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Friedland Tag der offenen Tür mit Pferdetanztheater
Die Region Friedland Tag der offenen Tür mit Pferdetanztheater
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00:21 23.08.2018
Märchenhaft sitzt Emilia auf dem „Einhorn“. Quelle: r
Deiderode

Nicht nur die Landwirtschaft hat die langanhaltende Hitzewelle schwer getroffen. Auch Anlagen wie das Pferdeparadies Deiderode haben unter den hohen Kosten für Futter, wie beispielsweise Heu, zu leiden. Normalerweise bekommen die Islandpferde erst im November das eingekaufte Heu, erklärte Rahel Mücke, die den Pferdehof betreibt. „In diesem Jahr mussten wir bereits im Juni mit Heu füttern, weil einfach alles für die Pferde Essbare in der Hitze vertrocknet ist.“

Echte Beziehung zu Pferden

Judith Mücke, ebenfalls Inhaberin des Pferdehofes, erhofft sich einen Gewinn von immerhin 100 bis 200 Euro. „Mindestens 300 Euro werden für die Kostüme der Kinder gebraucht“, erklärte Judith Mücke. Sie wolle auch nicht, dass die Kinder mit schlechten Kostümen auftreten. Alle arbeiteten hier zusammen, sagte sie. Die beiden Betreiberinnen bemühen sich, dass die Kinder eine wirkliche Beziehung zu den Pferden und dem Hof aufbauen können. „Hier wird eben nicht einfach nur der Sattel auf den Rücken des Pferdes geworfen, eine Runde geritten und wieder nach Hause gegangen. Die Kinder helfen bei allem mit, von Pferdeäppel aufsammeln bis zum Futter geben“, sagte Daniela Banzhaf, deren Sohn Winne an den Reitstunden teilnimmt. Toll fände sie auch das Angebot von Feriencamps, die beispielsweise in den Herbstferien vom Pferdeparadies organisiert werden. Wohnen könnten die Kinder in dieser Zeit in ausgebauten Zirkuswagen. An einem Stand verkaufte sie Seifen und Ketten, die sie mit ihrem Sohn selbstgemacht hatte. „Vier Euro für eine Seife ist der normale Preis auf den örtlichen Jahrmärkten“, sagte Winne.

Einhörner und Feen

3,5 Stunden seien die Kinder durchschnittlich auf dem Hof, um bei der Betreuung der Pferde zu helfen. „Meistens reiten die Kinder im Gelände. Da ist es auch nicht so langweilig wie auf dem Reitplatz“, sagte Judith Mücke. „Wir verbringen einen ganzen Nachmittag mit den Kindern.“ Schauspiel und Reiten werde hier miteinander verbunden. Jedes Jahr wird eine neue Adaption, selbstausgedacht von Judith Mücke, am Tag der offenen Tür vorgestellt. Dieses Jahr ist es ein Märchen: „Die Einhörner im Feenland“. Die Schauspieler sind zwischen acht und 22 Jahren alt und beziehen beim Schauspielern ihre Pferde mit ein. „Beim Märchen muss es immer gut ausgehen“, sagte Judith Mücke. Da sind die Kinder ebenfalls ihrer Meinung. „Die schreien mich laut an, wenn ich vorschlage, dass der Böse ja auch mal gewinnen kann“, meinte sie. Absolute Harmonie sei notwendig.

Auf dem Pferdeparadies leben bis auf eine Ausnahme nur Islandpferde, die auch alle auf dem Hof geboren sind. „Man hat eine ganz andere Beziehung zu den Tieren, wenn man von Geburt an dabei ist“, erklärte Rahel Mücke. Für die Spendeneinnahmen bastelten die Kinder unter anderem Dekorationsartikel oder Wundertüten. An einigen Ständen gab es selbstgebackene Torten und Kuchen. Kinderschminken wurde ebenfalls angeboten, Anna und Pelle sind ebenfalls Teilnehmer des Pferdeparadieses. „Meine Freundin kann das auch viel besser“, sagte Anna, die versuchte, Pelle mit Schminke in eine Katze zu verwandeln.

Von Lisa Hausmann

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