ex-Raucher. „Viele haben es damit geschafft“, sagt Germeshausen. Die von ihm angebotenen Produkte sollen dem Konsumenten dabei helfen, die Entwöhnungsphase zu überstehen, indem sie den Körper phasenweise mit Nikotin versorgen, wenn Entzugserscheinungen auftreten.

„Aber von heute auf morgen aufhören, ist eigentlich das Beste“, meint der Apotheker. „Obwohl das bestimmt nicht einfach ist“, gibt er zu. Symptome wie Nervosität, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Müdigkeit und Ungeduld stellten den Süchtigen samt Umfeld auf eine harte Probe.

Wer den Weg aus der Nikotinsucht nicht alleine bestreiten möchte, kann sich virtuelle Unterstützung holen: Die AOK bietet im Internet das Programm „Ich werde Nichtraucher“ an. In einem Forum können sich dort die (Ex-)Raucher austauschen und organisieren – auch in Duderstadt – immer wieder gemeinsame Treffen.

Von Anna Kleimann