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Friedland Sophia I. zur Kirschenkönigin gekrönt
Die Region Friedland Sophia I. zur Kirschenkönigin gekrönt
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19:56 14.07.2019
Kirschkönigin Sophia I. und ihre Prinzessinnen. Quelle: Ferdinand Jacksch
Witzenhausen

Sophia I. ist die 53. Witzenhäuser Kirschenkönigin. Unter lautstarkem Jubel nahm die 19-jährige Sophia Mausolf aus Wendershausen traditionell am zweiten Juliwochenende bei der dreitägigen Kesperkirmes Krone, Zepter, Schärpe und zahlreiche Glückwünsche entgegen. „Ich bin einfach nur überglücklich“, jubelte die frisch gekürte Königin unmittelbar nach ihrer Krönung beim Kirschenfest des Werratals. König Bansah, ein echter Monarch aus Ghana, überreichte das Zepter.

800 Jahre alte Kirschen- und Universitätsstadt

Ein Jahr wird Sophia Mausolf, Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau aus Wendershausen, zusammen mit ihren drei Prinzessinnen Anne Lambrecht, Anna Romanov und Anastasia Bilche, alle aus Witzenhausen, als Botschafterin des Kirschenlandes die nahezu 800 Jahre alte Kirschen- und Universitätsstadt bei verschiedenen Anlässen in ganz Deutschland repräsentieren. Der neue Hofstaat löst damit die bisherige Kirschenkönigin Lena Schlegel und ihre Prinzessinnen Antonina Salminov, Johanna Bindbeutel, Maria Wettlaufer und Anja Schuster nach einjähriger Amtszeit ab: Emotionen pur, als zum Abschied Tränen kullerten.

Die Krönung und Impressionen

 

Auch wenn die Sonne nur selten durch die Wolkendecke blinzelte, so erstrahlte Witzenhausen drei Tage lang im Glanze der rund 200 Königinnen, die während der Kesperkirmes ihre Region ins rechte Licht rückten und dem bunten Treiben des Altstadtfestes weitere Highlights verlieh. Dabei waren Zeitpunkt und Motto mit Bedacht gewählt: Auf dem Höhepunkt der Ernte in einem der ältesten deutschen Kirschenanbaugebiete mit seiner unverwechselbaren Mittelgebirgslandschaft strahlte auch Obstbauer Tobias Kindervatter: „Die Ernte ist aufgrund der Wetterlage bisher gut ausgefallen.“ Und das bei etwa 100 000 Bäumen in der Region.

In Witzenhausen drehte sich am Wochenende alles um Kirschen, Königinnen und besondere Kutschen. Neben der 53. Kesperkirmes fand in der Kirschenstadt der siebte Deutsche Königinnentag statt. „Die große Zahl der erwarteten Teilnehmerinnen entsprach der Bedeutung des Anlasses“, freute sich nicht nur Matthias Roeper, der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft deutscher Königinnen.“

Symbolfiguren aus 14 Bundesländern

Die Königinnen und Symbolfiguren aus 14 Bundesländern sowie Österreich und Italien präsentierten während des Königinnentages gebührend ihre Heimat und zeigten, wie königlich Deutschland und Europa ist. Ob Donau-, Frosch-, Nelken-, Eis- oder Glasköniginnen, ob Hoheiten aus der Heide, den Wein-, Spargel- oder Kartoffelregionen – sie prägten das bunte Bild des sonst eher beschaulichen Städtchens.

Aber nicht nur die Königinnen kamen in den Werra-Meißner-Kreis. Auch ihre speziellen Kutschen, die mehr als 100 Motorrad-Trikes, kehrten auf die Straßen Witzenhausens zurück und sorgten nicht nur beim sonntäglichen Festumzug für Aufmerksamkeit, ebenso wie tags zuvor der königliche Bootskorso auf der Werra oder dreitägige Live-Musik auf allen Bühnen der Stadt, unter anderem mit dem Chaos-Orchester Augenthaler vom Bodensee, die Ehrenkapelle der deutschen Königinnen, oder Dakappel Ootmarsum aus den Niederlanden.

Kirschsteinweitspucken

Auch das traditionelle Kirschsteinweitspucken erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Mit einer Weite von 17,67 Metern landete Felix Berndt auf dem ersten Platz. Platz. Bei den Damen lag Melanie Evelyn Kretzschmann mit 12,38 Metern ganz vorne. Bei den Jugendlichen dominierte Theo Rabe (11,43). Die „fünf Lustigen 3“ gewannen den Gruppenwettbewerb mit 44,30 Metern.

Von Ferdinand Jacksch

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