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Gieboldehausen 5000 Euro für Kultur oder Jugendarbeit
Die Region Gieboldehausen 5000 Euro für Kultur oder Jugendarbeit
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12:30 24.05.2019
Windräder bei Gieboldehausen
Windräder bei Gieboldehausen Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Gieboldehausen

Die Gemeinde Gieboldehausen will ab sofort jährlich zusätzlich 5000 Euro in kulturelle Projekte oder in die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit stecken. Das Geld stammt aus Einnahmen, welche die Gemeinde aus sogenannten Infrastruktur-Verträgen mit den Betreibern der örtlichen Windenergieanlagen generiert.

Geld für das Gemeinwohl

Von den mittlerweile acht Windrädern im Samtgemeinde-Gebiet stehen vier in der Gemarkung Gieboldehausen. Dafür bekommt die Gemeinde jährlich etwa 9000 Euro. Das ist zwar wenig im Vergleich zu den sechsstelligen Summen, die der Landkreis Göttingen als Ausgleichszahlungen von den Betreibern der Anlagen kassiert – aber zumindest kann der Flecken über das Geld direkt verfügen. Die CDU-Fraktion hat deshalb eine Beschlussvorlage in den Gemeinderat eingebracht, nach der ein Teil des Geldes durch gezielte Aufteilung dem Gemeinwohl zugute kommen soll. Fraktionschef Markus Gerhardy erläuterte während der Ratssitzung am 23. Mai: „Wir sind der Meinung, dass das Geld aus den Anlagen für alle Einwohner einen Vorteil generieren sollte. Es muss deshalb vernünftig und wahrnehmbar eingeplant werden“, so Gerhardy. Haushaltsrechtlich spreche nichts dagegen, das Geld für kulturelle Zwecke oder für die Jugendarbeit einzusetzen.

Reiner Deeg (Grüne) stellte einen Änderungsantrag, nach dem anteilig 1000 der 5000 Euro jeweils für ökologische Zwecke wie etwa Baumpflanzungen hätten eingesetzt werden sollen. Die Fraktionen von CDU und GfG lehnten diesen Vorschlag jedoch einstimmig ab. „Das Geld soll für das gesellschaftliche Miteinander verwendet werden“, begründete Gerhardy. Den ursprünglichen CDU-Antrag nahm der Rat dann nahezu einstimmig an; Deeg enthielt sich der Stimme.

„So können wir jetzt auch selbst mal etwas machen und müssen zum Beispiel bei Kulturveranstaltungen nicht immer auf Sponsoren verweisen“, freute sich Bürgermeisterin Maria Bock (CDU).

Von Markus Riese

24.05.2019
24.05.2019