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Duderstadt Zukunft des Max-Planck-Areals steht in Sternen
Die Region Duderstadt Zukunft des Max-Planck-Areals steht in Sternen
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17:44 30.08.2011
Von Heinz Hobrecht
Seit Jahrzehnten Arbeitsplatz für viele Wissenschaftler und Mitarbeiter: das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau.
Seit Jahrzehnten Arbeitsplatz für viele Wissenschaftler und Mitarbeiter: das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau. Quelle: Tietzek
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Katlenburg-Lindau

Während am Nordcampus in Göttingen am Montag zu Beginn der Bauarbeiten für das neue Institut Aufbruchstimmung herrschte (Tageblatt berichtete), steht die Zukunft Lindaus in den Sternen. Seit über sechs Jahrzehnten schreiben die Wissenschaftler von hieraus aus Weltraum-Geschichte. Doch ungewiss ist nun, was nach dem Umzug mit dem bisherigen Max-Planck-Areal geschieht.

Viele Einwohner und Verantwortliche aus der Gemeinde Katlenburg-Lindau und Umgebung betrachten das Aus des Wissenschaftsstandorts mit Sorgen. So wie der parteilose Bürgermeister Uwe Ahrens, der beim Festakt in Göttingen mit „sehr gemischten Gefühlen“, dabei war, wie er sagt. „Wenn es um den Verlust des größten Arbeitgebers der Gemeinde mit 300 Beschäftigten geht, ist einem nicht unbedingt nach Feiern zumute“, erklärt Ahrens. „Natürlich wäre es uns lieber gewesen, wenn das Institut in Lindau saniert worden und der Standort erhalten geblieben wäre“, so der Verwaltungschef.

„Nachdem alle Bemühungen um den Erhalt des Standorts vergeblich waren, müssen wir nun nach vorn schauen und darauf hoffen, dass es eine Nachnutzung für das Institutsgelände gibt“, sagt Ahrens. Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und der Max-Planck-Gesellschaft müsse versucht werden, den „Einschnitt für die Region“ zu kompensieren.

Auch bei der Grundsteinlegung am Nordcampus habe er in Gesprächen auf das Infrastrukturproblem in Katlenburg-Lindau und die Sichtweise seiner Gemeinde hingewiesen, berichtet Ahrens. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) habe ihn am Rande des Festakts gebeten, die Probleme der Gemeinde schriftlich darzustellen. „Das werde ich natürlich auch tun und hoffe, dass uns das Land unterstützt“, sagt Ahrens. „Alles, was zielführend ist, muss versucht werden.“

Auch Michael Wickmann (SPD), Landrat des Kreises Northeim, baut auf die Unterstützung des Landes. Von Vorteil beim vorhandenen Max-Planck-Areal in Lindau sei, das von dort aus eine Glasfaserverbindung zur Universität in Göttingen bestehe: „Das könnte ein Anreiz für Unternehmen sein.“