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Friedland Bücherflohmarkt für die „Bücherzelle“
Die Region Friedland Bücherflohmarkt für die „Bücherzelle“
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00:29 14.05.2018
Seit drei Jahren gibt es die Bücherzelle in Niedernjesa. Das Angebot wird von den Anwohnern gut angenommen. Quelle: r
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Niedernjesa

„Wir wollen das gemeinsam machen, weil so einmal die Kinder als Publikum erreicht werden, aber auch Leute, die sich für Bücher interessieren oder welche verkaufen wollen“, sagt Ute Andres von der Dorfarbeitsgruppe „Wir in Niedernjesa“. Der Kindergarten profitiere zudem von der Standgebühr, die statt eines Geldbetrages einen Kuchen betrage. Dieser werde verkauft, und der Erlös komme wiederum dem Kindergarten zugute. „Interessierte können gerne vorbeikommen“, so Andres.

Kinder und Jugendliche dürfen nicht gefährdet werden

Die Telefonzelle, die am Ortseingang neben einem Bäckerei-Café und der Volksbank-Filiale steht, sei die einzige ihrer Art in der Gemeinde Friedland und wird laut der Dorfarbeitsgruppe sehr gut angenommen. So ganz stimmt das allerdings nicht: Auch in Elkershausen gibt es eine solche Bücherzelle – allerdings ein etwas neueres „Magenta“-Modell. Die Zelle in Niedernjesa biete jedenfalls Literatur aller Art; wichtig sei nur, dass weder Kinder noch Jugendliche gefährdet werden. Hinter der Bücherzelle stehe die Idee eines sozialen Treffpunkts und außerdem die Möglichkeit, Lesestoff ohne Gebühren auszuleihen.

Ein Buch nehmen, ein Buch geben

Unter dem Motto „Ein Buch nehmen, ein Buch geben“ bringen die Nutzer ihre Bücher vorbei und nehmen ein paar andere mit. Das ist die Idee und eine der Regeln, die die Initiative aufgestellt hat, damit möglichst viele Leseratten aus dem Dorf und aus anderen Ortschaften Spaß an der Nutzung der ausgedienten Telefonzelle haben. Leider sei es aber so, dass immer wieder Menschen mit den einfachen Regeln der Bücherzelle nicht zurechtkommen, teilt die Gruppe mit. Am 10. Mai wurde die Bücherzelle demnach vollgestopft mit alten Langspielplatten und Klassikern der deutschen Literatur vorgefunden. Diejenigen, die für „Wir in Niedernjesa“ die Bücherzelle betreuen, hätten jedoch beschlossen, dort nicht aufzuräumen, sondern alles so zu belassen, wie es ist. Auch in der Vergangenheit habe es immer wieder Menschen gegeben, die in der Zelle Plastiktüten und Kartons voller „sehr alter Bücher“ sowie alte Ordner oder ganze Lexikonreihen abgestellt hätten. Diese Bücher habe die Gruppe bisher in ihren privaten Altpapiertonnen entsorgt, damit die Bücherzelle als das genutzt werden kann, was sie sein soll: ein Ort, in dem sich junge und alte Menschen gern nach lesenswerten Büchern umsehen. Ein Müllplatz sollte sie nicht sein, betont die Gruppe.

Appell an jene, die die Zelle bisher als Büchermülleimer genutzt haben

Gerade um diesem Image entgegenzuwirken, feiert die Dorfarbeitsgruppe zusammen mit dem Kindergarten Niedernjesa das dreijährige Bestehen der Bücherzelle. Sie tue dies auch in der Hoffnung, dass diejenigen, die die Bücherzelle bislang eher als Büchermülleimer missbrauchen und „dem ehrenamtlichen Engagement respektlos gegenübertreten“, dort aufräumen.

Von Madita Eggers

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