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Duderstadt Zu „Futuring Duderstadt“ können nächste Schritte erfolgen
Die Region Duderstadt Zu „Futuring Duderstadt“ können nächste Schritte erfolgen
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21:56 24.10.2019
Ansicht auf die frühere Produktionshalle auf dem Areal der Ziegelei Bernhard. Quelle: meder
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Duderstadt

 Der Tagesordnungspunkt war aus der vorangegangenen gemeinsamen Sitzung beider Gremien auf die aktuelle Sitzung verschoben worden. Verschiedene Punkte sollten in den Fraktionen noch einmal besprochen werden. So zögerten die Mitglieder der Gremien der im Plan aufgeführten drei- bis viergeschossigen Bebauung des Ziegeleiareals zuzustimmen. Denn die Wohnraumbebauung werde das Bild des Stadteingangs prägen. Im abgeänderten Beschlussvorschlag der CDU-Fraktion wurde eine „maximal dreigeschossige Bebauung entlang der Ziegeleistraße“ aufgeführt. Die Fraktion habe nichts gegen das Vorhaben des Investors, die Stadt zu entwickeln, aber man sträube sich gegen einen vier-, mit ausgebautem Dachgeschoss sogar viereinhalbgeschossigen Ausbau, erklärte Thomas Rössing-Schmalbach den Vorschlag der CDU. „Wir wollen maximal drei Geschosse.“ Das passe besser in das Stadtbild, verwies er auf die Stadtvillen in Richtung Ecklingerode.

Reduzierung als Ausgleich

Ein weiterer stark diskutierter Punkt in der vorangegangenen Sitzung war der Ausgleich der Bebauungsfläche im Verhältnis 1:3 oder 1:1, der nach dem Raumordnungsverfahren gefordert ist. Da konnte Stadtplaner Rudolf Wengerek aber bereits zu Beginn der Sitzung die Mitglieder der beiden Gremien beruhigen. Am Mittwoch habe es ein Gespräch mit dem Landkreis Göttingen gegeben, berichtete er. Dabei sei auch die Raumordnung über die Rücknahme von Wohnbauflächen thematisiert worden. Die 3:1-Regelung gelte nicht in Siedlungsschwerpunkten. Deshalb sei sie für die Ortsteile Duderstadt, Gerblingerode, Tiftlingerode, und Westerode nicht anzuwenden. „Die gesamte Wohnbauflächenplanung im Ziegeleilquartier erfordern keine Rücknahme von Wohnbauflächen an anderer Stelle“, so Wengerek.

Auswirkungen ausschließen

Die CDU-Fraktion hatte zusätzlich einen Punkt zugefügt, der den „Ausschluss jeglicher Auswirkung auf die Planung der Umgehungsstraße beziehungsweise auf das Planfeststellungsverfahren durch das Projekt“ forderte.

„Die Anregungen sind gut“, sagte Lothar Dinges (WDB). „Bei viergeschossiger Bebauung kriegt man schon Bauchschmerzen.“ Wie die WDB stimmten auch die Fraktionen der SPD, Grünen und FDP für den Vorschlag mit den vorgeschlagenen Änderungen. Damit können die nächsten Schritte für den Bebauungsplan Nummer 92 eingeleitet werden. Auf der Grundlage des städtebaulichen Entwurfs sollen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange vorgenommen werden.

Vier Hoheitsbereiche

„Ich freue mich sehr, dass der Termin in Göttingen so positiv verlaufen ist“, äußerte sich Stadtplaner Dirk Puche und verwies darauf, dass vieles so gekommen sei, wie er in der vorangegangenen Sitzung gesagt habe. Was die Planer einreichen, seien Vorschläge. Rat und Ausschüsse hätten aber in vier Punkten die Hoheit. Da sei zum einen die Abwägungshoheit, denn die 1:3-Regelung sei nicht festgeschrieben und könne mit guten Argumenten ausgesetzt werden. Auch die Planungshoheit liege bei den Gremien. „Ich kann Ihnen nur sagen, dass unsere Vorschläge funktionieren. Am Ende müssen Sie entscheiden.“ Hinzu komme die Deutungshoheit. So könnten die vorliegenden Gutachten zu Verkehr, Altlasten und Artenschutz natürlich unterschiedlich interpretiert werden. Und als viertes gebe es die Einschätzungshoheit, denn „Sie haben die Möglichkeit, vorzudenken“. „Ich kann Ihnen nur raten, nehmen Sie diese Dinge wahr“, so Puche. „Dann wird Duderstadt eine gute Entwicklung nehmen.“

Weitere Informationen zu Futuring Duderstadt“ finden Sie auf unserer Themenseite.

Entscheidung fällt im November

Das vom Ortsrat Tiftlingerode geforderte Baugebiet in der Erweiterung des Roten Feldes mit 13 bis 15 Grundstücken könne angeschoben werden, erklärte der Duderstädter Stadtplaner Rudolf Wengerek nach einem Gespräch mit dem Landkreis Göttingen. Eine Entscheidung sollte bereits in der Novembersitzung des Rates getroffen werden, um eine voraussichtlich zum Ende des Jahres auslaufende Regelung des Baugesetzbuches noch nutzen zu können. Ebenfalls schnell gehen soll es für Desingerode. Der Ortsteil müsste aber im Gegensatz zu Tiftlingerode als Bauflächen ausgeschriebene Flächen im Verhältnis 1:3 zurückgeben. Diese Flächen seien vorhanden, so Wengerek.

Von Rüdiger Franke

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