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Duderstadt Wolfgang Damm feiert Goldenes Priesterjubiläum
Die Region Duderstadt Wolfgang Damm feiert Goldenes Priesterjubiläum
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00:19 17.04.2019
Wolfgang Damm feiert in Westerode sein Goldenes Priesterjubiläum. Quelle: Markus Hartwig
Duderstadt

„Voller Dankbarkeit schaue ich auf diese 50 Jahre priesterlichen Wirkens zurück. Mein Dank gilt allen, die mir in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden und meinen Weg mit ihrem Gebet begleitet haben. Sie haben es mir ermöglicht, meine Berufung als Priester zu leben“, läutete Damm seine Feier zum Jubiläum ein. Das Planen der Feier sei eine Rechnung mit vielen Unbekannten gewesen, sagte der Kirchenmann zu. Wie viele Bestellungen? Wer wird alles im Anschluss an die Messe ins Gasthaus kommen? Das Ergebnis wird ihn zufrieden gestellt haben. Denn nicht nur die Kirche, auch der Gastraum war voll besetzt. So voll, dass der Westeröder Gesangverein zwar mit der Gesellschaft singen, aber nicht feiern konnte.

Predigt liegengelassen

„In einer Woche fängst Du an“: Mit diesen Worten wurde Damm sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen. „Mein Start in den Beruf war demzufolge ein ziemlicher Brocken“, blickte Dammzurück und erinnerte sich daran, dass er zu seiner ersten Beerdigung vor Aufregung die Predigt auf dem Tisch liegengelassen habe. „Heute würde mich das nicht mehr aus der Fassung bringen“, sagte er schmunzelnd.

Im Jahr 1972 wurde Damm Kaplan in St. Cyriakus. Für die Versetzung von Bremen nach Duderstadt habe man jemanden gesucht, der sich in der Stadt auskenne. Die Wahl fiel auf den Jubilar: „Man hat sich wohl daran erinnert, dass ich meine Gymnasialzeit hier verbracht habe“, kommentierte er belustigt. Und auch für den Posten in der Militärseelsorge ab 1977 in Nienburg wurde ein Geistlicher gesucht, der „nicht wie der Blinde von der Farbe redet“.

Seit 2010 Ruhestandsgeistlicher

Seit 1987 ist Damm in Duderstadt, bis 2010 Probst an St. Cyriakus und seit 2010 Ruhestandsgeistlicher im Nachbarort Westerode. Damm erinnert sich an die Zeit des Mauerfalls und daran, „wie wichtig den Brüdern im Osten der Kontakt in den Westen war“. So endete Damm mit seinem Rundgang durch die persönliche Geschichte. Es war nicht wirklich viel, was er preisgegeben hat. Und das mit voller Absicht. „Wer mehr wissen will, kann mich mal einladen“, forderte er die Anwesenden auf.

Geistlicher im Ort

Für Damm war der ökumenische Dialog Selbstverständlichkeit, lobte Bernward Vollmer den Jubilar. Vollmer war nicht nur als Ortsbürgermeister gekommen. Er überbrachte seine Wünsche auch als Ratsvorsitzender der Stadt Duderstadt. Vollmer hob Damms seelsorgerische Arbeit im Ruhestand hervor und unterstrich dessen Interesse am Dorfgeschehen. Vollmer: „Für Westeroder ist es toll, einen geistlichen im Ort zu haben.“

Die folgende Rednerin war Monika Nolte. „Nach 2010 haben Sie nicht die Hände in den Schoß gelegt“, stellte die Vorsitzende der Pfarrgemeinde fest. Sie erinnerte sich an die Worte Damms, jetzt endlich einen Gottesdienst nach der eigenen Vorstellung halten zu können.

Von Markus Hartwig

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