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Friedland 185 Schüler bei Robotik-Wettbewerb in Groß Schneen
Die Region Friedland 185 Schüler bei Robotik-Wettbewerb in Groß Schneen
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19:41 03.04.2019
Das Programmieren von Robotern stand beim Robotik-Wettbewerb in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen im Mittelpunkt. Quelle: Christina Hinzmann
Groß Schneen

Das Programmieren von Robotern stand beim Robotik-Wettbewerb in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen im Mittelpunkt. Die Schüler führten ihre Roboter vor und lernten die digitale Welt bei Workshops spielerisch kennen.

Im großen Übungsraum des Wettbewerbs tummeln sich dutzende Schüler um ihre kleinen Lego-Roboter, die auf weißen „Spielfeldern“ einer schwarzen Linie folgen sollen. Ein Roboter ruckelt vor und zurück, als könne er sich nicht entscheiden, wohin er fahren will – dann prescht er vor und kriegt gerade noch so die Kurve, um nicht über den Spielfeldrand zu schießen.

185 Schüler nahmen am siebten Robotik-Wettbewerb in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule teil. Bei dem Wettbewerb, den jedes Jahr eine andere Schule organisiert, treffen sich Schüler aus Göttingen und Umgebung, um ihre selbst programmierten Roboter unter Beweis zu stellen.

Drei Wettbewerbskategorien

Der Wettbewerb besteht aus drei Teilen: einem Grundschulwettbewerb, einem Kreativwettbewerb und einem Hauptwettbewerb. Bei jedem Wettbewerb müssen die Teilnehmer, die schon Grundkenntnisse im Programmieren von Robotern mitbringen sollten, einen Roboter für eine bestimmte Aufgabe vorbereiten. Beim Hauptwettbewerb sollten Schüler aus der fünften und sechsten Klasse ihrem Roboter beibringen, einer schwarzen Linie zu folgen und in eine Parklücke einzuparken. Das Team „HGLegorob1“ mit Jakob Hammersen und Jannis Fritsche vom Hainberg-Gymnasium Göttingen gewann den Hauptwettbewerb.

Schulkinder der ersten bis vierten Klasse sollten dieses Jahr beim Grundschulwettbewerb zum Thema „Kisten wegräumen“ einen Roboter programmieren, der möglichst schnell drei leere Kisten an das Ende des Spielfelds räumt. Den ersten Platz machte dabei das Team „Power Girls“ mit Martha Handritzke und Britt-Mari Rauch vom Duderstädter Robotik-Team.

Workshop für Grundschülerinnnen

In einem Nebenraum abseits des Wettbewerbs sitzen 20 Mädchen, über die Tische gebeugt, und tüfteln an ihrem Roboter. Manche der Zweier-Teams haben ihren Roboter schon zusammengebaut, ihm erste Befehle beigebracht und lassen ihn im Klassenzimmer umherfahren. Die Mädchen, die alle noch in die Grundschule gehen, sind Teilnehmerinnen eines Workshops nur für sie. Um auch in den kommenden Jahren Mädchenteams für den Wettbewerb zu begeistern, organisierte das Industrieunternehmen Novelis vom Standort Göttingen, zusammen mit Trainern des Magdeburger Unternehmens Fimas von Qfin, nämlich einen Workshop nur für Grundschülerinnen. Der Workshop sollte das frühe Interesse an Technik speziell bei Mädchen fördern. „Je früher man Kinder dafür begeistert, desto besser ist ihr Zugang zu Technik“, sagt Anke Höbelmann von Novelis. Der Workshop für Mädchen soll dabei auch den Übergang auf die weiterführende Schule unterstützen und mehr Mädchen dazu motivieren, bei Roboter-AGs mitzumachen. „Der Anteil von Mädchen in Roboter-AGs auf weiterführenden Schulen ist schon deutlich besser geworden“, sagt Höbelmann.

Roboter als Putzkraft und Küchenhilfe

Auch das Medienzentrum Osterode richtete verschiedene Workshops aus. Erstklässler konnten mit dem „Ozobot“ experimentieren, der über Farbsensoren verfügt und damit Linien folgen kann. Im Workshop rund um die Platine „Calliope“ konnten Drittklässler Programme selber schreiben und anschließend auf die Platine laden.

Der Kreativwettbewerb richtete sich an Schüler aller Jahrgangsstufen. Teams, bestehend aus ein bis vier Teilnehmern, sollten sich dieses Jahr einen Dienstleistungsroboter überlegen. Heraus kamen dabei beispielsweise eine Küchenhilfe, die eine Banane in mundgerechte Stücke schnitt, oder ein Putzroboter, der mit einer Gießkanne erst den Boden nass macht und dann wischt. „Die Idee und die Kreativität selbst wird honoriert“, sagt Vespermann. Den Kreativwettbewerb gewann dieses Jahr das Team „CFGS-Team 4“ mit Florian Sieber, Hannes Jäger und Finn Walorczyk von der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Groß Schneen.

Von Lisa Marie Bohlander

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