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Friedland Heidkopftunnel bleibt bis Mittwoch gesperrt
Die Region Friedland Heidkopftunnel bleibt bis Mittwoch gesperrt
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18:52 28.01.2019
Heidkopftunnel: Derzeit ist Autobahn 38 dort gesperrt. Quelle: Pförtner
Göttingen

Der Heidkopftunnel zwischen Friedland und Arenshausen ist gesperrt. Grund ist eine defekte Lüftung. „Wir wollen den Tunnel am Mittwochmorgen um 6 Uhr wieder freigeben“, sagt Udo Othmer, Leiter des Straßenbauamtes Gandersheim und damit zuständig für die Autobahnen in der Region.

Störfall in Lüftung ist Ursache

Die Sperrung erwischte am Montag viele Berufspendler eiskalt – sie war nicht vorhersehbar und somit auch nicht angekündigt. Die Autobahn 38 ist zwischen Arenshausen und Friedland ist in beiden Richtungen voll gesperrt. Und das hat folgenden Grund: „Ursache für die Vollsperrung war am Sonnabendabend ein Störfall in der Lüftung“, sagt Udo Othmer, Leiter des zuständigen Straßenbauamts Gandersheim. Auf den Rechnern sei eine Fehlermeldung angezeigt worden, die Lüftung sei nicht angesprungen, so Othmer. Ohne Lüftung keine Tunneldurchfahrt.

Mittwoch ab 6 Uhr wieder freie Fahrt

Am Montag haben sich nach Angaben des Chefs der Straßenbaubehörde die Experten vor Ort getroffen, um sich ein Bild von dem Defekt zu machen. Am Nachmittag war dann klar, es ist ein elektronisches Bauteil, das ausgefallen war. Die zuständigen Firmen beschaffen nun das Ersatzteil. „Wir versuchen alles, um den Schaden möglichst schnell zu beheben“, so Othmer. Und weiter: „Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass der Tunnel am Mittwoch ab 6 Uhr wieder frei ist“.

Lärmbelästigung in Reinhausen

Am Montagmorgen staute sich der Verkehr auch auf umliegenden Straßen wie der Landesstraße 568 zwischen Reinhausen und Niedernjesa und auf der Bundesstraße 80 im Bereich Neu-Eichenberg-Eichenberg. Die Behörde empfiehlt eine weiträumige Umfahrung. Bis nach Reinhausen staute sich der Verkehr an der Ampel bei Niedernjesa zurück. „Die Lärmbelästigung, vor allen durch die vielen Lastwagen, ist für uns unerträglich“, sagte Reinhausens Ortsbürgermeisterin Ulrike Benstem (SPD) am Montag. Sie plädiert dafür, dass der Schwerlastverkehr von der engen Straße verbannt wird und eine Durchfahrt für Sattelschlepper verboten wird.

Keine „übermäßigen“ Ausfälle

Viele Autofahrer in der Region haben den Eindruck, dass der Heidkopftunnel - auch Tunnel der deutschen Einheit genannt – häufig defekt und gesperrt ist. Othmer weist das in Teilen zurück. „Man muss schon die Ursachen genau unterscheiden“, sagt er. Wenn, wie in den Vorjahren, ein Lastwagen im Tunnel brennt, dann könne der Tunnel nichts dafür. Gleiches gelte für den Böschungsrutsch, der den Verkehr eine Weile lahmlegte oder für Wartungsarbeiten. „Die Ausfälle durch technische Probleme sind nicht übermäßig“, sagt der Behördenchef. „Einen Defekt hatten wir seit Jahren nicht mehr.“

Beispiele aus dem Jahr 2018

Einige Sperrungen 2018: Am 16. Januar wurde der Tunnel in alle Fahrtrichtungen gesperrt – aus Sicherheitsgründen. Nach Angaben der Polizei waren Beleuchtungen und Überwachungskameras ausgefallen.

Vom 19. bis 21. Juni musste die Röhre Richtung Osten an drei Abenden gesperrt werden. Grund: Die betriebstechnische Ausstattung wurde gewartet.

Am 19. August wurde der Tunnel dann Richtung Göttingen an drei Abenden wegen Wartungsarbeiten gesperrt.

Am 7. 12 sind Bauarbeiten an der Fahrbahn Grund für eine zweitägige Sperrung der Anschlussstelle Friedland und des Heidkopftunnels in Fahrtrichtung Nordhausen.

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Von Britta Bielefeld

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