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Friedland 14 Bilder in Friedländer St. Norbert-Kirche restauriert
Die Region Friedland 14 Bilder in Friedländer St. Norbert-Kirche restauriert
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00:28 08.03.2018
Werner Freiberg, Kirchenvorstand, spricht über die restaurierten Bilder. Quelle: heller_p
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Friedland

Die 14 Bilder des Kreuzwegs in der katholischen Kirche St. Norbert in Friedland sind im vergangenen Jahr umfangreich saniert worden. Am Freitag, 9. März, werden sie in einem Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt.

Entstanden sind die Bilder, die die verschiedenen Stationen zeigen, 1962. Hergestellt hat sie die Künstlerin Christa Adrian aus Bad Godesberg. Die St.-Norbert-Kirche wurde in den 1950er-Jahren als Heimkehrerkirche im Grenzdurchgangslager Friedland gebaut. Sie gehört zur Kirchengemeinde Maria Frieden in Göttingen. Nach Angaben von Kirchenvorstandsmitglied Werner Freiberg sollen die gesamten Kunstobjekte aus den 1950er und 1960er-Jahren in Absprache mit dem Kurator des Museums Friedland Joachim Baur erhalten bleiben.

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Kreuzweg in der St.-Norbert-Kirche

Die Kreuzwegsbilder Adrians seien 1970 bei Umbauarbeiten an der Kirche durch eine nicht fachgerechte Reinigung beschädigt worden. „Dadurch ist der Hintergrund teilweise hell geworden, sodass die Details, die die Werke eigentlich ausmachen, nicht mehr richtig erkennbar waren“, erklärte Freiberg. Adrian hat ihre Werke auf einem metallischen Untergrund gefertigt, zu denen sie die passenden Farbe herausgesucht habe, um insbesondere die wichtigen Stellen hervorzuheben. Dies seien vor allem die Gesichter und die Gliedmaßen, die sich in Bewegung befinden. „Durch den Untergrund und die verwendeten Farben sehen die Bilder je nach Lichtreflexion anders aus“, sagte Freiberg.

Die Restaurationsarbeiten hat Beate Skasa-Lindemeir übernommen. Erfolgt sind sie in Absprache mit Monika Tontsch vom Referat kirchliche Denkmalpflege des Bistums Hildesheim. „Die Restauratorin hat zunächst naturwissenschaftliche Voruntersuchungen gemacht, um herauszufinden, welche Farben und Bindemittel von der Künstlerin verwendet wurden“, sagte das Kirchenvorstandsmitglied. Diese Arbeiten seien aufwendig gewesen.

Um die Bilder restaurieren zu können, mussten diese in der Kirche abgenommen und nach Wolfenbüttel transportiert werden. „In Wolfenbüttel sind die Kunstwerke ebenfalls gereinigt worden, allerdings diesmal fachgerecht“, sagte Freiberg. Mit dem Ergebnis sei der Kirchenvorstand zufrieden. Die Kosten für die Restaurierung betragen rund 35000 Euro. Diesen werden mit 30000 Euro aus einer Erbschaft, die die Kirchengemeinde für die Kirche St. Norbert erhalten hat, sowie mit jeweils 2500 Euro vom Bistum Hildesheim und dem Verband katholischer Kirchen finanziert.

Während des Gottesdienstes, den Pfarrer Georg Vetter und Pater Tomasz Salapata gestaltet wird, soll der Kreuzweg neu gesegnet werden. „Wir wollen den Gläubigen zeigen, wie unser Leben mit dem Kreuzweg Jesus verbunden ist“, sagte Vetter. Außerdem seien die Kunstwerke auch eine Predigt für sich. Bereits am Montag erklärte Vetter den Kindern des katholischen Kindergartens St. Norbert die Geschichte des Kreuzweges.

„Die 15. Station des Kreuzweges wäre dann die Auferstehung“, wandte er sich an die Jungen und Mädchen. Der Gottesdienst zur Segnung der restaurierten Kreuzwegbilder beginnt um 18 Uhr in der St.-Norbert-Kirche, St. Norbert-Platz 2. Im Anschluss daran haben die Besucher zudem die Gelegenheit, das Kunstwerk Adrians „Auf dem Weg zur Arche“ im St. Ansgarhaus zu besichtigen. Dies wurde 2016 ebenfalls von Skasa-Lindemeir restauriert. ve

Von Vera Wölk

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