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Gieboldehausen 129 Schulabgänger der KGS verabschiedet
Die Region Gieboldehausen 129 Schulabgänger der KGS verabschiedet
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16:21 28.06.2019
Schulleiter Guido Fellbrich spricht bei der Entlassfeier 2019 der KGS Gieboldehausen im Niedersachsenhof. Quelle: Markus Riese
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Gieboldehausen

 Die Kooperative Gesamtschule Gieboldehausen (KGS) hat am Freitag insgesamt 129 Schülerinnen und Schüler im Niedersachsenhof aus ihrer Schulzeit entlassen. Sie alle haben ihren jeweiligen Abschluss erfolgreich bestanden. Einige von ihnen wurden für besondere Leistungen geehrt.

Die Entlassfeier 2019 der KGS Gieboldehausen im Niedersachsenhof in Bildern.

54 erweiterte Sekundarabschlüsse I, 42 Realschulabschlüsse, 14 Hauptschulabschlüsse nach Klasse zehn, 18 Hauptschulabschlüsse nach Klasse neun und ein Förderschulabschluss – diese Zahlen stellte Schulleiter Guido Fellbrich in seiner Ansprache vor. Als Schwerpunktthema seiner Rede wählte er die Sonnenblume – denn die sei auf Wunsch der Schüler auch das Symbol der Verabschiedungsfeier gewesen. „Als Ihr vor sechs Jahren eingeschult wurdet, war auch euer Einschulungsmotto die Sonnenblume“, blickte Fellbrich zurück. Als Diplom-Biochemiker freue er sich nun, einem botanischen Thema die Abschlussrede widmen zu dürfen.

Schnell kommunizieren gelernt

Der Schulleiter zog zahlreiche Parallelen zwischen der „Helianthus annuus“ und den Schulabgängern. Er ging dabei über das Bild vom Samenkorn, aus dem ein zartes Pflänzchen wird, das irgendwann ein Teil des großen Gartens ist, deutlich hinaus: „Sonnenblumen können sich so miteinander organisieren, dass alle stets mit dem Blick zur Sonne stehen“, erläuterte er. „Im übertragenen Sinne habt Ihr, genau wie die Sonnenblumen, es sehr schnell gelernt, miteinander zu kommunizieren“, wandte er sich den Schülern zu. Viele von ihnen hätten mit ihrem Engagement dazu beigetragen, dass die Schulgemeinschaft der KGS Gieboldehausen farbenfroh und bunt sei. „Viele von euch haben ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten als Teil der Schulgemeinschaft eingebracht“, fand er anerkennende Worte.

Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) machte den Jugendlichen deutlich, was ihre Errungenschaften wert sind: „Viele Kinder weltweit haben nicht die Möglichkeiten, die wir hier haben“, betonte er. Der Wert von Bildung könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, bemühte er einen viel gehörten, aber nach wie vor aktuellen Satz.

„Friday for future“ einmal anders

Elternvertreter Jürgen Wiedenbrügge hielt sein Grußwort rekordverdächtig kurz, aber einprägsam. Das hier heute sei ein „Friday for future“ – mal anders. Sein Appell an die Schülerschaft: „Nehmt nicht immer alles als gegeben hin.“ Und mit den Worten „Ich zitiere die Sesamstraße: Wer nicht fragt, bleibt dumm“ überließ er die Bühne den Schwestern Greta und Ida Weber, die zur musikalischen Gestaltung ebenso beitrugen wie – gleich mehrfach – der Schulchor der KGS unter der Leitung von Lehrer Johannes Beckmann.

Zugfahrt endet nach sechs Jahren

Schülervertreterin Finja Krause überraschte mit einer frei vorgetragenen Rede, in der sie die Zeit an der KGS mit einer Zugfahrt verglich. „Wir sind jetzt sechs Jahre lang zusammen in diesem Zug gefahren“, sagte sie – und schob hinterher, dass man nun mal nicht immer in nur einem Zug sitzen bleiben könne. „Immer mal wieder umsteigen“ sei angezeigt, und die Schülerinnen und Schüler würden nun in viele verschiedene Richtungen fahren. „Es ist gut, dass wir uns jetzt ein bisschen voneinander distanzieren“, blickte sie in die Zukunft. Es gehe nun darum, neue Leute kennenzulernen, neue Erfahrungen zu machen, eigene Wege zu gehen. „Aber diese Zeit wird uns immer verbinden“, resümierte Krause. „Wir alle haben uns lieben gelernt“, wurde sie zwischendurch auch emotional.

Nach der Zeugnisübergabe wurden zunächst die Schüler geehrt, die Patenschaften für jüngere KGS-Schüler übernommen und mit ihnen viel Zeit verbracht hatten. Danach gab es von der Sparkasse Duderstadt gestifetete Gutscheine für Klassen- und Jahrgangsbeste (siehe Extra-Text). Zum Abschluss moderierte Direktionsstellvertreterin Sylvia Dannoritzer noch eine Diaschau zum Johannes-Oerding-Song „An guten Tagen“ an, die Lehrer Beckmann zusammengestellt hatte. Der Verabschiedungsfeier vorangegangen war ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Laurentius.

Von Markus Riese

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