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Friedland Schüler und Flüchtlinge backen zusammen
Die Region Friedland Schüler und Flüchtlinge backen zusammen
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15:58 13.12.2017
Spaß beim gemeinsamen Backen. Quelle: Fionn Klawunn
Friedland

Die Carl-Friedrich-Grauß-Schule in Groß Schneen ist mit der Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Der Titel geht mit einer Verpflichtung für die Gegenwart und Zukunft einher: Schulen, die bei der Aktion mitmachen, verpflichten sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen und sich für Integration einzusetzen. An der CFGS wurde eine AG ins Leben gerufen, die verschiedenen Aktionen mit den Schülern durchführt. Das gemeinsame Backen ist das erste Projekt dieser Art. Es ist entstanden, weil sich das Durchgangslager in unmittelbarer Nähe der Schule befindet und die Gegend um Friedland in Bezug auf das GDL vorurteilsbelastet ist, erklärt Tarek Zaibi, SV-Lehrer der Schule und AG-Leiter. „Wir wollen etwas für die Völkerverständigung tun“, ergänzt er. Sieben Migranten haben die Schule besucht und sind gemeinsam mit den Schülern in der Küche aktiv geworden. „Mir macht es viel Spaß, zu lernen, wie man mit den Kindern umgeht und redet“, sagt Paula. Oftmals funktioniert die Verständigung über Körpersprache und über das Vormachen von Arbeitsabläufen, aber es klappt alles einwandfrei, führt sie fort. „Viele Migranten haben Schwierigkeiten bei der deutschen Sprache. Unsere ausländischen Schüler werden in die Projekte mit eingebunden und fungieren zudem als optimales Bindeglied zwischen Einheimischen und Migranten“, berichtet Christina Voß, Deutschlehrerin an der CFGS. Zaibi ist sehr zufrieden mit den Schülern: „Alle sind sehr motiviert und machen super mit.“ Das Projekt wird finanziell von der SV der Schule unterstützt, die einen Teil ihrer Einnahmen vom Schul-Kiosk bereitstellt.

Darüber hinaus hat die AG den Filmemacher und Sozialwissenschaftler Wolfgang Blöhm eingeladen, um in naher Zukunft die Projekte filmisch zu begleiten. Blöhm arbeitet bei Imagofilm und besucht im Zusammenhang mit dem Projekt „Bildung trifft Entwicklung“ viele Schulen, damit Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern aus Entwicklungsländern an Lehrer weitergegeben werden. Zudem sammelt er Fragen in Schulen, die er mit dem Projekt „Kinder fragen Kinder“ mittels Bewegtbildern beantwortet. „Ich möchte es Kindern ermöglichen, Fragen an Kindern aus anderen Ländern zu stellen, damit sich verschiedenen Nationalitäten näher kommen und eine bessere Integration geschaffen wird“, informiert er.

Des Weiteren hat Mara Abdula aus dem Landkreis Göttingen das gemeinsame Backen begleitet. „Diese Aktion ist ein Modellprojekt unter dem Motto „Aspekt aus Vielfalt“, das präventiv gegen die Entwicklung von Rechtsextremismus und Diskriminierung vorgeht“, erzählt sie. Die AG an der CFGS möchte in dem nächsten halben Jahr durch alle Klassen gehen und über diese Themen aufklären, berichtet Fridolin. „Ich finde diese Projekte sehr gut, es wäre aber schön, wenn sich noch mehr Schüler bei der AG beteiligen“, sagt Caissa.

Von Fionn Klawunn

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