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Friedland Urteil zum Rachemord rechtskräftig
Die Region Friedland Urteil zum Rachemord rechtskräftig
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00:16 01.08.2016
Von Jürgen Gückel
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Reiffenhausen/Göttingen/Leipzig

Der 29-Jährige hatte nach den Feststellungen der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Göttingen Anfang Februar 2015 den 27 Jahre alten Bruder seiner Lebensgefährtin erschossen. Im Schleierbachtal bei Reiffenhausen hatte er den jungen Mann mit vorausgegangenen Nachrichten in einem sozialen Netzwerk in einen Hinterhalt gelockt. Statt eines Rendevous mit einem Mädchen erwartete Daniel S. der Tod.

Den Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen bewertete das Gericht als Racheakt. Der Verurteilte habe sich rächen wollen am Bruder seiner Freundin, weil der ihn wegen verschiedener Diebstähle, unter anderem einer Waffe aus dem Schützenhaus Reiffenhausen, bei der Polizei angezeigt hatte. Das Gericht war "ohne jeden Zweifel" daran geblieben, dass der inzwischen 29-Jährige sein arg- und wehrloses Opfer am 2. Februar um 19.09 Uhr mit sechs bis sieben Schüssen getötet hat. Danach, so ergaben die Auswertungen seines Handys, feierte er die Tat mit dem Rap-Song "Nine Shots" von Gangsta-Rapper "50 Cent". Darin wird ein Mord aus Rache verherrlicht.

In dem Prozess waren allerdings einige Fragen offen geblieben. Die Tatwaffe wurde nie gefunden. Der Angeklagte hatte zudem eine wilde Geschichte von einem Unbekannten erzählt, der ihn angeblich dazu angeleitet habe, die Nachrichten zu schreiben. Die Tat will er selbst nicht verübt haben. Sein Verteidiger hatte Freispruch beantragt und nach dem Schuldspruch einen Revisionsantrag gestellt. Der BGH hat diesen verworfen. Die Entscheidung vom 19. Juli wurde bisher noch nicht veröffentlicht, jedoch dem Landgericht Göttingen inzwischen mitgeteilt.

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