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Friedland Handweberei eröffnet am 1. Dezember
Die Region Friedland Handweberei eröffnet am 1. Dezember
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18:05 26.11.2018
Die Tradition der Handweberei geht in Besenhausen weiter. Das Konzept ist wirtschaftlich neu aufgestellt mit Martina Fenner-Fellmann (3.v.l.) und Kerstin Bermond (2.v.l.) als künftige Betreiberinnen. Galina Schäfer (1.v.l.) ist als Gesellin angestellt.
Die Tradition der Handweberei geht in Besenhausen weiter. Das Konzept ist wirtschaftlich neu aufgestellt mit Martina Fenner-Fellmann (3.v.l.) und Kerstin Bermond (2.v.l.) als künftige Betreiberinnen. Galina Schäfer (1.v.l.) ist als Gesellin angestellt. Quelle: Hinzmann /
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Besenhausen

In Besenhausen wird weitergewebt. Nachdem vor etwa einem halben Jahr die Handweberei Rosenwinkel geschlossen hat, eröffnet in den unteren Räumen am 1. Dezember „Die Handweberei“.

Die beiden ehemaligen Mitarbeiterinnen der Handweberei Rosenwinkel Kerstin Bermond und Martina Fenner-Fellmann sind die Gründerinnen „Der Handweberei“. Gleichzeitig schaffen die beiden einen Arbeitsplatz für die Webergesellin Galina Schäfer, die ebenfalls vorher im Rosenwinkel tätig war. „Auch wenn wir Angestellte in der Handweberei Rosenwinkel waren, hat der Verein mit unserer Neugründung nichts zu tun“, erklärt Fenner-Fellmann. So erhalte die neue Handweberei, die als GbR gegründet wurde, keine öffentlichen Gelder und habe auch keine soziale Ausrichtung. „Wir sind als Handwerksbetrieb bei der Weberinnung Nord eingetragen“, sagt Fenner-Fellmann. Für den Anfang haben die drei Weberinnen entschieden, nur noch ein Produkt, eine Wolldecke, herzustellen. Die Idee, den Handwebereibetrieb in Besenhausen wieder aufzunehmen, sei erst nach der Abwicklung der Handweberei Rosenwinkel aufgekommen. „Wir kommen gut miteinander aus. Und in unserem Beruf ist es zudem schwer, eine neue Arbeit zu finden“, sagt Fenner-Fellmann. Ebenfalls weiter geführt wird das Café. Dies übernimmt als Einzelkämpferin Inge Gräser, die es auch schon für den Rosenwinkel betrieben hat.

Kooperation mit Teppichweberei

Sowohl Gräser als auch den drei Weberinnen ist es aber wichtig, dass auch wenn sie vorher für den Rosenwinkel tätig waren, sie nicht so weitermachen wie bisher. „Wir haben uns ein neues Profil erarbeitet und konzentrieren uns zunächst auf die Vermarktung unserer Wolldecke“, berichtet Fenner-Feldmann. Zum Geschäftsmodell der Frauen gehört auch, dass sie selbst sich zwar zunächst nur auf die Wolldecke konzentrieren, aber durch eine Kooperation mit einer Teppichweberei in Hessen in der Lage sind, ihren Kunden Teppiche anzubieten. „Wir planen außerdem uns auf vier bis fünf ausgewählten Kunsthandwerksmärkten zu präsentieren“, sagt Fenner-Fellmann. Für kommendes Jahr sei zudem die Öffnung eines Zeitladens in Göttingen geplant. „Hierzu wollen wir uns mit mehreren Kunsthandwerkern zusammenschließen“, sagt sie.

Öffnungszeiten von Handweberei und Café

Die Handweberei ist montags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Außerdem öffnet sie auch nach vorheriger Anfrage. Informationen zur Handweberei sind unter www.diehandweberei.de erhältlich. Das Café ist von November bis März von Freitag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Ab April können die Besucher dann auch mittwochs und donnerstags Gräsers selbstgemachten Torten bekommen.

Wirtschaftlich Fuß fassen

Fenner-Fellmann, die Webermeisterin ist, und ihre Mitstreiterinnen hoffen, dass es ihnen gelingt mit „Der Handweberei“ wirtschaftlich Fuß zu fassen. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten im Bereich Geschäftsführung intensiv weitergebildet“, erklärt sie. Gemietet haben sie den unteren Raum auf dem Gut erst einmal für drei Jahre. „Wir hoffen zum einen auf eine gewisse Selbstdynamik, und zum anderen ist es uns wichtig, näher an unseren Kunden zu sein“, sagt Fenner-Fellmann. Für ihre Handweberei nutzen sie nach eigenen Angaben auch die Erfahrungen aus dem Rosenwinkel und wollen realistisch an das Projekt rangehen. „Wir sind voller Hoffnung, was den Betrieb angeht, und gehen zudem mit viel Herzblut an die Sache“, sagt Fenner-Fellmann.

Tradition erhalten

Optimistisch stimme sie aber auch das Wohlwollen, was ihnen ehemalige Kunden der Handweberei Rosenwinkel und die Menschen aus der direkten Umgebung Besenhausens entgegenbringen. „Aber besonders wichtig ist, dass unsere Familien hinter uns stehen und uns unterstützen“, sagt Bermond. Um das Weben an sich und die Handweberei der Öffentlichkeit zu präsentieren, möchten die Weberinnen regelmäßig an Wochenenden sogenannte Schauweben veranstalten. „Wir möchten den Besuchern dabei die Freude, die wir selbst am Weben haben, weitergeben“, sagt Fenner-Fellmann. Dies solle auch dazu beitragen, die Webereitradition auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Von Vera Wölk

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