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Gieboldehausen ASV Rüdershausen räuchert an Karfreitag Forellen
Die Region Gieboldehausen ASV Rüdershausen räuchert an Karfreitag Forellen
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16:05 19.04.2019
Der zehnjährige Max, jüngstes Mitglied im ASV, hilft beim Räuchern der Forellen. Quelle: Foto: Franke
Rüdershausen

 „Das Karfreitagsräuchern hat bei uns eine lange Tradition“, erzählt Degenhardt. „Wir machen das schon ewig.“ Das passe eben auch gut ins Eichsfeld, da Katholiken am Freitag Fisch essen. Mit dem Räuchern sei aber auch viel Arbeit verbunden. Am Mittwoch werden die Fische bestellt. „In diesem Jahr musste ich am Donnerstagmorgen sogar noch einmal nachbestellen“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende Werner Thies.

Start um 4.30 Uhr

„Am Donnerstag holen wir die Fische ab und legen sie in Söle ein“, erläutert Degenhardt den Ablauf. Am Karfreitag müssen die beteiligten ASV- Mitglieder dann früh aufstehen. Um 4.30 Uhr begannen die ersten der in diesem Jahr 25 Helfer am Vereinsheim neben den Teichen damit, die Fische zu waschen.

Christopher Thies präsentiert frisch geräucherte Seeaale. Quelle: Rüdiger Franke

Halbe Stunde im Rauch

„Die Räucherer beginnen gegen 5.30 Uhr“, so der Vorsitzende weiter. Zunächst würden die abgewaschenen Fische an Haken gehängt und etwas trocknen gelassen. „Wenn sie nass sind, nehmen sie keinen Rauch an.“ Im Ofen benötigen sie dann etwa 25 Minuten, bis sie gar sind. „Danach werden sie etwa eine halbe Stunde geräuchert“, sagt Degenhardt. Dadurch bekämen die Fische auch die schöne bräunliche Färbung. Nach dem Räuchern müssen die Fische noch etwas abkühlen, bevor sie aus dem Ofen genommen werden . „Es dauert etwa eineinhalb Stunden, bis wir einen Ofen neu bestücken können.“ Der ASV hat vier Öfen im Betrieb, der kleinste mit Platz für 60 Fische, der größte für 120. „Gegen 11 Uhr sind die letzten Fische fertig“, sagt Degenhardt. Etwa um 12 Uhr seien dann alle verkauft, in diesem Jahr 750 Forellen und 20 Seeaale.

Traditionell an Karfreitag räuchern Mitglieder des Angelsportvereins Rüdershausen frische Forellen und Seeaal. Quelle: Rüdiger Franke

Blick hinter die Kulissen

Beim Räuchern hinter die Kulissen geschaut hat Sonja Krauß, Betreiberin des „Resaturants Die Quelle“ in Rhumspringe. In ihrem Ausflugslokal gebe es einen Räucherofen. Ab Sommer wolle sie dort auch räuchern, erzählt sie. „Wir geben unser Wissen weiter“, sagt Degenhardt. Jeder Angelverein habe zwar sein eigenes Rezept, aber bei den Sportfischerlehrgängen bekämen die Absolventen auch die Rezepte, um die Fische anständig zu verwerten. „Früher war das anders“, erinnert sich Degenhardt. Da habe es geheißen: „Das kostet Lehrgeld. Musst Du halt ausprobieren.“

Talentierter Nachwuchs

Das Wissen wird vor allem auch an die Jugend weitergegeben. „Wir könnten aber gern noch Nachwuchs aufnehmen“, sagt der Vorsitzende. Einer der Nachwuchsangler ist der zehnjährige Max, das jüngste Vereinsmitglied. Er ist in diesem Jahr eingetreten und kennt sich bereits gut mit dem Angeln aus, denn er hat seinen Vater bereits vorher begleitet. Langweilig sei Angeln auf keinen Fall, sagt er. „Er lernt dabei, ruhig zu werden und sich zu konzentrieren“, sagt sein Vater. Für ihn sei es das schönste Gefühl, wenn ein Fisch anbeiße, erklärt Max. Sein größter Fang bisher: ein Hecht mit 64 Zentimetern Länge.

Der zehnjährige Max, jüngstes Mitglied im ASV Quelle: Rüdiger Franke

Jubiläum

Der Verein hat zurzeit 50 Mitglieder. Passend, denn in diesem Jahr begeht der ASV sein 50-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird am 4. August mit dem jährlichen Räucherfest und eine Woche später mit den Vereinsmitgliedern.

Von Rüdiger Franke

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