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Friedland Behelfsausfahrten, Parkplätze und schnelles Internet
Die Region Friedland Behelfsausfahrten, Parkplätze und schnelles Internet
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14:30 17.05.2019
Jede der beiden Röhren des Heidkopftunnels soll für acht Wochen gesperrt werden. Quelle: Christina Hinzmann
Ballenhausen

Vertreter des Geschäftsbereichs Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehrs waren für einen Bericht zur Sperrung des Heidkopftunnels an der A 38 zur Ratssitzung gekommen. Die Fahrbahnen in den Tunnelröhren müssen instand gesetzt werden. Dafür muss jede Röhre für acht Wochen gesperrt werden. Um die Situation vor allem für die umliegenden Dörfer zu entspannen, sollen Behelfsausfahrten im Bereich Niedergandern, Reckershausen und Reiffenhausen gebaut werden. Ein Plan, der vor allem die Bürger aus Reckershausen und Niedergandern auf den Plan rief. Denn sie hatten schon vor zehn Jahren Ausfahrten an dieser Stelle gefordert, später noch einmal mit einer Resolution.

In beiden Richtungen durch eine Röhre

Dauerhaft allerdings sollen die Ausfahrten nicht geöffnet bleiben. Das gebe die Gesetzeslage nicht her, erläuterte Johann Schustek. Zunächst seien sie auf fünf Jahre ausgelegt und würden bei gesperrtem Tunnel freigegeben, nach Wiederöffnung der Röhren wieder geschlossen.

Eine Machbarkeitsstudie läuft allerdings derzeit, die die Situation weitgehend entspannen könnte, sagte Schustek. Geprüft wird, ob der Verkehr in beide Richtungen durch eine Röhre geführt werden können. Eine zweite Variante könnte eine Ampelanlage sein, der den Verkehr bei einer geschlossenen Tunnelröhre reguliere.

Schnelleres Internet

Zudem stand der Bericht der Telekom auf der Tagesordnung. Von Rosdorf ausgehend über Klein Schneen und Friedland weiter zu den Dörfern soll die Internetanbindung verbessert werden. Voranging Ortschaften, die bislang unterversorgt waren, sollen mit schnellem Internet versorgt werden. Im Jahr 2020 soll diese Etappe abgeschlossen sein. 900 Kilometer Glasfaserkabel müssen dabei verlegt werden. In einer weiteren Ausbauphase sollen dann auch Ludolfshausen, Lichtenhagen, Mollenfelde und Deiderode mit schnellem Internet ausgerüstet werden. Ungeklärt ist laut Schustek allerdings die Frage, ob die Telekom in diesem Zeitrahmen Fachfirmen für die Arbeiten findet.

Emotional geführt wurde schließlich die Debatte um die Parkplatzsituation um das Restaurant Biewald, das um einen Hoteltrakt erweitert wird. Der Gastronom muss 34 Parkplätze zusätzlich zu den Parkmöglichkeiten auf seinem Grundstück nachweisen. Dafür muss er laut Gesetz eine zweckgebundene Ablöse an die Gemeinde zahlen, die laut Schustek für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in dem Bereich um Hotel und Gaststätte eingesetzt werden. Die Anwohner zeigten sich damit allerdings nicht zufrieden. Sie befürchten eine Belästigung durch den zusätzlichen Verkehr.

Von Peter Krüger-Lenz

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