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Friedland "Keine ernsthaften Überlegungen"
Die Region Friedland "Keine ernsthaften Überlegungen"
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13:30 31.03.2017
Von Michael Caspar
Die Bahn lässt prüpfen, ob einer der Bahnübergänge in Friedland geschlossen werden kann. Quelle: Pförtner
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Friedland

Die direkte Verbindung zwischen Grundschule und Sportplatz verläuft über den Bahnübergang an der alten Mühle. Die Strecke wird von den Friedländer Kindern alltäglich benutzt. Einige hundert Meter weiter nördlich kreuzt die Bundesstraße 27 die Bahntrasse. Soweit der aktuelle Zustand. In Zukunft könnte das aber ganz anders aussehen. Das Kasseler Ingeneur-Büro Wallerich hat jetzt geprüft, wie der Verkehr künftig fließen müsste, damit ein Übergang überflüssig würde.

Ergebnis der Überlegungen ist, die Schrankenanlage an der Witzenhäuser Straße zu schließen und durch eine Fußgängerbrücke zu ersetzen. Der Mühlen-Übergang würde dann für den innerörtlichen Straßenverkehr und Fußgänger freigegeben. Grundannahme der Planer war dabei, dass sich die Verkehrssituation in Friedland künftig durch den Bau einer Ortsumgehung deutlich entschärfen würde. Nach Annahme der Planer würden künftig maximal 300 Fahrzeuge durch den Ort fahren. Diese müssten allerdings klein sein, denn "Feuerwehr, Müllfahrzeuge und Lieferanten könnten schon erhebliche Störungen (...) erzeugen", heißt es in der Studie.

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"Das scheinen mir keine ernsthaften Überlegungen zu sein", kommentierte Reinhard Dickehuth (SPD) während der jüngsten Sitzung des Bauauschusses. Wilfried Henze (CDU) fand noch deutlichere Worte: "Das ganze Ding kann man nur in den Ofen stecken." Zwar verstehe er den grundsätzlichen Wunsch der Bahn, Bahnübergänge zu reduzieren und Kosten zu sparen. Doch diese Planungen hätten mit der Realität wenig zu tun. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Rückmeldung an die Bahn zu geben.