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Gieboldehausen Baustart für Ortsumgehungen Obernfeld und Mingerode in weiter Ferne
Die Region Gieboldehausen Baustart für Ortsumgehungen Obernfeld und Mingerode in weiter Ferne
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16:42 26.07.2018
Carina Eberwein, Thomas Ehbrecht, Mingerodes Bürgermeister Pascal Schwedhelm und Karl-Bernd Wüstefeld beobachten in einer engen Kurve das Geschehen auf der Hauptstraße in Obernfeld. Quelle: Art
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Obernfeld

Baureife heißt, dass ein unanfechtbarer Planfeststellungsbeschluss vorliegt“, sagte Eberwein während einer öffentlichen Informationsveranstaltung, zu der mehr als 150 Interessierte in den örtlichen Museumskrug gekommen waren. Dass der Bedarf für die Ortsumgehungen bestehe, habe der Bund im aktualisierten Bundesverkehrswegeplan mit der Eingruppierung im vordringlichen Bedarf dokumentiert. Dies bedeute, „dass wir weiterhin an dem Punkt sind, vorplanen zu können“, erläuterte die stellvertretende Behördenleiterin.

Anbindung über zwei Knotenpunkte an das vorhandene Straßennetz

Die Trasse soll über zwei Knotenpunkte an das vorhandene Straßennetz angeschlossen werden, erläuterte Doris Pflaume, stellvertretende Sachgebietsleiterin Planung und Entwurf bei der Behörde. Sie werde 5,8 Kilometer lang sein und zweistreifig ausgebaut, die Kosten beliefen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Als Ergebnis eines Raumordnungsverfahrens, in das eine Prüfung der Umweltverträglichkeit integriert gewesen sei, „wurde eine Vorzugsvariante festgestellt“, die der Bund bestätigt habe und die Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030 sei, berichtete Pflaume. „Die Linienplanung beinhaltet nur eine grobe Abschätzung zu den Ortslagen und zu anderen Schutzgütern wie Naturschutz- und Wasserschutzgebieten“, verdeutlichte sie. In den kommenden Planungsphasen werde dies „mit einer anderen Datengrundlage konkretisiert und geprüft“. Das Datum der Baureife sei vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium angegeben worden.

Schritte bis zum Baubeginn erläutert

Pflaume erläuterte die einzelnen Schritte, die bis zum Baubeginn notwendig seien. Dies beginne mit der Vorplanung. Anhand der im Bundesverkehrswegeplan genannten Kosten lasse sich ableiten, „dass wir über dem Schwellenwert für EU-Ausschreibungen liegen“. Dies bedeute, „dass wir in europaweites Ausschreibungsverfahren durchführen müssen“, erklärte Pflaume.

CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Ehbrecht machte deutlich, warum aus seiner Sicht Handlungsbedarf bestehe. „Wenn sich in den Kurvenlagen in Obernfeld zwei Lkw treffen, dann kann es jederzeit zu ganz großen Gefahrpunkten kommen“, betonte der Politiker. „Jeder muss vernünftig über die Straße gehen können, ohne dass er irgendwo mal zerquetscht wird“, erklärte er und erinnerte daran, dass es sowohl in Obernfeld und Mingerode Grundschulen gebe.

Tempolimit für Lastkraftwagen nur wenig kontrolliert

Kritik äußerten Besucher der Informationsveranstaltung daran, dass in Obernfeld das Tempolimit für Lastkraftwagen aus ihrer Sicht nur wenig kontrolliert werde. „Wir stehen in engem Kontakt mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde in Göttingen“, sagte Obernfelds Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU). „Der gute Mann, der dafür zuständig ist, weigert sich in Obernfeld zu messen, weil er während einer Messung von zwei Anwohnern vom Grundstück verwiesen und beschimpft worden ist“, berichtete der Bürgermeister. Festgelegt würden die Messungen nach Unfallschwerpunkten. „Und so viele Messungen haben wir angeblich in letzter Zeit nicht gehabt“, benannte Wüstefeld einen weiteren Aspekt.

Von Axel Artmann

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