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Friedland Gericht verurteilt zwei weitere mutmaßliche Bankräuber zu Jugendstrafen
Die Region Friedland Gericht verurteilt zwei weitere mutmaßliche Bankräuber zu Jugendstrafen
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19:16 30.07.2019
Urteil: 18-Jähriger erhielt eine Jugendstrafe von eineinhalb Jahren, 19-Jähriger eine Jugendstrafe von acht Monaten. Beide Strafen wurden jeweils zur Bewährung ausgesetzt.
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Friedland

Anfang Juli hatte das Amtsgericht bereits einen 19-Jährigen aus Göttingen zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendstrafe wegen zwei Banküberfällen verurteilt. Dieser hatte zunächst im Oktober 2018 eine Bankfiliale im Göttinger Kreishaus und vier Monate später die Sparkasse in Friedland überfallen. Während er den ersten Überfall allein verübt hatte, waren an dem zweiten Überfall auch die jetzt angeklagten 18 und 19 Jahre alten Heranwachsenden beteiligt gewesen. Das Gericht befand sie der schweren räuberischen Erpressung für schuldig. Der 18-Jährige erhielt dafür eine Jugendstrafe von eineinhalb Jahren, der 19-Jährige eine Jugendstrafe von acht Monaten. Beide Strafen wurden jeweils zur Bewährung ausgesetzt.

Die beiden Angeklagten hatten in dem Prozess die Tat gestanden und Reue bekundet. Demnach waren sie Mitte Februar bei einem gemeinsamen Treffen auf die Idee gekommen, den Überfall zu begehen. Er habe akute finanzielle Probleme gehabt und keinen anderen Ausweg gesehen, um schnell an Geld zu kommen, sagte der 18-Jährige. Der 19-Jährige hatte nach eigenen Angaben eigentlich keine Geldprobleme. Er wisse selbst nicht so genau, warum er mitgemacht habe, sagte er. Er habe zu der Zeit nichts zu tun und dementsprechend Zeit gehabt „Es war interessant irgendwie.“

Laut Anklage hatte der bereits verurteilte 19-Jährige sich für den Überfall eine echt aussehende Softair-Pistole besorgt, während der 18-Jährige ein Küchenmesser mit einer 15 Zentimeter langen Klinge mitnahm. Der nun mitangeklagte 19-Jährige übernahm den Fahrdienst: Er fuhr die beiden „mit dem Golf von meinem Opa“ (was dieser, als das herauskam, „nicht so gut“ fand) zu der Sparkassenfiliale und postierte sich dann in der Nähe. Seine beiden Kumpel gingen derweil mit einem Halstuch maskiert in die Sparkassenfiliale, bedrohten die beiden anwesenden Mitarbeiter mit der Pistole und dem Messer und forderten sie auf, den Tresor zu öffnen. Nachdem sie den Tresorinhalt von 2300 Euro eingesackt hatten, flohen sie zu dem Pkw und fuhren zu dritt nach Göttingen. Der 18-Jährige erhielt von der Beute 1000 Euro, der 19-jährige Fahrer einen Anteil von 230 Euro.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte lediglich im Fall des 18-Jährigen eine etwas höhere Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten gefordert. Dessen Verteidiger plädierte dagegen auf eine deutlich niedrigere Jugendstrafe. Sein Mandant sei in die Tat „hineingestolpert“, eigentlich sei ihm die Tat „wesensfremd“. Der Verteidiger des 18-Jährigen hielt die geforderten acht Monate Jugendstrafe für seinen Mandanten dagegen für angemessen. Sein Mandant verzichte auf Rechtsmittel gegen das Urteil, erklärte er.

Von Heidi Niemann

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