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Friedland Lebendige Rocknacht im Marshall Amp Museum
Die Region Friedland Lebendige Rocknacht im Marshall Amp Museum
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00:18 20.12.2017
Rocken für einen guten Zweck: Hans J. Rolf (l.) und Hanjo Renneberg von 25 Bugz geben Gas. Quelle: Nadine Eckermann
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Reckershausen

Drei Bands, ein Abend, zehn Euro Eintritt – das waren die Eckdaten für die erste Christmas-Rocknacht im Marshall-Amp-Museum in Reckershausen am 16. Dezember. Der Erlös aus dem Eintrittskartenverkauf und eine spontane Sammlung von Museum-Betreiber Siegbert Merker brachten insgesamt 1542,67 Euro ein, die der Tageblatt-Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“ zugute kommen.

Zugunsten der Tageblatt-Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“ rockten die Bands „Attic Knights“, „Intense“ und „25 Bugz“ vor rund 120 begeisterten Besuchern im Marshall Amp Museum in Reckershausen. Mehr als 1500 Euro kamen für die gute Sache zusammen.

„Die Idee, hier mit Intense etwas gemeinsam zu machen, steht eigentlich schon seit fast einem Jahr im Raum“, erzählt 25-Bugz-Gitarrist Hans J. Rolf. Die elfköpfige Combo „Intense“, die sich aus Musikern aus Göttingen und Duderstadt zusammensetzt, hatte schon zuvor im „Graf Isang“ Ähnliches auf die Beine gestellt; dort war dann „25 Bugz“ zu Gast. „Jetzt waren quasi wir an der Reihe, und da habe ich bei einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen vor einigen Wochen einfach mal die Idee in den Raum geworfen, das Ganze als Benefizkonzert für die Tageblatt-Aktion aufzuziehen.“ Die Idee kam bei allen beteiligten Musikern gut an – also ging es in die Detailplanung. Und die sollte es in sich haben, denn der Abend konnte mit einer ganzen Reihe von Premieren aufwarten.

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Erstmals drei Bands an einem Abend

Erstmals überhaupt standen an einem Abend gleich drei Bands im Marshall-Museum auf der Bühne. „Ein besonderes Ereignis für uns“, strahlte Siegbert Merker, der zusammen mit seiner Frau Iris und weiteren Familienangehörigen für Location, Kasse und Getränkeverkauf verantwortlich zeichnete. Er nahm die Herausforderung gerne an, ebenso wie Mischer Mirko Repp, der den ganzen Abend über einen exzellenten Sound auf die Bühne zauberte. Die erste Band des Abends, „Attic Knights“, feierte ihren allerersten Auftritt mit erdigem Coverrock, der sich, von einigen Ausnahmen („Enter Sandman“) abgesehen, aus eher unbekannteren Nummern zusammensetzte – und der Premiere eines ersten eigenen Songs mit dem Titel „Back in life“. Das Line-Up bei „Attic Knights“ setzt sich aus erfahrenen Musikern aus der Region zusammen, von denen einige auch im späteren Verlauf des Abends noch einmal zu hören sein sollten, etwa Bass-Legende Ulli Herzog oder Gitarrist Sönke Henneking.

Nach härterem Rock von „Attic Knights“ folgte ein ziemliches Kontrastprogramm: Elf Musiker, darunter fünf Bläser, wagten als „Intense“ einen Genre-Mix aus Rock, Soul, Blues und Pop. Das hätte im Marshall-Museum auch nach hinten losgehen können, doch das Gegenteil war der Fall: Es sollte sich herausstellen, dass die Interpretationen von Songs wie „Valerie“ (Amy Winehouse), „Something got me started“ (Simply Red), „I feel good“ (James Brown), „Smooth“ (Santana) oder „Addicted to love“ (Robert Palmer) nicht nur exzellent in die Location passten, sondern auch das Publikum mitzureißen wussten – bis hin zur Blues-Brothers-Zugabe „Everybody needs somebody to love“. Auch diese Premiere gelang also.

Eine Premiere sollte auch im Set von „25 Bugz“ noch folgen, obwohl diese Band schon mehrfach im Marshall-Museum gastierte. Diesmal allerdings holten sich die Rocker für ausgewählte Stücke einen dreiköpfigen Background-Chor auf die Bühne. „Ein Experiment, an dem wir alle viel Spaß hatten“, erzählt Ideengeber Hans J. Rolf mit einem Lächeln im Gesicht. Und auch dieses Experiment gelang: Songs wie „Just like paradise“ (David Lee Roth), „Wanted dead or alive“ (Bon Jovi) und „Gimme all your lovin’“ (ZZ Top) begleiteten die drei Damen kraftvoll und im besten Sinne stimmig. Bei „Hush“ (Deep Purple) stimmte dann nahezu das gesamte – längst begeisterte – Publikum mit ein. Und wie es sich für „25 Bugz“ gehört, durften auch verschiedene AC/DC-Hits nicht fehlen: Hanjo Rennebergs Gesangsleistung bei „TNT“, „Hightway to Hell“ und „Rock ’n Roll Train“ zum Ende des Sets ist nicht hoch genug zu bewerten, zumal er schon bei „Attic Knights“ mit auf der Bühne gestanden hatte. Und so fiel das Fazit des Abends der vielen Premieren rundherum positiv aus: „Ich bin wirklich ein bisschen ergriffen, dass wir so viel Geld für den guten Zweck zusammenbekommen haben“, verkündete Hausherr Siegbert Merker sichtlich stolz.

Von Markus Riese

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