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Duderstadt Neuer „Schutzengel“-Film in Duderstadt
Die Region Duderstadt Neuer „Schutzengel“-Film in Duderstadt
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15:34 02.09.2018
Dreharbeiten für den neuen „Schutzengel“-Film in Duderstadt. Die Thematik "Handy am Steuer" wird der neue Film aufnehmen. Quelle: Soeren Kracht
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Duderstadt

Das Thema „Handy am Steuer“ steht beim neuen „Schutzengel“-Film im Mittelpunkt. Die Dreharbeiten dazu haben am Sonnabend in Duderstadt begonnen.

Die Polizei Duderstadt ist mit ihrer Präventionsarbeit, insbesondere mit dem Projekt „Schutzengel“ sehr erfolgreich. Vor einigen Jahren lag der Schwerpunkt noch darauf, Jugendliche davon abzuhalten, sich mit Alkohol und Drogen ans Steuer zu setzen, berichtet Polizeihauptkommissar Dierk Falkenhagen, Projektkoordinator und Ansprechpartner im Verein Schutzengel Duderstadt. Der erste „Schutzengel“-Film zu diesem Thema habe bewirkt, dass die Zahlen schwerer Unfälle im Eichsfeld in Folge von Alkohol und Drogen deutlich zurückgegangen seien.

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Präventionsprojekt von Polizei und Schutzengel-Verein Duderstadt sowie Duderstadt 2020

Nun also ist der zweite „Schutzengel“-Film in Vorbereitung. Der Schwerpunkt der Unfallursachen habe sich inzwischen verlagert, sagt Falkenhagen. Heute werde durch den Vormarsch des Smartphones als Hauptursache für Unfälle bei Fahranfängern die Ablenkung durch das Handy am Steuer eingestuft. Dieser Thematik widmet sich der neue Film. Diesmal sollen aber auch nicht nur Fahranfänger im Fokus der „Schutzengel“ stehen, sondern auch der Opa oder die Tante.

Lebensnahe Beispiele

Wie schon der erste Kurzfilm soll auch der zweite lebensnahe Beispiele liefern, was schlimmstenfalls passieren kann – diesmal wenn der Fahrer sich durch den Blick aufs Smartphone ablenken lässt. „Es wird kein Schockvideo werden“, betonen die Projektverantwortlichen, zu denen unter anderem auch Susanne Bednorz von Duderstadt 2020 zählt. Der Film soll die Jugendlichen nachdenklich machen, erläutert Regisseur Wolfgang Blöhm von Imagofilm.

Mitte August waren beim Casting Kinder und Jugendliche als Komparsen und Schauspieler ausgewählt worden, erläutert Bednorz. Blöhm und sein Team haben zusammen mit den Akteuren – elf Jugendliche, vier Erwachsene, drei Kinder und ein Hund – und Helfern am Sonnabend an verschiedenen Orten im Stadtgebiet die ersten Szenen gedreht. Dazu waren eigens einige Straßen gesperrt worden. Weitere Dreharbeiten sind für den 9. September geplant.

Wichtiges Projekt

Inspiriert vom ersten „Schutzengel“-Film hat sich Amelie Wagner entschlossen, beim Folgefilm mitzumachen. Sie ist eine der vier Hauptdarstellerinnen, die in den verschiedenen Szenen als „Schutzengel“ aktiv werden. „Ich finde das Projekt sehr wichtig“, sagt „Schutzengel“-Darstellerin Johanna Schenke und berichtet, dass sie selbst schon Situationen erlebt habe,in denen der Fahrer zum Handy gegriffen habe. „Das ist nicht in Ordnung“, betont sie, vor allem wenn es sich dabei um Erwachsene handle, die Vorbildfunktion haben sollten.

Zum einen stehe sie hinter dem Konzept und der Message des neuen „Schutzengel“-Films, erzählt Darstellerin Michelle Feike, zum anderen wirke sie mit, weil sie sich für Schauspielerei interessiere, ergänzt sie. Dass bei dem „Schutzengel“-Film nicht die Erwachsenen sagen „tu dies nicht und lass das“, sondern dass es von Jugendlichen für Jugendliche komme, lobt Greta Ernst an dem Projekt. Sie ist die vierte Hauptdarstellerin des neuen „Schutzengel“-Films.

Mit bei den Dreharbeiten dabei waren am Sonnabend auch BBS-Fachoberschüler Tizian Meysing und Elftklässler Finn Heddinga. Beide haben den ersten „Schutzengel“-Film gesehen und wollten beim zweiten mitwirken. Wie wichtig es sein kann, zum Beispiel den Kumpel davon abzuhalten, während der Fahrt zum Handy zu greifen, beschreibt Meysing: „Ich habe selbst eine kleine Schwester. Wenn sie vom Hof auf die Straße läuft und dann gerade jemand vorbeifährt, der aufs Handy schaut...“, lässt er den Satz unvollendet. Abgesehen davon, dass er das Projekt gut finde, sieht Hedddinga bei den Dreharbeiten eine gute Chance, Erfahrungen zu sammeln, denn er wolle Schauspieler werden.

Von Britta Eichner-Ramm

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