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Friedland Baukosten steigen auf 378 000 Euro
Die Region Friedland Baukosten steigen auf 378 000 Euro
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15:00 12.12.2018
Neuer Plan für das Sedimentrückhaltebecken am Wendebachstausee: Der Vereinsvorsitzende des Zweckverbands, Marc Hillebrecht (l.), und Geschäftsführer Dirk Piper zeigen die aktuelle Zeichnung. Quelle: Markus Riese
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Groß Schneen

Das geplante Sedimentrückhaltebecken am Wendebachstausee wird mehr als doppelt so teuer wie ursprünglich vorgesehen: Statt 175 000 Euro sind nun 378 000 Euro für den Bau veranschlagt. Außerdem wird der Zweckverband Erholungsgebiet Wendebachstausee einen großen Teil der Planungsnebenkosten selbst übernehmen müssen.

„Weit komplexer als gedacht“

Diese Hiobsbotschaften musste Dirk Piper, Geschäftsführer des Zweckverbands, am Dienstag auf einer Verbandsversammlung in Groß Schneen überbringen. „Das Ganze ist weit komplexer geworden als gedacht“, gestand Piper ein. Per Beamer stellte er die erste Zeichnung mit zwei teichähnlichen Becken der nun vorliegenden, sehr viel detaillierteren Planung gegenüber. Die neue Anlage bestehe aus insgesamt drei Bauwerken, für die der Zweckverband als Bauherr verantwortlich zeichne. Auch die Unterhaltung werde der Verband später übernehmen müssen. Dazu gehören regelmäßige Sedimententnahmen, deren Umfang und Häufigkeit allerdings nicht vorhersehbar sind. „Hierfür müssen wir Rückstellungen bilden“, erläuterte Piper.

Die gute Nachricht: Nach aufwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren stehe die endgültige Genehmigung für die Umsetzung der Pläne inzwischen kurz bevor. Zu diesen gehört auch, im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens den Lauf des Wendebachs zu verändern – aus dem Wald heraus, durch die angrenzenden Wiesen. Um den dann recht kurvigen Bachlauf herum könnten später Schafe grasen.

Zweckverband trägt Großteil der Nebenkosten

Zwar werden die eigentlichen Baukosten für das Sedimentrückhaltebecken, für das auch ein nahezu durchgängig umlaufender Wirtschaftsweg und eine Art „Notausgang“ für versehentlich ins Becken geratene Tiere gebaut werden müssen, weitgehend durch Fördermittel des Landes übernommen. Die Planungsnebenkosten müssen allerdings zu großen Teilen vom Zweckverband getragen werden. Dazu gehören die Kosten für eine UVP-Vorstudie (Umweltverträglichkeitsprüfung) nebst zweier Umweltgutachten (10 000 Euro), für ein Bodengutachten (1800 Euro) sowie für die Baugenehmigung (1600 Euro). Insgesamt belaufen sich diese Kosten auf fast 20 000 Euro; bis zu 15 000 Euro davon muss der Zweckverband aus bestehenden Rücklagen finanzieren. Christel Wemheuer (Grüne), Erste Kreisrätin und Umweltdezernentin des Landkreises Göttingen, hält die Planung trotz allem für sinnvoll: „Ich denke, wir haben hier eine günstige Lösung“, sagte sie im Hinblick auf die mögliche Alternative – nämlich das erneute Ausbaggern des Sees, das irgendwann wieder nötig werden würde. Dieser Argumentation folgte Marc Hillebrecht, der Vorsitzende des Zweckverbands: „Wenn wir das jetzt nicht umsetzen, würde es irgendwann sehr viel teurer werden“, begründete er. Momentan verfügt der Verband nach eigenen Angaben über 31 000 Euro auf dem Konto, sodass keine Kreditaufnahmen erforderlich sind. Allerdings soll die Verbandsumlage voraussichtlich ab dem Jahr 2020 deutlich steigen: „Nach aktueller Planung werden wir die Umlage um etwa 30 Prozent erhöhen müssen“, erklärte Piper im weiteren Verlauf der Versammlung. Der Bau der neuen Anlagen soll nach der Saison 2019 erfolgen.

Keine Probleme gab es in der abgelaufenen Saison laut Piper mit der Wasserqualität und der Müllentsorgung auf dem Areal. Allerdings habe es zwei Spontan-Partys der Techno-Szene mit jeweils wohl mehreren Hundert Besuchern am Stausee gegeben. Um die Pflege des umfangreichen Baumbestandes rund um den See soll sich einer neuen Vereinbarung zufolge in den kommenden Jahren die Realgemeinde Niedernjesa kümmern; im Gegenzug verzichtet der Zweckverband auf die Holzerlöse. Eine aktualisierte Benutzungsordnung für den Wendebachstausee soll künftig öffentlich ausgehängt werden.

„Taverne am See“ und DLRG-Umbauten im Fokus

Auch das erste Jahr des neuen Kiosk-Betriebs („Taverne am See“) durch Oliver Günther und Peter Schulz stand im Fokus der Verbandsversammlung. „Es hat uns ganz schön gefordert“, betonte Günther. Er berichtete von einer „Rundum-Sanierung“ des Fahrzeugs. Vandalismus habe es während der Saison erfreulicherweise nicht gegeben. Günther und Schulz äußerten einige Wünsche für die kommende Saison, wollen selbst aber auf jeden Fall weitermachen. „Obwohl sich das wirtschaftlich nicht lohnt. Wir haben einen Stundenlohn von 1,79 Euro ausgerechnet“, so Günther. Der Betrieb bleibe somit weiterhin ein Hobby. Die Einnahmen während der Saison hätten sich auf 20 000 Euro belaufen. Rolf Nietzold, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Göttingen, berichtete von geplanten Umbauarbeiten des DLRG-Containers. Geplant seien eine größere Terrasse (15 Quadratmeter), die Erneuerung der Innenausstattung (Liege, Trage, Schränke), die Verblendung des Containers mit Platten sowie eine Treppe zu einer neuen Plattform auf dem Dach, von der aus künftig die Aufsicht erfolgen könnte. Insgesamt rechnete Nietzold mit einem finanziellen Aufwand von 8000 Euro; viele Arbeiten könnten demnach in Eigenleistung erfolgen. Der Zweckverband beschloss noch während der Versammlung einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro.

Von Markus Riese

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