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Duderstadt Jetzt gibt’s auf Gut Herbigshagen wieder Kaffee und Kuchen
Die Region Duderstadt Jetzt gibt’s auf Gut Herbigshagen wieder Kaffee und Kuchen
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17:30 12.09.2019
Torsten Liebscher (v.l.) ist neuer Gastronomie-Pächter auf Gut Herbigshagen - hier mit Betriebsleiterin Marcella Otto, Mitarbeiter Martin Sandhagen und Carolin Ruh vom Vorstand der Sielmann-Stiftung an der Theke. Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

Wenn sich am Sonntag, 15. September, auf Gut Herbigshagen Direkterzeuger und -vermarkter aus der Region unter dem Motto „So schmeckt unsere Heimat“ beim Regionalmarkt präsentieren, übernimmt Torsten Liebscher offiziell den gastronomischen Betrieb auf dem Gut. Das nun ein Pächter für die Gastronomie auf Gut Herbigshaben gefunden wurde, freut Carolin Ruh vom Vorstand der Sielmann-Stiftung ganz besonders. Durch den Umbau habe es drei Jahre lang kein entsprechendes Angebot gegeben. Auch davor hätten Besucher oder Tagungsgäste ein nur rudimentäres Angebot vorgefunden.

Top-Besucheranfrage an der Info-Theke sei die Frage gewesen, wann es denn wieder Kaffee und Kuchen gebe, berichtet Ruh, sogar noch vor der Frage, wo die Toiletten sind, sagt sie und lacht. Ab sofort hätten Besucher also die Möglichkeit, zu Verweilen, sich entweder nach dem Spaziergang hier zu Kaffee und Kuchen zu treffen oder aber gemütlich bei einem Getränk zu sitzen, während die Kinder oder Enkelkinder das Gut erkunden oder durch die Ställe streifen.

Pächter, „der zu uns passt“

Es habe eine „ziemlich intensive Suche“ nach einem Pächter gegeben, „der zu uns passt“, so Ruh. Kriterien waren zum Beispiel, dass er soweit möglich regionale Produkte anbiete, den Nachhaltigkeitsgedanken in seiner Arbeit berücksichtige, ein gewisses Maß an Flexibilität und im besten Falle auch Erfahrung mitbringe.

Fündig geworden ist die Sielmann-Stiftung bei Torsten Liebscher. Der erfahrene Gastronom betreibt seit Anfang April am Brotmuseum in Ebergötzen das „Auszeit – Café mit Herz“. Mit dem Standort auf Gut Herbigshagen decke er nun zwei beliebte Ausflugsziele im Eichsfeld ab, sagt er. Liebscher und Ruh planen mit ihrer Kooperation auch, Gruppen oder Busreisende mit Paketangeboten anzusprechen – etwa nach dem Besuch des Grenzlandmuseums in Teistungen einen Snack und Natur erleben auf Gut Herbigshagen und anschließen Backtraditionen in Ebergötzen kennenlernen. Das Ganze könnte dann den Titel „Genuss pur“ tragen, so Liebscher und denkt dabei auch an Stracke oder Heimatliebe-Bier.

Synergien und Reichweite

Man stehe darüber hinaus mit dem Konzept auch im Kontakt mit dem HVE, dem touristischen Dachverband der Region Eichsfeld, aber auch mit der Arbeitsgemeinschaft für Höfe und Hofcafés, so Ruh. Davon verspreche sich die Stiftung nicht nur Synergien, sondern auch touristische Reichweite.

Liebscher will mit dem Gastronomiebetrieb „Gut(e) Auszeit – auf Herbigshagen“ in erster Linie Fairtrade-Kaffee und von seinen Konditoren in Ebergötzen hergestellten Kuchen und Torten anbieten. Dazu soll das Angebot verschiedene Suppen im Brotlaib, eine Eichsfeld-Stulle, Riesenbockwurst sowie Currywurst und Kartoffelrösti mit Lachs und Senf-Dill-Soße umfassen. Die meisten Produkte bekomme er von regionalen Erzeugern, versichert Liebscher.

Demnächst auch Frühstück geplant

Außerdem sei geplant, demnächst an Wochenenden auch Frühstück anzubieten. Ruh kann sich perspektivisch auch vorstellen, dass die Mitarbeiter von Gut Herbigshagen hier zu Mittag essen und auch das Catering für den Tagungsbereich soll künftig von Liebscher kommen.

Betriebsleiterin des Gastronomiebetriebs auf Gut Herbigshagen wird Marcella Otto, die zusammen mit Martin Sandhagen und einer Teilzeitkraft das Team bilde. 80 Sitzplätze bietet der Gastronomiebereich auf Gut Herbigshagen – „rollstuhlgerecht und kinderfreundlich“, betont Ruh. Geöffnet ist die „Gut(e) Auszeit – auf Herbigshagen“ wie das Naturerlebniszentrum täglich von 11 bis 18 Uhr und im Winter von 11 bis 17 Uhr. Frühstück soll künftig bereits ab 9 Uhr angeboten werden, ergänzt Liebscher.

Feuertaufe beim Regionalmarkt

Regionalmarkt auf Gut Herbigshagen

„So schmeckt unsere Heimat“ – unter diesem Motto steht der Regionalmarkt am Sonntag, 15. September, auf Gut Herbigshagen. Dort präsentieren drei Dutzend Erzeuger und Direktvermarkter aus der Region ihre Produkte. Mit der Veranstaltung wollen der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen und die Heinz-Sielmann-Stiftung zeigen, was die Region für den bewussten Gaumenschmaus zu bieten hat. Die Marktbeschicker kommen aus dem Raum Göttingen, Northeim und Einbeck, dem Weserbergland und dem Südharz. „Ein zunehmender Teil unserer Gesellschaft sucht wieder mehr nach Begegnungen mit Produzenten, die ein offenes und transparentes Produkt versprechen und dieses auf der Grundlage von Ehrlichkeit und Vertrauen anbieten“, sagt Siegfried Kappey, Vorstandsvorsitzender des Erzeugerverbandes. Und Christoph Neumann von der Sielmann-Stiftung ergänzt, dass kurze Wege, Wissen um Herkunft, Herstellung und Qualität von Lebensmitteln für viele Verbraucher mittlerweile zu wichtigen Kaufkriterien geworden seien. Eröffnet wird der Regionalmarkt um 11 Uhr durch das Jagdhornbläserkorps der Jägerschaft Duderstadt und Grußworte.

Nun steht am Sonntag, 15. September, Liebschers Feuertaufe an. Da ist der Gastronomiebetrieb bereits geöffnet. Besucher könnten ihren Bummel über den Regionalmarkt mit einer Einkehr verbinden und bei Kaffee und Kuchen verweilen, so Ruh.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

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