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Duderstadt Zweite Auflage bietet 266 Gotteshäuser
Die Region Duderstadt Zweite Auflage bietet 266 Gotteshäuser
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18:58 26.08.2011
Von Ulrich Lottmann
Kirchenführer: Keppler (l.) und Mecke sichten die Druckbögen. Quelle: CHE
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Duderstadt

Die jetzige Ausgabe sei verlagstechnisch als zweite Auflage zu bezeichnen, erklärt Lektor und Mitautor Josef Keppler. Um das neue Werk zu beschreiben „hätte man aber ein paar Superlative bringen müssen“, macht er klar. Komplett überarbeitet und deutlich erweitert sei „Die Kirchen im Eichsfeld“ eigentlich ein neues Buch, so Verleger Helmut Mecke: „Es gibt nichts, was nicht verändert wurde.“

Eine Reihe von Kirchen wurden neu in das Werk aufgenommen, 253 waren es bei der Ausgabe von 2005. Neben allen katholischen und evangelischen Gotteshäusern der Region sind jetzt etliche Burg- und Schlosskapellen mit aufgenommen. Darunter ist auch eine neue Kapelle auf Burg Scharfenstein. sie wird im Herbst geweiht auf den Namen St. Benedikt“, erläutert Keppler. Der Besuch Papst Benedikts XVI. ist ein Anlass, die zweite Auflage jetzt zu veröffentlichen.

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Neu ist auch eine stärkere Gewichtung des Untereichsfelds, so Helmut Bömeke, Vorsitzender des Heimatvereins Goldene Mark, gemeinsam mit dem Verein für Eichsfeldische Heimatkunde Herausgeber des Buches. Die in der Erstauflage knapp gehaltenen Beschreibungen der untereichsfeldischen Kirchen seien erweitert, einige Kapellen neu aufgenommen worden: „Erstmals ist die Marienkapelle, die so genannte Lindenbergkapelle in Gerblingerode drin.“ Hinzu gekommen sei auch die Hessenberg-Klus bei Bilshausen. Zudem habe es auch neue Erkenntnisse gegeben. So sei bei den Recherchen herausgekommen, dass die Kapelle im Duderstädter Haus St. Georg nicht diesem Heiligen gewidmet ist. „Sie wurde bereist 1908 benediziert auf den Patron St. Joseph. Und auch nach dem Umbau 1966 wieder auf diesen Namen geweiht“, erklärt Bömeke.

Von den 640 Bildern im Buch seien 180 neu hinzugekommen, so Mecke. „Wir haben hunderte Künstler mehr drin. Zudem ist das Kapitel ,Geschichte der Kirchen im Eichsfeld‘ hinzu gekommen“, macht Keppler die qualitative Aufwertung des Kirchen- und Kunstführers deutlich. Neben den Kirchengebäuden selbst sind im Buch die sichtbaren Kunstwerke beschrieben.

Trotz dieses Qualitätsanspruchs richtet sich das Buch an ein breiteres Publikum, an interessierte Eichsfelder und Besucher der Region. „Es ist bewusst in einem Rahmen gehalten, dass es in eine Tasche passt und mitgenommen werden kann“, so Mecke. Bömeke ergänzt: „Es passt ins Handschuhfach des Autos und ist kein Kunstband“. Etwas besonderes sei das Buch. „Ich kenne aus keiner anderen Region einen solchen Kirchenführer“, sagt der umtriebige Vorsitzende des Heimatvereins Goldene Mark. Auch Keppler beschreibt das Werk als „einzigartig“. Sein Zustandekommen sei nur durch die Zusammenarbeit der beteiligten Autoren möglich gewesen. Verleger Mecke wertet das Buch als „eines der Highlights meiner Laufbahn“. 5000 Exemplare gab es von der ersten, schnell vergriffenen Auflage. Wie hoch ist die Auflage diesmal? Eine genaue Zahl will Mecke nicht nennen, denn während die Erstausgabe zum Teil mit Fördermitteln finanziert wurde, trägt er diesmal allein das wirtschaftliche Risiko. Die Auflage sei aber höher als 2005, verspricht der Verleger.

Öffentlich vorgestellt wird das Buch am Montag, 29. August, in der St.-Antonius-Kirche in Worbis. Bei der Präsentation werden alle Autoren und Vertreter der herausgebenden Heimatvereine dabei sein. Beginn ist um 18.30 Uhr. Erhältlich ist das Werk in allen Buchhandlungen des Eichsfelds. Der Mecke-Verlag bietet das Buch zudem als E-Book im Internet an.

Die Kirchen im Eichsfeld, Rolf Günther Lucke, Josef Keppler, Manfred Kahlmeyer, Maria Kapp, David Bleckmann, Monika Tontsch, Ulfrid Müller, Manfred Kahlmeyer (†), Helmut Godehardt, und Torsten W. Müller, Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2011, ISBN 978-3-936617-92-4, Subskriptionspreis 16,95 Euro bis 31. Dezember, danach 19,95 Euro. Als E-Book (ISBN 978-3-86944-044-6) kostet es 15,95 Euro, www.meckedruck.de/buch632.