Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Gieboldehausen Zwischen Erinnerungen und Ewigkeit – Pfarrer Sorge referiert in Gieboldehausen über Heimat
Die Region Gieboldehausen Zwischen Erinnerungen und Ewigkeit – Pfarrer Sorge referiert in Gieboldehausen über Heimat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 24.11.2019
Pfarrer Hans-Günter Sorge sprach in Gieboldehausen über Heimat. Quelle: Rüdiger Franke
Anzeige
Gieboldehausen

Über den Begriff Heimat und seine Bedeutung sprach Pfarrer Hans-Günter Sorge am Sonntag während der Herbst-Bezirkstagung des Kolpingbezirks Untereichsfeld. Rund 100 Kolping-Mitglieder nahmen an der Veranstaltung in Gieboldehausen teil.

Die Tagung begann traditionell mit dem Besuch der Messe. In St. Laurentius predigte Bezirkspräses Matthias Kaminski zum Christus-König-Fest darüber, dass Jesus den Menschen auf Augenhöhe begegnet sei und immer die im Blick gehabt habe, die am Rande der Gesellschaft stehen. Der Kolping-Bezirksvorsitzende Helmut Otto betonte, dass es immer wieder ein besonderer Moment sei, wenn die Familienbanner in die Kirche getragen werden. 17 Kolping-Banner waren in Gieboldehausen zu sehen. „Wenn Ihr nicht dabei wärt, würde uns ein wichtiges Aushängeschild nach außen fehlen“, sagte Otto zu den Trägern.

Herbst-Bezirkstagung des Kolping-Bezirks Untereichsfeld in Gieboldehausen. Quelle: Rüdiger Franke

Nach der Messe und einer Kranzniederlegung zogen die Kolpingmitglieder zum Pfarrheim. Nach dem Vorsitzenden sprachen Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold, Fleckenbürgermeisterin Maria Bock und der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht zu den Gästen. Ehbrecht erinnerte unter anderem an die 30. Eichsfeldtage in Obernfeld vom 26. bis 28. Juni 2020. Und die Kolpingsfamilie Duderstadt lud anlässlich des 150-jährigen Bestehens zur Jubiläumsfeier am 14. Dezember ein.

Nur ein Gefühl?

„Heimat ist doch nur so ein Gefühl – Heimat finden in der Kolpingfamilie“ lautete das Thema von Sorges Vortrag. Es gebe für ihn drei gute Gründe, seinen Vortrag zu diesem Anlass zu halten: „Hier in Gieboldehausen werden viele Erinnerungen wach. Ich bin hier getauft. Und: endlich mal wieder mit vernünftigen Menschen Eichsfelder Mettwurst essen.“ Die Gründe seien auch schon eine gute Begründung für den Heimatbegriff. Denn der sei vor allem mit Erinnerungen verbunden. Heimat bekomme aber erst im Alter eine Bedeutung.

Kranzniederlegung nach der Messe Quelle: Rüdiger Franke

„Heimat ist, wo mein Herz ist“, sagte Sorge. Das müsse aber nicht zwangsläufig ein Ort sein. Für manchen sei es auch Geborgenheit. „Was würden Sie in Ihr persönliches Heimatmuseum stellen? Vielleicht die Eichsfelder Mettwurst, Gerüche, die Kirche, Gesänge und vielleicht den Heiligabend.“ Sorge erzählte von Gesprächen im Gefängnis in Celle. „Wenn man da fragt, wie war das damals an Heiligabend mit Deiner Mutter, dann kullern die Tränen – selbst bei den ganz harten Jungs.“ Man erinnere sich sein Leben lang an solche Dinge.

Andere Dimension

„Wir Christen haben aber noch eine ganz andere Dimension des Begriffs Heimat, der gesellschaftlich nicht diskutiert wird“, sagte Sorge. Nach einem Paulusbrief sei die Heimat der Christen im Himmel. „Das geht viel weiter als in der Politik und allen Ideologien. Meine Heimat beschränkt sich nicht auf das was früher war, sondern liegt auch in der Zukunft. Den längsten Teil des Lebens haben Sie noch vor sich, nämlich die Ewigkeit.“

Die Bannerträger der Kolpingsfamilien ziehen zum Pfarrheim in Gieboldehausen. Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

„Kunst und Keks“ lautet der Titel einer Ausstellung im Atelier Morgenstern in Renshausen. Zehn Künstler stellen ihre unterschiedlichen Produkte von Glas über Holz, Schmuck, Filz bis zu Malerei aus. Und dazu werden auch noch Kekse getauscht.

24.11.2019
Gieboldehausen Auftritt in der Eichsfelder Heimat Carinha singt magische Lieder in Bodensee

Sie singt nach eigenen Angaben Lieder zum Träumen: Die Sängerin Carinha tritt am 7. Dezember in ihrer Eichsfelder Heimat auf. Das Konzert findet in der Kirche in Bodensee statt.

23.11.2019

Altbischof Wolfgang Huber sprach in Wollershausen über das Leben und den Glauben von Dietrich Bonhoeffer. Der ehemalige EKD-Vorsitzende las dazu auch einige Passagen aus seinem Buch über den Theologen.

23.11.2019