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Duderstadt Woyke Pereira zeigt Kunst in Duderstadt
Die Region Duderstadt Woyke Pereira zeigt Kunst in Duderstadt
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00:22 13.04.2019
Kerstin Woyke Pereira präsentiert ihre Ausstellung „Weitsichten“ in Duderstadt. Quelle: r
Duderstadt

Mit einer Vernissage ist die Ausstellung „Weitsichten“ der Künstlerin Kerstin Woyke Pereira im Bürgersaal des Duderstädter Rathauses eröffnet worden. Ihre Bilder sind noch bis zum 25. April täglich in der Zeit von 10.30 bis 16 Uhr im Rathaus zu sehen.

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte Horst Joachim Bonitz, Leiter des Fachdienstes Bildung und Kultur der Stadt Duderstadt, die etwa 150 Gäste. Laudator Markus Ziegner aus Heiligenstadt stellte die Künstlerin näher vor und erläuterte nicht nur ihren künstlerischen Werdegang, sondern ging am Beispiel einiger Bilder auch ausführlich auf die Intentionen der Malerin ein, die von sich selbst sagt, dass sie niemals etwas anderes machen wollte als Zeichnen und Malen. Woyke Pereira sieht sich selbst als „Wandlerin zwischen Realität und Illusion“ – was in ihren Bildern auch zum Ausdruck kommt. Die Vernissage zur Eröffnung der Schau wurde von Gitta Ammer (Flügel) und Hans Jürgen Bonitz (Saxofon) umrahmt.

Kerstin Woyke Pereira Quelle: r

„Schon bei den Vorgesprächen und beim Aufbau wusste ich, dass es eine ganz besondere und beeindruckende Schau wird“, verrät die in Leinefelde geborene und in Sonnenstein beheimatete Künstlerin nicht ohne Stolz. Das Ambiente im historischen Rathaus und die Thematik ihrer Bilder würden „extrem gut miteinander harmonisieren“.

Orte in der Ferne gestalten

Woyke Pereira erzählt, wie die Schau zustande gekommen war: „Als ich Anfang letzten Jahres die Zustimmung für diese Ausstellung bekam, machte ich mir – wie immer – Gedanken darüber, was ich mit meinen Bildern zum Ausdruck bringen möchte“, so die Künstlerin. Für das Jahr 2019 kam ihr dann schnell „30 Jahre Mauerfall“ in den Sinn. „Da ich ein Kind des Ostens bin und mir der Blick in die Weite zeitlebens verwehrt bleiben sollte, entwickelte ich schon früh die Fähigkeit, mir die Orte in der Ferne im Geist und später auf Leinwand selbst zu gestalten“, sagt sie heute.

Aus Erzählungen ihrer Großeltern, die in ihren jungen Jahren noch ungehindert vom Sonnenstein nach Duderstadt spazieren konnten, habe sie einen ganz besonderen Bezug zur Stadt Duderstadt mit ihrem Rathaus und ihrem Marktplatz bekommen. „Als später die Mauer fiel, änderte sich die Sicht auf diese fernen Ort, er wurde endlich Teil meines Lebens“, blickt die Künstlerin mit Erleichterung zurück. Mit der Ausstellung „Weitsichten“ schließe sich ein Kreis – und sie sei sehr stolz darauf, ihre Bilder nun ausgerechnet im historischen Rathaus zeigen zu können.

Eingebungen lebendig werden lassen

Und wie entstehen nun ihre Kunstwerke? „Immer wieder, wenn in meinem Geist Erlebnisse oder Fantasien Gestalt annehmen, trete ich in die Welt der Malerei ein“, beschreibt sie fast ein wenig philosophisch. „Dort kann ich sie sichtbar werden lassen, dort kann ich wandern zwischen Traum und Realität und mein Inneres nach außen bringen, Eingebungen lebendig werden lassen“, gewährt Woyke Pereira Einblicke in den künstlerischen Prozess.

Das Bild „Seerosen“ von Kerstin Woyke Pereira. Quelle: r

In ihren Bildern gehe es um Menschen, Natur und Erlebnisse, die durch Sehen, Analysieren und Begegnung in ihre Welt gekommen seien. Sie fasst das so zusammen: „Die Gemälde sind Teil einer Reise, auf die ich mich täglich begebe.“

Korrekturhinweis

In der ursprünglichen Fassung des Artikels waren falsche Öffnungszeiten genannt (10 bis 16 Uhr statt 10.30 Uhr bis 16 Uhr). Dies wurden nun berichtigt.

Von Markus Riese

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