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Friedland Rammstein, Peter Wackel und Cordula Grün
Die Region Friedland Rammstein, Peter Wackel und Cordula Grün
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09:00 08.09.2019
Musik, Show und Spaß: Die Performance des Ballermann-Hits „Schwarze Natascha“ sorgt beim Publikum für „Zugabe“-Rufe. Quelle: Markus Riese
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Groß Schneen

Lange Zeit waren die „Hitparade“ und die „Mitternachtsshow“ die Highlights an den Sonnabenden bei der Kirmes in Groß Schneen – inzwischen ist die „Groß Schneer Kirmesrevue“ zur würdigen Nachfolgerin gereift. Bei der dritten Auflage im Festzelt der 315. „Use Kermesse“ präsentierte das neue Moderatoren-Duo Christopher Lange und André Witton sechs abwechslungsreiche Show-Acts mit insgesamt fast 40 Teilnehmern.

Beeindruckendes Spektakel

„In diesem Jahr haben wir ausschließlich Gruppenbeiträge. Viele üben schon seit der letzten Kirmes“, verriet Michael Hübener von der Kirmesgemeinschaft Groß Schneen im Vorfeld. Dass das nicht übertrieben ist, wurde am Sonnabend schnell deutlich: Zum Auftakt bot sich dem Publikum direkt eine bildgewaltige Choreografie des Rammstein-Hits „Engel“.

Die Kostüme wussten dabei ebenso zu überzeugen wie die Bühnenpräsenz der Darsteller, die sich zum Playback des markanten Titels absolut authentisch zu bewegen wussten. Brennende Kerzen, jede Menge Nebel, Furcht einflößende Make-Ups und eine fein ausgedachte Hommage an die typische Rammstein-Pyrotechnik – die Zuschauer zeigten sich beeindruckt von diesem ersten Spektakel gleich zu Beginn der Kirmes-Revue.

Groß Schneen feiert „Use Kermesse“ – am Sonnabend mit einer aufwendig vorbereiteten Revue im Festzelt.

„Es ist ein undankbarer Job, direkt nach Rammstein aufzutreten“, bemerkten Daniel Pohl und Andreas Manneck, die gemeinsam den zweiten Act des Abends bildeten. Sie lieferten im Grunde das genaue Gegenteil ab: einen radiobekannten Pop-Hit, live gesungen und live auf der Gitarre gespielt, ohne knallige Show-Effekte und mit dem Fokus auf der Musik. Für „Still“ von Jupiter Jones gab es deshalb auch nicht weniger Applaus.

Die ersten Zugabe-Rufe allerdings provozierten die „Schaffer 2017“, die als dritte Gruppe des Abends mit dem Peter-Wackel-Ballermann-Hit „Schwarze Natascha“ derartige Jubelstürme auslösten, dass sie den Titel nochmal komplett wiederholen mussten.

Dass das Publikum nun auf Betriebstemperatur war, nutzten direkt im Anschluss auch die „Jägermeister“ aus, denen originelle Kostüme und eine vergleichsweise simple Tanz-Choreografie bereits ausreichten, um die Zuschauer zu überzeugen. Das Kinderlied „Hallo, guten Tag“ hielt jedenfalls kaum einen Zeltbesucher auf seinem Sitz.

Codename: S.I.N.U.S.

Was dann kam, war fast ein bisschen gewagt – denn nun betraten vier Männer unter dem Projekt-Namen „S.I.N.U.S.“ (Abkürzung für „Singen Ist Nicht Unsere Stärke“) die Bühne, die allesamt nicht aus Groß Schneen stammen. Die vier Zugezogenen fühlen sich aber offenbar so wohl in ihrer neuen Heimat, dass sie ihr gleich einen ganzen Medley aus drei verschiedenen Songs widmeten und diesen auch noch live performten.

Die Melodien waren dabei wohl bekannt ( „New York, New York“, „Hinter den Kulissen von Paris“ und „Joana“); die Texte dichteten die vier Freunde kurzerhand auf Groß Schneen um. Das verschaffte ihnen so viele Sympathien, dass auch die Moderatoren im Anschluss nur noch feststellen konnten: „Die gehören einfach nach Groß Schneen!“

Die doppelte Cordula

Und das gilt definitiv auch für die „Groß Schneer Draufgänger“, die zum großen Finale der Revue den Mitsing-Hit „Cordula Grün“ zum Besten geben durften, übrigens ebenfalls live gesungen. Auch hier hallte es im Anschluss „Zugabe, Zugabe!“ durch die Reihen, sodass auch dieser Titel einfach zweimal hintereinander aufgeführt wurde.

Am Ende der Show warben die beiden sympathischen Moderatoren dafür, sich schon jetzt mit Ideen und Vorschlägen an der nächsten Kirmesrevue zu beteiligen. Sie hielten hierfür ein Banner hoch, auf dem eine E-Mail-Adresse zu lesen war. Unter dieser Adresse darf sich jeder bewerben, der selbst einmal Teil der Groß Schneer Kult-Show werden möchte: revue@use-kermesse.de.

Die 315. „Use Kermesse“ in Groß Schneen

Vier Tage lang feiert Groß Schneen seine traditionsreiche „Use Kermesse“. Den Anfang machten in diesem Jahr am Freitag ein „Kinderspaß im Kirmeszelt“ für Vorschulkinder und eine anschließende Dorfrallye für etwas ältere Kids. Am Abend spielte die Band „Excite“ aus Weimar; außerdem lebte die legendäre „Django Bar“ aus dem Nachbarort Friedland wieder auf. Dafür sorgte Festwirt Daniel Raub vom Landhaus Biewald. Nach der Kirmesrevue am Sonnabend ließ auch das Programm für die beiden folgenden Tagen aufhorchen: mit dem Festumzug am Sonntag und dem Kirmesfrühstück am Montag. Beide Programmpunkte erscheinen auf den ersten Blick relativ gewöhnlich – sind es in Groß Schneen aber nicht wirklich. Insbesondere das Kirmesfrühstück wird von den Besuchern jedes Jahr mit Spannung erwartet. Hierfür stellt die Kirmesgemeinschaft unter der künstlerischen Leitung von Christian Lange ein selbst produziertes Kabarett-Programm zusammen, das zumeist ein – zuvor streng geheimes – Schwerpunkt-Thema aufgreift. Zum Finale am Montagabend spielen schließlich die „El Trinkos“ auf.

Von Markus Riese

Traditionell feiern die Groß Schneer am zweiten Septemberwochenende Kirmes. Am Freitag, 6. September, startet das viertägige Festprogramm mit Blasmusik, Umzug und Kirmesrevue.

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