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Duderstadt Zweigstelle der Osteroder Tafel in Gieboldehausen eröffnet
Die Region Duderstadt Zweigstelle der Osteroder Tafel in Gieboldehausen eröffnet
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18:04 19.08.2013
Gemüse, Fleisch und Eintopf: Für drei Euro erhalten Bedürftige einmal pro Woche gut gefüllte Lebensmittelkisten. Quelle: Pförtner
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Gieboldehausen

Etwa viereinhalb Tonnen Lebensmittel würden von teilnehmenden Märkten aus der Umgebung gespendet, in Gieboldehausen beteiligt sich der Lidl-Markt. Dreieinhalb Tonnen davon könnten an rund 400 Familien verteilt werde. Seit gestern gibt es auch eine Tafel-Außenstelle im Flecken, die Ausgabe findet im Regenbogenhaus immer montags zwischen 13 und 14 Uhr statt. „Das so viele Lebensmittel einfach weggeschmissen werden, ist eine Sünde – entschuldigen Sie, Herr Pastor“, sagt Bürgermeister Otmar Pfeifenbring mit Blick auf Jens-Arne Edelmann. Der Gieboldehäuser Seelsorger nickt zustimmend. Den Mangel auf der einen und Überfluss auf der anderen Seite würde er ebenso klassifizieren. „Einfach super, dass das hier alles so gut klappt mit den Helfern. Und das so kurzfristig“, lobt Pastor Edelmann.

Idee der Außenstelle

Angeregt hatte die Tafel-Außenstelle Norbert Plothe, der Bedarf hatte, sich die weite Fahrt bis zur nächsten Lebensmittelausgabe aber nicht leisten konnte. Vor fünf Wochen wurde die Idee der Außenstelle deswegen von ihm an den Gemeinderat herangetragen. Dieser stimmte sofort zu und übertrug die organisatorische Verantwortung Theodor Sommer. Sommer, Mitglied des Gemeinderats und des Senioren-Helferkreises, besorgte zunächst den Raum im Regenbogenhaus. „Pastor Edelmann und der Kirchenvorstand haben uns die Räumlichkeiten schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt – zunächst erstmal für drei Monate,“ sagt Sommer. Zusammen mit Plothe konnte Sommer dann einen stattlichen Kreis von 17 ehrenamtlichen Helfern zusammenstellen, die sich am vergangenen Dienstag auf der Gründungsversammlung vorstellten.

Bedarf bis zu dreißig Kisten

Norbert Plothe wurde vom Initiator zum Projektleiter der neuen Außenstelle und ist gleichzeitig Empfänger der Lebensmittelkisten. Mit den Helfern organisiert er nun die wöchentliche Verteilung. Für die ersten Ausgabe waren neun Bestellungen eingegangen. Die Organisatoren rechnen mit einem Bedarf bis zu dreißig Kisten, sobald sich die Ausgabe herumgesprochen hat.

Um eine Kiste zu erhalten,  legen Berechtigte eine Bescheinigung vom Sozialamt vor und bezahlen drei Euro. In der Folgewoche kann dann bereits die erste Kiste abgeholt werden. „Auch auf Bedürfnisse von Vegetariern oder Muslimen können wir eingehen“, sagt  Projektleiterin Helga Bär.

Alle Infos bei Norbert Plothe unter Telefon 01 52 / 52 72 51 54.

Von Nina Winter