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Gieboldehausen Blühwiesen: Hier könnten Krebeck und Renshausen künftig aufblühen
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Blühwiesen: Hier könnten Krebeck und Renshausen künftig aufblühen

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16:00 01.12.2020
Ähnlich wie hier bei Mingerode soll es künftig auch in der Gemeinde Krebeck blühen.
Ähnlich wie hier bei Mingerode soll es künftig auch in der Gemeinde Krebeck blühen. Quelle: Eichner-Ramm
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Krebeck

Fünf potenziell geeignete Flächen kommen in Krebeck und Renshausen für Blühwiesen in Frage. Wenn sich der Gemeinderat am Mittwoch, 2. Dezember, um 19 Uhr im Krebecker Bürgerhaus, Adolph-Heine-Weg 1, zur öffentlichen Sitzung trifft, wird über die Möglichkeiten informiert, wo sich für Insekten geeignete Lebensräume schaffen lassen.

Bereits im Frühjahr habe der Rat der Gemeinde Krebeck den grundsätzlichen Beschluss gefasst, Blühstreifen oder -wiesen anzulegen, berichtet der Grünen-Ratsherr und stellvertretende Bürgermeister Stephan Hörschelmann. „Das war einstimmig.“ In den vergangenen Wochen war Hörschelmann mit einem Gartenbauer auf der Suche nach geeigneten Flächen in der Gemeinde unterwegs.

Diese müssen verschiedene Kriterien erfüllen, damit das Projekt Blühwiese Erfolg hat. Beispielsweise müssten Hörschelmann zufolge die Böden mager und von möglichst geringem Nährstoffgehalt sein. Vor der Aussaat müsse zum Beispiel der Boden entsprechend behandelt werden. Rasenflächen müssten vorgelockert und durchgefräst werden. Außerdem sollten die möglichen Blühstreifenstandorte im Gemeindeeigentum stehen und idealerweise für die Mahd einmal im Jahr befahrbar sein.

Zehnjährige Saatmischung

Für die Aussaat sollen zehnjährige Saatmischungen verwendet werden, sagt Hörschelmann, damit eine langfristige Blühwiese entstehe und sich die Pflanzen stabil selbst aussäen könnten. Es sei vorgesehen, im Frühjahr zu säen.

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Ausgewählt wurden fünf Flächen, zwei in Krebeck und drei in Renshausen. Zusammen handele es sich um rund 5000 Quadratmeter, die für Blühstreifen in Frage kommen. Die Flächen sind: Osteroder Straße und hintere Wiese beim Bürgerhaus (Containerplatz beziehungsweise Platz beim Tennishaus) in Krebeck sowie die Wiese beim Feuerwehrhaus in Renshausen, der Hang am Opferdamm/Jobstberg und der Hanf am Ahornweg/Lärchenweg sowie Burgstraße in Renshausen.

Die Gemeinde Krebeck möchte für das Blühwiesenprojekt die Fördermöglichkeit durch den Landkreis Göttingen nutzen. Der Landkreis unterstützt auf Antrag entsprechende Vorhaben der kreisangehörigen Städte und Gemeinden im Rahmen des Projekts „Förderung der Biodiversität – Umgestaltung öffentlicher Flächen in insektenfreundliche Flächen“. 50 Prozent der Kosten können übernommen werden. Die Landkreisförderung kann ergänzend zur Landes- und Bundesförderung eingesetzt werden, heißt es in der Vorlage zur Ratssitzung.

Voraussetzungen für die Förderung

Die Förderung durch den Landkreis ist an bestimmte Vorgaben gebunden. So werden nur freiwillige Maßnahmen gefördert, es gibt maximal 100 000 Euro an Zuschuss und es werden im Außenbereich nur Projekte mit heimischen Arten gefördert. Weiterhin heißt es in der Förderrichtlinie des Landkreises, dass auch Planungsleistungen und Publikationen (wie zum Beispiel ein Faltblatt zur Maßnahme) bis maximal 50 Prozent finanziert werden. Um Pachten und Grundstückskäufe zu Projekten zu finanzieren, dürfen diese höchstens zehn Prozent über der sogenannten Einheitswertkarte beziehungsweise über dem Pachtpreisspiegel liegen.

Entsorgungskosten sind nicht förderfähig. Weiterhin gilt folgende Voraussetzung: „Bei allen mit der Maßnahme in Verbindung stehenden Veröffentlichungen muss in geeigneter Weise zum Ausdruck gebracht werden, dass die Maßnahme durch den Landkreis Göttingen gefördert wurde.“

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Der Gemeinde Krebeck liegt bisher ein Angebot eines Fachbetriebs vor, das das Anlegen und die Unterhaltung der Blühwiesen beinhaltet. Es sollen weitere Angebote eingeholt werden und die Förderung beim Landkreis beantragt werden, so der Beschlussvorschlag zur Ratssitzung. Bisher sind beim Landkreis Göttingen fünf Anträge auf Förderung eingegangen, vier weitere seien nach Auskunft von Andrea Riedel-Elsner, Sprecherin der Landkreisverwaltung, mündlich avisiert.

Von Britta Eichner-Ramm