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Duderstadt Hat das KulturKloster in Duderstadt eine Zukunft?
Die Region Duderstadt Hat das KulturKloster in Duderstadt eine Zukunft?
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20:02 30.09.2019
Schwester Ingeborg Wirz (links) und Katrin Oldenburg hoffen, dass das KulturKloster seine Arbeit fortsetzen kann. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Das KulturKloster kümmert sich um außerschulische kulturelle Bildung im ländlichen Raum“, erläutert Katrin Oldenburg, Kulturreferentin für Kinder- und Jugendarbeit. „Wir arbeiten schulergänzend mit allen Schulen zusammen.“ Außer Schulen in Duderstadt und im Eichsfeld haben sich auch schon Klassen aus Göttingen beworben. Sogar für eine Bremer Schulklasse wurde eine Kulturklassenfahrt konzipiert.

Alleinstellungsmerkmal

Das Angebot des KulturKlosters sei ein Alleinstellungsmerkmal weit und breit, betont Oldenburg. „Wir finanzieren alle Projekte komplett.“ Über verschiedene Projekte werde Kindern und Jugendlichen Zugang zu allen kulturellen Formen geboten – von Schulanfängern bis zu Schülern von Gymnasien, aber auch der Berufsbildenden Schulen. „Wir versuchen, sämtliche junge Menschen zu erreichen“, so Oldenburg. „Denn die müssen etwas erst kennenlernen, bevor sie es schätzen lernen.“

Projekt mit Modellcharakter

Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre habe das Projekt durchaus Modellcharakter und könne als Beispiel für andere Regionen dienen, sagt Schwester Ingeborg Wirz, Geschäftsführerin der Stiftung der Ursulinen Duderstadt. Sie hatte das Projekt mit der Stiftung initiiert und die Stadt Duderstadt mit ins Boot geholt. Über die Stadt war die halbe Stelle von Oldenburg ausgeschrieben und auch finanziert worden. Doch die Anstellung Oldenburgs über die Stadt ist auf zwei Jahre befristet. Die Zeit endet im Dezember 2019.

Stelle finanziert

Eine Verlängerung ist nicht möglich, da die Stelle sonst entfristet werden müsste, wie die Kulturreferentin erklärt. Auch die Stiftung der Ursulinen als koordinierende Stelle könne Oldenburg nicht anstellen, sagt die Geschäftsführerin. Deshalb werde ein neuer Träger für die Einrichtung gesucht. Der müsse die Kulturreferentin nur einstellen. „Die Stadt stellt das Geld für meine Stelle bereit“, sagt Oldenburg. Die Zuschüsse seien bewilligt. „Es wurde einstimmig in allen Gremien für das KulturKloster gestimmt.“

51028 Euro bereits eingeworben

„Das Projekt ist stimmig“, erklärt Oldenburg. „Die Resonanz ist super und wir haben Geld zur Verfügung.“ In den Jahren 2017 und 2018 seien 70 200 Euro eingeworben und in Projekten umgesetzt worden, so Schwester Ingeborg Wirz. Für die Jahre 2019 und 2020 stünden 51 028 Euro zur Verfügung. Unterstützung hat das KulturKloster bislang erhalten von der Sparkasse Duderstadt, der Volksbank Mitte, dem Verein zur Förderung des Ursulinenklosters, der Stadt Duderstadt,dem Landschaftsverband Südniedersachsen sowie großen Kultureinrichtungen aus Göttingen. Hinzu komme die Stiftung Landkultur des Bundes. „Es ist vom Bund gewollt, dass Stadt und ländlicher Raum die gleichen Lebensverhältnisse haben sollen“, ergänzt Oldenburg. Deshalb gebe es die Förderungen.

Langfristiger Prozess

„Die Frage ist, wer will hier etwas in dieser Größenordnung für die Jugendlichen machen?“ Die Arbeit sei für die jungen Menschen in der Stadt. Die Stiftung der Ursulinen werde die Einrichtung auch weiter nach Kräften fördern, betonte die Geschäftsführerin. Geld sei vorhanden,müsste im schlimmsten Fall ungenutzt bleiben. Wirz sagt, dass man zusätzlich auch die Klosterkammer für weitere Förderungen ansprechen könnte. Das ginge aber auch nur, wenn die Stelle sicher sei. „Die Arbeit funktioniert nur in einem langfristigen Prozess, wie Oldenburg erklärt. Sie funktioniere aber nicht, wenn sie nur von Januar bis Dezember geplant werden könne – schon allein, weil die auch die Schulen ganz andere Planungszeiträume hätten.

Kontakt

Das KulturKloster ist erreichbar in der Marktstraße 70 in Duderstadt, Telefon 05527/9994076 sowie 0151/59827940 beziehungsweise per Mail unter kulturkloster@gmail.com. Informationen finden Interessierte auf der Homepage kulturkloster-duderstadt.com.

Kloster fördert junge begabte Menschen:

Begabungen sichtbar machen

Das KulturKloster in Duderstadt will Begabungen und Potenziale junger Menschen entdecken, wecken und sichtbar machen, erklärt Katrin Oldenburg, Kulturreferentin für Kinder- und Jugendarbeit. Ziel sei dabei, dass die Jugendlichen selbst mit Ideen kommen, zu deren Umsetzung die Einrichtung beitragen könne. Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Ausstellung der Zeichnerin Mai Nguyen Nhu. „Die Ausstellung ist hervorgegangen aus der Ausstellung eines Leistungskurses Kunst des Eichsfeld Gymnasiums Duderstadt“, erzählt Oldenburg. Die Arbeit eines Mädchens habe dabei besonders hervorgestochen, eben die von Mai Nguyen Nhu. Und so konnte die junge Frau, die gleich an einer Kunsthochschule angenommen wurde, ihre eigene Ausstellung konzipieren. „Wir sind aber auf keinen Fall nur auf Malerei und Zeichnen festgelegt, sondern wollen alle Formen der Kunst fördern“, betont die Kulturreferentin.

Von Rüdiger Franke

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