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Friedland Politiker solidarisieren sich mit Besetzern
Die Region Friedland Politiker solidarisieren sich mit Besetzern
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18:01 07.05.2019
An nur einem Tag entstand auf dem Acker bei Hebenshausen ein kleines Camp, das für einen längerfristigen Protest ausgelegt ist. Quelle: Markus Riese
Neu-Eichenberg

Die Gruppe Linke/Piraten/Partei+ im Göttinger Kreistag hat sich mit den Besetzern der Gruppe „Acker bleibt“ in der Gemeinde Neu-Eichenberg solidarisiert. Die Kreistagsgruppe unterstützte ausdrücklich das Anliegen, den Bau eines Logistik-Zentrums durch die Dietz AG zu verhindern, heißt es in einer Mitteilung.

Auswirkungen auch für Göttingen befürchtet

Dr. Mohan Ramaswamy (Piraten): „Bereits im September vergangenen Jahres haben wir versucht, den Kreistag zu einer ablehnenden Resolution zu bewegen“, erklärte Mohan Ramaswamy (Piraten). Neben der Bodenversiegelung würden der Gruppe auch die Auswirkungen auf den Verkehr Sorgen bereiten. Ramaswamy sieht hier durch die zu erwartende Mehrbelastung der B27 auch Göttingen betroffen, insbesondere Geismar und die Südstadt.

Wirtschaftliche Notwendigkeit angezweifelt

„Wir wünschen uns, dass dieser Protest etwas bewegt und das Logistikzentrum nicht gebaut wird“, betonte auch Eckhard Fascher, Vorsitzender der Kreistagsgruppe. Neben den verschiedenen Aspekten des Umweltschutzes stehe seiner Ansicht nach auch „immer noch der Zweifel ob der wirtschaftlichen Notwendigkeit und der Vorteile eines solchen Logistikzentrums im Raum“.

Solidarität auch von anderen Gruppen

Auch die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg (BI) habe sich mit der Besetzung solidarisiert, wie „Acker bleibt“-Sprecher Luca Rosenberg mitteilte. Regionale Basisgruppen der Klimagerechtigkeits-Bewegung, darunter „Ende Gelände Göttingen“, unterstützen die Aktion demnach ebenfalls – wie auch viele Bürger aus den Ortsteilen Neu-Eichenbergs sowie aus Kassel, Göttingen und dem Umland.

Landtagsfraktion der Linken zu Besuch

Laut Rosenberg haben die Besetzer am Montag Besuch von der Landtagsfraktion der hessischen Linken bekommen. Diese habe angekündigt, am Mittwoch einen Antrag in den Umweltausschuss des Landtages einzubringen. Darin soll die Landesregierung aufgefordert werden, im Falle eines Ausstiegsszenarios die entstandenen Planungskosten zu übernehmen.

Protestbanner zerschnitten

Kritiker der Besetzung hätten sich bislang nicht zu Wort gemeldet – allerdings seien in der Nacht zu Dienstag an einigen Häusern in den umliegenden Ortschaften Protest-Banner der BI zerschnitten worden, so Rosenberg. Für das kommende Wochenende seien auf dem Acker Filmvorstellungen, eine „Open Stage“ zum gemeinsamen Musizieren und weitere Pflanzaktionen angedacht.

Von Markus Riese

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