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Gieboldehausen Strecke über Renshausen und Lindau um 17 Kilometer verlängert
Die Region Gieboldehausen Strecke über Renshausen und Lindau um 17 Kilometer verlängert
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00:21 29.07.2018
Vorstellung der Broschüre "Eichsfeldwanderweg" in Lindau Quelle: Rüdiger Franke
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Lindau

„Wir müssen nicht nur an die harten Standortfaktoren arbeiten, sondern auch an den weichen“, erklärte Uwe Ahrens (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau. Und da sei es wichtig, dass Lindau touristisch nun auch über den Wanderweg an das Eichsfeld angeschlossen sei. Es gebe acht Fernwanderwege von überregionaler Bedeutung, die das Eichsfeld durchqueren, sagte Wucherpfennig. Einer davon sei der Eichsfeldwanderweg, der nun 17 Kilometer hinzugewonnen hat. Statt zuvor 263 Kilometern sei er nun 280 Kilometer lang, aufgeteilt auf 13 statt zuvor zwölf Etappen.

„Einer der schönsten Rundwanderwege“

Der Eichsfeldwanderweg sei Anfang der 1990er-Jahre ausgewiesen worden, erläuterte Wucherpfennig. „Er ist sicher einer der schönsten Rundwanderwege in der Mitte Deutschlands.“ Der HVE-Vorsitzende berichtete, dass er kürzlich in Irland gewesen sei. Dort sei es wunderschön, aber das Land sei in Privatbesitz. In Estland und auch im Harz wandere man sehr viel durch den Wald. Die Stärke des Eichsfeldwanderweges sei, dass er den Wanderer durch unterschiedliche Landschaften führe.

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Wechselhaft statt monoton

Es gebe im Eichsfeld die Beckenlandschaften, die Hügellandschaften wie in den Duderstädter Bergdörfern und im Südeichsfeld sogar Mittelgebirgslandschaften, sagte Wucherpfennig. „Wir haben 24 Berge mit einer Höhe von mehr als 500 Metern.“ Der Eichsfeldwanderweg sei vom Wechsel bestimmt und alles andere als monoton. Dazu tragen zusätzlich zu den Waldlandschaften auch die schönen Dörfer, Kirchen, Klöster, Kapellen, Burgen und Burgruinen bei.

Neuer Verlauf

Der neue Verlauf des Weges führe von Bodensee weiter in Richtung Renshausen, so Wucherpfennig. „Ursprünglich hatten wir vor, direkter zu den Thiershäuser Teichen zu gehen, aber dann hätte ein Stück über die enge Kreisstraße geführt.“ Stattdessen gehe der Weg durch das bunte Holz an der Viethsmühle vorbei. Der Wanderer umwandere die Teiche, lasse Gillersheim links liegen und komme in Lindau an. „Von dort geht es weiter, auch ein Stück an der Rhume entlang, nach Bilshausen. Auf das Rhumetal folge der Rotenberg.

Beschilderung des Eichsfeldwanderweges in Lindau Quelle: Rüdiger Franke

Rotes Rad auf weißem Grund

Wer dem Eichsfeldwanderweg folgen will, muss auf die Schilder mit einem sechspeichigen roten Rad auf weißem Untergrund achten. Die Wahl wurde getroffen unter Berücksichtigung des alten Fürstentums Eichsfeld und der Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Mainz, wie der HVE-Vorsitzende berichtete. Und sollten die Schilder irgendwo entfernt worden sein, finde der Wanderer den Weg, wenn er eine Karte beziehungsweise ein Handy bei sich führe. Mittels QR-Code auf der Rückseite der neuen Broschüre werde er auf die Internetseite des Eichsfeldwanderweges geführt – allerdings erst ab September, da die Seite derzeit überarbeitet werde, wie HVE-Geschäftsführerin Ute Morgenthal mitteilte. Bis dahin führe der Link auf die HVE-Seite.

Vom Norden in den Süden

„Ich bin stolz auf den heutigen Tag“, sagte Alexander Baum, Wanderwegewart im Landkreis Eichsfeld, „dass wir es geschafft haben, den Wanderweg von Lindau im Norden des Eichsfeldes bis in den Süden zu führen, wo ich lebe.“ Gemeinsam mit Rüdiger Müller und seinen Untereichsfelder Kollegen Bernhard Elsler und Jürgen Tegtmeier hat er die neue Broschüre erarbeitet.

Von Rüdiger Franke