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Friedland Migration und Flucht: Museum Friedland gibt neues Programm bekannt
Die Region Friedland Migration und Flucht: Museum Friedland gibt neues Programm bekannt
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18:04 03.11.2019
Das Museum Friedland bietet in den nächsten drei Monaten ein abwechslungsreiches Programm. Quelle: dpa
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Friedland

Das Team des Museums Friedland hat für die Monate November 2019 bis Februar 2020 ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. „Diesmal legen wir einen Schwerpunkt unserer Veranstaltungen auf das Stichwort Lesen“, sagt Anna Haut vom Museum Friedland.

Das neue Quartalsprogramm beginnt mit einem bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 15. November, um 16 Uhr. Kirsten Boie erzählt aus „Bestimmt wird alles gut“ aus dem Leben der nach Deutschland geflüchteten Rahaf und Hassan.

Kirsten Boie Quelle: R

Klaus-Peter Lorenz liest am Freitag, 15. November, um 19 Uhr aus Janosch: „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“. Mit einem Reisebericht führt er das Publikum in das ländliche Schlesien.

„Menschliche Bücher“ erzählen von Flucht und Migration

Als „menschliche Bücher“ erzählen Freiwillige und Freunde des Museums ihre ganz persönlichen Geschichten zum Thema Flucht, Migration und Ankommen. So hat sich etwa Youtuber und Autor Abdul Abbasi aus Göttingen auf humorvolle Weise der Annäherung und dem friedlichen Zusammenleben der Kulturen verschrieben. Die Veranstaltung „Living Library“ wird im Göttinger Stadtlabor, Schildweg 1, abgehalten.

Das Podiumsgespräch „1989 x 4“ wird am Donnerstag, 28. November, um 19.30 Uhr im Grenzlandmuseum Eichsfeld, Duderstädter Straße 7-9, Teistungen, geführt. Vier Gesprächspartner des Museums Friedland, der KZ-Gedenkstätten MittelbauDora und Moringen sowie des Grenzlandmuseums Eichsfeld diskutieren gemeinsam, welche Auswirkungen das Jahr 1989 auf ihre Institutionen hatte.

Workshop zur Erneuerung des Museums

Bei einem Workshop am Freitag, 29. November, können Interessierte von 17 bis 19 Uhr das Museum Friedland mitgestalten. In der Erweiterung dreht sich alles um Flucht und Migration heute. Dr. Birga Meyer und Anoush Masoudi vom Museum möchten mit den Teilnehmern erste Ideen für den Neubau entwickeln. Treffpunkt ist das Sitzungszimmer des Gemeindeverwaltung, Bönneker Straße 2, Friedland.

Über die Gestaltung des Museums wird im Haus 4, Raum 126 im Grenzdurchgangslager Friedland, Heimkehrerstraße 18, am Sonntag, 1. Dezember, ab 15 Uhr erneut diskutiert. In neun Workshops wurden Themen für die Erweiterung benannt. Die Ergebnisse sollen dann präsentiert und zusammengebracht werden.

Charlotte Lammers hält eine Lesung mit dem Titel „ich weiß nicht, Karl, was aus uns beiden wird...“ am Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr im Museum. Aus einem Bündel Briefe hat Lammers die Geschichte einer jungen Frau rekonstruiert, deren Ehemann zu Weihnachten 1949 aus russischer Kriegsgefangenenschaft entlassen wird.

Zu einem Austausch zwischen ehemaligen Bewohnern des Grenzdurchgangslagers und den Ortsbewohnern in Friedland soll es am Dienstag, 21. Januar, um 15 Uhr kommen. Das Museum und der Seniorenbeirat richten das Erzählcafé: Leben im und um das Lager aus.

Geschichte einer Grenzregion

In den Geschichten von Martha, Maria und Magda im schlesischen Gleiwitz spiegelt sich auch die Geschichte einer Grenzregion. Dörthe Binkert spannt den großen Bogen von den 1920ern bis in die ausgehenden 1960er Jahre und zeichnet das Porträt einer Zeit, in der Freud und Leid nicht weit voneinander entfernt waren. Die Lesung mit Klaus-Peter Lorenz beginnt am Mittwoch, 5. Februar, um 19 Uhr.

Abdul Abbasi Quelle: Peter Heller

Der Göttinger Youtuber Abdul Abbasi hält am Mittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr eine Lesung zum Thema „Eingedeutscht. Die schräge Geschichte unserer Integration“.

Bei Interesse wird um Anmeldung per Mail an veranstaltungen@museum-friedland.de oder unter Telefon 05504/8056203 bis zwei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung gebeten.

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