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Duderstadt Wie sich die CDU im Kreis Göttingen mit Ralph Brinkhaus auf die Europawahl einstimmt
Die Region Duderstadt Wie sich die CDU im Kreis Göttingen mit Ralph Brinkhaus auf die Europawahl einstimmt
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09:00 25.04.2019
Auftakt der CDU im Kreisverband Göttingen zur Europawahl 2019 mit dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus in Seulingen. Quelle: Ulrich Schubert
Seulingen

„Wir haben was zu erzählen!“ Mit dieser Aussage hat der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Ralph Brinkhaus, die Christdemokraten im Kreis Göttingen auf die Europawahl eingestimmt. Am Mittwochabend appellierte er an die etwa 70 Zuhörer im Seulinger Bürgerhaus, mit „Zuversicht und Optimismus“ für ein nach wie vor starkes Europa zu werben.

Die Tischgruppen sind locker verteilt, aus den Boxen tönt Disko-Funk. Draußen hat die Kreis-CDU unter Regie ihres Vorsitzenden Fritz Güntzler eine Würstchenbude aufgefahren. Auch bei der CDU ist der Wahlkampf jünger geworden. Und das gilt nicht weniger für den Gastredner aus Westfalen (mit fernen Wurzeln väterlicherseits im Obereichsfeld).

Ein „leidenschaftlicher Europäer“

Brinkhaus lässt das Rednerpult links stehen, redet frei und unmittelbar vor den vorderen Tischen. Und schnell wird klar, warum Güntzler den Mann an der Unions-Spitze im Bundestag als einen „leidenschaftlichen Europäer“ angekündigt hat.

In den zurückliegenden 60 Jahren sei Europa immer stärker geworden und an seinen Herausforderungen stetig gewachsen, stellt Brinkhaus fest. „Wir haben den Kalten Krieg überstanden und den Jugoslawienkrieg“, blickt er zurück. „Wir haben die Bankenkrise gemeistert und die Staatenkrise“, fährt der Steuerberater fort. Jedes Land, das Europa beigetreten ist, habe dadurch mehr Wohlstand erfahren – auch Deutschland. Und: „Europa ist in der Geschichte der Menschheit das größte Friedensprojekt, das es je gab.“ Ein Fazit, für das Brinkhaus spontan einen Extra-Applaus bekommt.

Nur gemeinsam stark

Natürlich gebe es auch ausstehende Probleme wie die Migrationsbewegung, Terror und Kriminalität, stellt der 50-Jährige weiter fest. Diese gelte es zu lösen – „aber das können wir nur gemeinsam in einem starken Europa“, wirbt er für die EU und möglichst viele demokratische Wähler am 26. Mai.

Eine EU die für das Eichsfeld ebenso stehe wie für Niederbayern, Paris und Finnland. Dabei gehe es keinesfalls um Gleichmacherei, weist Brinkhaus eine weitere Kritik zurück. Ein starkes Euro agiere vereint mit gebündelten Kräften, erhalte und unterstütze zugleich aber die regionalen, kulturellen Unterschiede.

Nicht immer so verzagt

Für dieses Europa sollten die Christdemokraten in den kommenden Wochen werben und kämpfen. „Dabei sollten wir als Union aber nicht immer so zurückhaltend und verzagt sein“, fügt er an – „denn wir haben was zu erzählen“.

Gar nicht verzagt bedrängen nach der Europa-Rede den Gast mit kritischen Fragen zur EU, aber auch zur Rolle der CDU/CSU im Bundestag. Dabei reicht das Themenspektrum von der Abtreibungsdebatte über Steuergerechtigkeit und Digitalisierung bis zur Werteorientierung der Christdemokratie.    

Brinkhaus ist seit 2009 Mitglied des Bundestages und seit vergangenem September Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Außerdem ist der 50-Jährige Vorsitzender der Christdemokraten im Kreis Gütersloh.

Von Ulrich Schubert

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