Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Zwölf Fotos eines Motivs aus zwölf Monaten
Die Region Duderstadt Zwölf Fotos eines Motivs aus zwölf Monaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:54 30.12.2012
Von Ulrich Lottmann
13. Februar: Rosenmontag ist erst eine Woche später, und auch sonst ist es ruhig im winterlichen Park.
13. Februar: Rosenmontag ist erst eine Woche später, und auch sonst ist es ruhig im winterlichen Park. Quelle: Blank
Anzeige

Um das einzuordnen, Veränderung aber auch Beständigkeit zu dokumentieren, Vergängliches und Wiederkehrendes aufzuzeigen, der Schnelllebigkeit die Konsequenz entgegen zu setzen, sollen die Bilder entstehen.

Die Idee umgesetzt hat die Duderstädter Fotografin Iris Blank. Sie suchte das Motiv aus, das für sich schon beide Elemente – die Veränderung der Pflanzen im Jahreszyklus und die Beständigkeit der Jahrhunderte alten Duderstädter Stadtsilhouette – enthält. Sie suchte konsequent an jeweils einem Montag im Monat, bei Wind und Wetter, immer um 10 Uhr den selben Punkt auf, wählte den gleichen Bildausschnitt, hielt zwölf Mal einzigartige Momente fest.

Ein Motiv in zwölf Bildern festhalten, fotografiert jeweils in einem Monat des Jahres im Duderstädter Stadtpark.

Entstanden ist eine Bilderfolge, die als Gesamtkunstwerk beeindruckt, seine Reize aber auch im Detail offenbart. Was faktisch unverändert ist, hat jeweils eine besondere Wirkung. Farben, Licht und Schatten, Kontraste bringen Leben in die Bilder. Wenn dann noch Pflanzen wachsen, blühen und verwelken, Menschen und Tiere die Szenerie bevölkern wird aus scheinbar Eintönigem eine facettenreiche Vielfalt.

Eine Nachricht, die sonst das tägliche Geschäft im Zeitungsjournalismus ist, gibt es auf den ersten Blick nicht. Spektakuläres und Plakatives hat die Bilderfolge bei oberflächlicher Betrachtung nicht zu bieten. Allerdings – bei genauem Hinsehen offenbart sich der Tod eines Baums, die Flucht einer Katze, die Suche einer Schulklasse, manches auch mehrfach. Welche Nachricht dahinter steckt, wie spektakulär die Entdeckungen auf den Bildern sind, liegt im Auge und Empfinden des Betrachters.