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Gieboldehausen 376 Fotos wecken Erinnerungen
Die Region Gieboldehausen 376 Fotos wecken Erinnerungen
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00:19 03.09.2017
Alfred Knoll, Herbert Degenhard und Arnold Ahrens (v.l.) blicken auf das erste Bild aus der Vereinsgeschichte. Quelle: Hinzmann
Rüdershausen

60 Mitglieder zähle der Verein, 27 seien aktiv, sagt Alfred Kroll. „Wir absolvieren im Schnitt rund 15 Auftritte im Jahr“, berichtet der Vorsitzende. Dazu gehören öffentliche wie die Weihnachtskonzerte, die Ostermesse, die Hubertusmesse in Nordhausen, das Frühlingssingen in Sollstedt, das Blasmusikfest in Groß Lohra und das Bergdörfersingen. Privat seien die Herren unter anderem bei Hochzeiten und Geburtstagen gern gesehen. Eine feste Größe sei das MGV-Sommerfest an den Teichanlagen in Rüdershausen.

Stimmliche Vielfalt

Das Repertoire habe sich im Laufe der Jahre gewandelt. „Mit Ännchen von Tharau kannst du kein Land mehr gewinnen“, meint Dirigent Siegfried Schäfer aus Groß Lohra. Dies solle jedoch nicht heißen, das deutsche Volkslieder tabu seien. Vermehrt zählten aber auch Melodien aus Opern und Operetten zum Repertoire, berichtet der gelernte Opernsänger, der seit 27 Jahren der Dirigent ist. Stimmliche Vielfalt und eine „große Ausgewogenheit innerhalb der Stimmen“ kennzeichne den Chor, der auch durch seine „harmonische Klanggebung“ auffalle, schildert der 62-Jährige seine Einschätzung.

Die Geschichte des MGV beginnt im November 1877, als 28 Männer den Verein ins Leben riefen. 21 Jahre später wurde die erste Fahne angeschafft. Fast 50 Jahre leitete Karl Zehren den Chor. Bedeutende Ereignisse in der Vereinsgeschichte waren 1977 die Feier zum 100-jährigen Bestehen und ein Jahr später die Verleihung der Zelterplakette durch den damaligen Oberkreisdirektor Alexander Engelhardt. 1984 richtete der Verein erstmals das Bergdörfersingen aus, acht Jahre später war Premiere für die Weihnachtskonzerte.

Wie andere Vereine hat der MGV Probleme Nachwuchs zu finden, sagt stellvertretender Vorsitzender Herbert Degenhard. „Die richtige Jugend kriegst du nicht mehr“, beschreibt er seine Erfahrungen. Viele Sänger seien zwischen 60 und 80 Jahre alt, einige auch darüber.

„Singet und seid froh“ ist die Devise von Wolfgang Segebrecht. „Das beseelt alles, wenn es klappt“, berichtet der 81-Jährige. Seit 64 Jahren ist Bernward Trümper bereits dabei. „Man kennt sich gegenseitig, hat eine Aufgabe und Frohsinn“, meint der 83-Jährige. Mit 45 Jahren gehört Carsten Jegerczyk zu den jüngeren Mitgliedern. „Ich habe Spaß am Singen, außerdem gefällt mir die Gemeinschaft“, betont der Rüdershäuser.

Chor pflegt Gemeinschaft

Die Pflege der Gemeinschaft steht auch im Mittelpunkt des Festprogrammes. Es beginnt am Sonntag, 3. September, um 10.30 Uhr mit einer Messe in der Kirche, die der Chor gestaltet und an der Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine teilnehmen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen können Interessierte von 14 bis 18 Uhr eine Ausstellung alter Fotos und weiterer Dokumente im Pfarrheim besuchen. Sie sehen auch die Original-Gründungsurkunde aus dem Jahr 1877, das erste Foto zum 35-jährigen Bestehen aus dem Jahr 1912, die Zelterplakette und einiges mehr. Viele Mitglieder und weitere Einwohner hätten Fotos beigesteuert. Rund 90 Aufnahmen stammten aus der Sammlung des früheren Dirigenten Aloys Bernd.

Die Ausstellung wird am Sonnabend, 9. September, auch in der Mehrzweckhalle gezeigt. Dort richtet der MGV Rüdershausen von 16 bis 20 Uhr das Bergdörfersingen aus. Auftreten werden die Männergesangvereine Liederkranz Breitenberg, Einigkeit Brochthausen, Eintracht Fuhrbach, Hilkerode 1874, Concordia Langenhagen, Seulingen, „Eintracht“ Groß Lohra / Trebra und die Chorgemeinschaft „Echo Sollstedt“. Langfristiger Wunsch des Vorsitzenden Alfred Kroll ist, „dass wir neue Sänger finden und in zehn Jahren dann das 150-jährige Bestehen feiern können.“

Von Axel Artmann

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