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Friedland Richtfest für Hotel-Anbau bei Biewald
Die Region Friedland Richtfest für Hotel-Anbau bei Biewald
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18:47 15.07.2019
Stolz auf den Hotel-Anbau: Sternekoch Daniel Raub, Bauherrin Karin Raub, Bauunternehmer Martin Rohde und Architekt Torsten Krekeler (auf dem Dach, von links). Quelle: Markus Riese
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Friedland

Beim traditionellen Richtfest haben sich zahlreiche Gäste vom Baufortschritt des künftigen Hotel-Anbaus auf dem Grundstück des Landhauses Biewald in Friedland überzeugt.

Den Richtspruch durfte Bauunternehmer Martin Rohde verlesen. „Eigentlich spricht ihn ja der Zimmermann, aber den gibt es bei einem Flachdach-Bau halt einfach nicht“, scherzte Sternekoch Daniel Raub schon vor dem Beginn des offiziellen Teils, zu dem unter vielen weiteren Gästen auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Sparkassen-Vorstand Rainer Hald erschienen waren. Eingeladen hatte die Familie Raub zudem die gesamte Nachbarschaft – ausdrücklich auch die Gegner des Vorhabens, die zumindest eine deutliche Verzögerung des Baus erreicht hatten. „Wir haben dadurch etwa ein Jahr verloren“, erläuterte Architekt Torsten Krekeler auf Nachfrage. Sein Name prangt bis heute unfreiwillig auf den Protest-Schildern, die in mehreren Vorgärten an der Weghausstraße und an der parallel verlaufenen Leinestraße angebracht sind. Darauf bringen einige Nachbarn ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass am alten Schulplatz nun ein so modernes Gebäude entsteht und dadurch nach Ansicht der Kritiker das dortige Fachwerk-Ensemble störe. Zu den Kritikern gehört auch Friedlands Ortsheimatpfleger Herwig Schröder, der zusammen mit seinen Mitstreitern mehr als 400 Flugblätter in Friedland verteilt und nach eigenen Angaben 131 Unterschriften insbesondere gegen den Flachdach-Anbau gesammelt hatte.

Freude über sichtbaren Baufortschritt

Doch all das war beim Richtfest am Montagnachmittag kein Thema mehr – vielmehr überwog bei Familie Raub die Freude über den inzwischen deutlich sichtbaren Fortschritt auf dem Gelände. „Es ist interessant zu sehen, wie es immer weiter voran geht“, befand Bauherrin Karin Raub: „Denn es ist ja schon etwas anderes, als wenn man nur die Zeichnungen vor sich hat. Inzwischen sind die Räume gut erkennbar.“

Bauunternehmer Martin Rohde, Sternekoch Daniel Raub, Bauherrin Karin Raub und Architekt Torsten Krekeler vor dem Anbau. Quelle: Markus Riese

In der Tat: Bei kurzen Rundgängen durch das Gebäude konnten sich die Richtfest-Besucher selbst ein dreidimensionales Bild von der künftigen Raumaufteilung machen. „Jetzt geht es an den Innenausbau und die Ausstattung“, skizzierte Sohn Daniel die nächsten Schritte, gerade erst habe man die Fliesen ausgesucht. Alle Arbeiten – und auch die Kosten – würden im Plan liegen. „Wir hoffen auf eine Fertigstellung noch im Dezember dieses Jahres“, verriet er die Zielvorgabe. „Klar ist es auch eine Erleichterung, dass jetzt alles so weit fertig ist“, so Raub weiter. Er sei „stolz und glücklich“, dass seine Familie alle Hürden habe überwinden können.

Nach seiner Fertigstellung wird der dreigeschossige Flachdach-Bau über 19 Zimmer und 38 Betten verfügen; etwa 1,5 Millionen Euro investiert Familie Raub in die Erweiterung des Hotelbetriebs. Bauunternehmer Rohde sprach am Rande des Festes insbesondere mit Blick auf die Außenfassade von „großen Potenzialen“ im Hinblick auf eine zum Altbau passende Gestaltung.

Deutliche Erweiterung der Betten-Kapazitäten

Das Landhaus Biewald verfügt schon jetzt über einige Hotelzimmer im Haupthaus – den Großteil der Betten-Kapazitäten wird künftig aber der Anbau beherbergen. Auf dem Gelände gibt es außerdem noch ein Restaurant, dazu die wiederholt mit einem Stern ausgezeichnete „Genießer Stube“ sowie einen Festsaal, der künftig über den Hotel-Lift auch barrierefrei erreichbar sein soll. Darüber hinaus betreibt Familie Raub das Restaurant „Augusta“ am Wilhelmsplatz in Göttingen.

Von Markus Riese

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