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Friedland Ballenhausen runderneuert
Die Region Friedland Ballenhausen runderneuert
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13:09 18.07.2018
Der neugestaltete Kirchvorplatz soll wieder zum Treffpunkt werden. Quelle: hein
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Ballenhausen

Am westlichen Ortseingang riecht es noch nach frischem Asphalt: Die Heerstraße, die Ortsdurchfahrt, hat eine neue Fahrbahndecke und zum Teil gepflasterte Bürgersteige bekommen. Ebenso die ziemlich steile Johannisstraße, die zur Kirche in der Ortsmitte führt. Die hat außerdem parallel zur schmalen Fahrbahn eine Aufgangstreppe erhalten.

Sandsteinmauern neu gesetzt

Mit gut 30 Teilnehmern startete die Besichtigungsgruppe ihren Rundgang. Die Sanierung der Heerstraße, erklärte Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD), sollte auch die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. Es sei sehr hilfreich gewesen, dass Anrainer kleinere Flächen abgegeben hätten, wodurch eine Fußwegverbreiterung möglich wurde. Der Verwaltung des Landkreises Göttingen sprach Friedrichs Dank aus, weil dieser im Zuge der Straßensanierung die markanten, aber ziemlich schiefen Sandsteinmauern neu hatte setzen lassen.

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Außerdem wurde der Platz um die Kirche aufgehübscht und neu gepflastert. Entstanden ist dort am Johanniskirchhof eine offene und helle (aber zurzeit noch ziemlich kahle) Freifläche, die sich, wenn begrünt, als Dorftreffpunkt geradezu aufdrängt. Friedrichs: „Der Platz hat ganz erheblich gewonnen.“

Kirche frisch saniert

Dazu passt, dass die Kirche selbst nach zehn Jahren Arbeit frisch saniert und in neuem Glanz dasteht. Unter anderem musste die nördliche Hälfte des Dachstuhls totalsaniert werden. Alles in allem hat das eine halbe Million Euro gekostet. Vor der Sanierung von Platz und Kirche, sagt ein Anwohner, sei der Kirchplatz ziemlich düster und unübersichtlich gewesen: „Kein Platz, an dem man des Nachts gerne unterwegs war.“

Um die 300000 Euro haben die verschiedenen Maßnahmen gekostet, erklärt die Friedländer Gemeindeverwaltung. Etwa 70 Prozent davon, erläutert Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD), werden gefördert. Zuschussgeber ist das niedersächsische Amt für regionale Landesentwicklung.

Autos schneller als vorher

Doch kritische Worte gab es auch. „Die Leute in der Heerstraße rasen schlimmer als vorher“, meinte eine Anwohnerin. Gemeindebürgermeister Friedrichs entgegnete, in Voraussicht dessen seien ein Tempo-30-Schild und ein Hinweis auf Fußgänger ausgestellt worden. Jörg Wieland empfahl, in der Ortsdurchfahrt öfter mal die Geschwindigkeiten zu messen. Er werde diesen Wunsch „gerne weiterleiten“, sagte Friedrichs. In jedem Fall aber könnten die Anwohner auffällige Autofahrer auf ihr Fehlverhalten hinweisen.

Insgesamt, sagt Bettina Bruder von der Gemeinde Friedland, habe „das Ortsbild enorm gewonnen, und die Fußgänger erfreuen sich einer sicheren Verbindung im Ortskern. Diese umfangreiche Maßnahme konnte nur umgesetzt werden, weil alle Beteiligten - Landkreis Göttingen, Kirchenvorstand und/ Kirchenkreisamt, die Gemeinde Friedland, das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, private Grundstückseigentümer, Planungsbüros und Baufirmen - zielorientiert Hand in Hand gearbeitet haben.

Mit Ballenhausen hat der überwiegende Teil der Friedländer Ortschaften die Dorferneuerung mittlerweile durchlaufen. Doch nicht alle: Stockhausen beispielsweise fehlt noch.

Von Matthias Heinzel

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