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Friedland „Wer schreit, hat Unrecht“
Die Region Friedland „Wer schreit, hat Unrecht“
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17:01 31.03.2018
Simone Lange, Oberbürgermeisterin in Flensburg.
Simone Lange, Oberbürgermeisterin in Flensburg. Quelle: dpa
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Friedland

Sie tritt gegen Andrea Nahles an, es geht um den Vorsitz der SPD: Simone Lange, derzeit Oberbürgermeisterin in Flensburg. Am Mittwoch, 4. April, spricht sie in Friedland – der SPD-Ortsverein hat sich bereits für sie ausgesprochen. Um 18 Uhr ist die Thüringerin im Landhotel Groß Schneer Hof, Teichstraße 1-3, in Groß Schneen zu Gast. Warum die 41-Jährige Amtsinhaberin Nahles herausfordert, erklärt sie im Interview:

Sie fordern Andrea Nahles heraus, bewerben sich um den SPD-Parteivorsitz. Mit welchem Ergebnis rechnen Sie?

Ich rechne mir das nicht aus. Ich weiß, dass ich eine Chance habe und diese ergreife ich. Ich möchte aber vor allem der Sozialdemokratie eine neue Chance bieten, nämlich, dass wir es schaffen, tatsächlich neue Wege zu gehen und den Menschen unseres Landes neue und gute Perspektiven zu bieten. So bleiben wie es ist, kann es für die Sozialdemokratie jedenfalls nicht.

Welches sind die drei wichtigsten Punkte, die Sie anders als Nahles machen würden?

Ich werde Themen ansprechen, die angesprochen werden müssen, wie zum Beispiel Hartz-4, Rente und Arbeitspolitik. Ich werde Transparenz schaffen, die Mitglieder der SPD stärker beteiligen und echte Reformen einleiten.

Die SPD ist nicht gerade in Höchstform. Warum wenden sich die Wähler ab?

Weil wir massiv an Glaubwürdigkeit verloren haben. Egal welche Antworten wir in der Sache geben, die Menschen glauben es uns schlichtweg nicht mehr. Das müssen wir ändern.

Ihre Konkurrentin steht für laute, machtvolle Worte und zeigt gerne Mal einen „Vogel”. Womit überzeugen Sie?

Meine Oma hat immer gesagt, wer schreit hat Unrecht. Ich möchte mit Geduld diskutieren, mit guten Argumenten überzeugen und mit Ausdauer einen neuen Politikstil leben.

Was treibt Sie nach Friedland? Kannten Sie den Ort, bevor der Ortsverein Sie eingeladen hatte?

Ich kenne Friedland bislang leider nur aufgrund der Durchreise, wenn ich in meine erste Heimat Thüringen fahre. Ich freue mich sehr, es jetzt kennen zu lernen.

Und Ihr kurzer Kommentar zum Heimatministerium und Seehofers Männerriege?

Ich finde es bezeichnend und beschämend zugleich. Offenbar hat Herr Seehofer Angst vor Frauen. Wir brauchen kein Heimatministerium sondern ein Abrüstungsministerium.

Interview: Britta Bielefeld

Von Britta Bielefeld

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