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Duderstadt Zufluss zum Seeburger See: „Umgehungsbau gibt Aue den Rest“
Die Region Duderstadt Zufluss zum Seeburger See: „Umgehungsbau gibt Aue den Rest“
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22:16 19.07.2013
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: Kunze (Symbolbild)
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Seeburg

Und weist über die bereits genannten Spekulationen und Gründe für die dramatische Situation hinaus auf einen bislang nicht berücksichtigten Aspekt hin: den Bau der Ortsumgehung Waake. Der Seeburger Biobauer Pape meint, dass der Pegel der Aue aufgrund der Erdarbeiten für die Waaker Umgehungsstraße erheblich gesunken sei.

„Seitdem gebaut wird, führen die Aue und der von ihr gespeiste Naturteich fast zur Hälfte weniger Wasser“, haben auch Daniele und Eberhard Rometsch beobachtet, die den Bio-Geflügelhof Huhn + Ei an der Bundesstraße bei Waake betreiben.

Zudem gebe es gravierende Verunreinigungen. An vielen Tagen sei das Wasser milchig und trübe, das Algenaufkommen gestiegen.

Sowohl Pape als auch Rometsch führen das auf massive Störungen des gesamten Quellsystems aufgrund des Straßenbaus zurück. „Die Quelle der Aue liegt im Bereich des Södderichs, an der B 27 gibt es etliche kleine Zuflüsse“, berichtet Pape.

Stinkende Brühe

Die seien durch die Erdarbeiten für die Umgehung und den Bau der B-27-Umfahrung im Bereich der Abzweigung nach Bösinghausen versiegt.

Zudem komme es durch die Bauarbeiten zu mehr Einträgen in den Bach. Der Seezufluss führe weniger und wärmeres Wasser, gleiche immer wieder einer stinkenden Brühe. Pape: „Der Umgehungsbau gibt der Aue den Rest.“

Rometsch merkt an, dass seit Zuschütten der Forellenteiche am Ortsausgang Waake in Richtung Eichsfeld bei Starkregen Wasser auf das Gelände des Bio-Geflügelhofes laufe.