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Gieboldehausen Engagierte Einwohner geehrt
Die Region Gieboldehausen Engagierte Einwohner geehrt
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19:05 16.01.2018
Die Geehrten: Der Gesangsverein mit seinem Vorsitzenden Hartmut Nickel (vorn sitzend), Karl-Heinz Sommer (2. v. r.) und Hans-Georg Gödeke (r.). Quelle: Niklas Richter
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Gieboldehausen

Respekt vor der Leistung, die ehrenamtlich engagierte Gieboldehäuser für das Allgemeinwohl erbringen und Anerkennung ihrer Verdienste haben beim Neujahrsempfang des Fleckens im Mittelpunkt gestanden. Bürgermeisterin Maria Bock und Kulturausschussvorsitzende Katharina Sommer (beide CDU) würdigten engagierte Einwohner und erinnerten an die Bedeutung des freiwilligen Ehrenamtes.

„Fast jeder Dritte ist in der Bundesrepublik ehrenamtlich engagiert“, sagte Sommer. Motive seien „die soziale Verantwortung als Möglichkeit eines humanen Einsatzes“ oder einfach der „Spaß an der Freude“. Der Einsatz erfülle für viele Menschen recht unterschiedliche Funktionen.

Für einige bedeute es die Möglichkeit, neue Lernerfahrungen zu sammeln oder sich neue Fertigkeiten anzueignen. Weitere Aspekte seien das Schaffen neuer sozialer Kontakte, das Verbessern des Selbstwertgefühls, persönliches Wachstum, politische Verantwortung oder auch die Befreiung von eigenen Problemen. „Hinter diesen einzelnen Motiven gibt es sehr oft das Bedürfnis der Bürger zur gesellschaftlichen Mitgestaltung“, berichtete Sommer.

Immer den richtigen Ton getroffen

Die erste Ehrung galt dem Gesangsverein von 1862 Gieboldehausen. „Seit vielen, vielen Jahren treffen sie mit dem Gemischten Chor immer den richtigen Ton – im Gesang wie im geselligen Teil“, sagte Bürgermeisterin Bock an die Mitglieder gewandt. Das Engagement der Sangesfreunde sei „in all den Jahren in Gieboldehausen immer wieder Vorbild gewesen“.

Der Chor habe jahrzehntelang das Leben im Flecken verschönert, die wöchentliche Übungsstunde sei auch eine Brücke zwischen den Generationen gewesen. Bock dankte für den Einsatz der stimmfreudigen Mitglieder bei vielen Veranstaltungen und nannte den Gesang bei der Christmette, beim Volkstrauertag und bei den Seniorenweihnachtsfeiern als Beispiele.

Es sei immer schön gewesen, von den Stimmen musikalisch begleitet zu werden. Mit der Freude am gemeinsamen Musizieren leisteten die Mitglieder des Gesangvereins von 1862 sowohl bei öffentlichen Auftritten und Konzerten als auch zur musikalischen Umrahmung von örtlichen Veranstaltungen einen wertvollen Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben im Flecken Gieboldehausen.

„Ich hoffe nicht, dass der Idee den Gesangverein zu ehren, die Überlegung zugrunde liegt, es zu tun, so lange der Gesangsverein noch existiert, sondern eher der Idee, uns dabei zu unterstützen, junge und motivierte Sängerinnen und Sänger zu werben, damit auch in Zukunft in Gieboldehausen die Tradition des Chorgesangs gepflegt werden kann“, betonte Vorsitzender Hartmut Nickel. „Auch wenn im Moment aktiver Chorgesang ruht, so blicken wir doch optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass es in absehbarer Zeit mit den Chorproben und dem Chorgesang weitergeht und damit zu den öffentlichen und kirchlichen Anlässen in der Gemeinde ein schöner Chorgesang erklingt, der die Herzen der Menschen erfreut – so wie es in den letzten Jahren traditionell immer der Fall gewesen ist“, betonte Nickel.

Sommer ehrte anschließend Hans-Georg Gödeke, der im Jahre 1984 seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Phenologe für Gieboldehausen aufnahm. Die Phenologie befasse sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen.

Es würden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsphasen beobachtet und festgehalten. Sie stünden in enger Beziehung zur Witterung und zum Klima und eigneten sich daher für verschiedene Anwendungsgebiete und für vielseitige wissenschaftliche Untersuchungen. So werde unter anderem dokumentiert, wann die Schneeglöckchen zu blühen beginnen, wann sich die Blätter der Rotbuche verfärben und wann der Wiesenfuchsschwanz blühe.

Daten akribisch beobachtet und dokumentiert

Gödeke übermittele die akribisch und sorgfältig beobachteten und dokumentierten Daten eines jeden Jahres an den Deutschen Wetterdienst. Es zeichne sich ab, dass phenologische Daten künftig vermehrt für Trendanalysen zur Klimadiagnostik herangezogen würden.

Der Geehrte berichtete von einem Naturphänomen der vergangenen Wochen. Konnte die Blüte der Pollen bislang immer erst Mitte Januar beobachtet werden, so habe er dieses Jahr die ersten blühenden Haselblüten bereits am 30. Dezember im Bereich der Teichanlage von Michael Döring gesehen.

Die dritte Ehrung galt Karl-Heinz Sommer, der die Rolle des St. Martin Jahr für Jahr verkörpere. Durch seinen unermüdlichen Einsatz habe er dazu beigetragen, „dass diese Tradition lebendig bleibt und die Kinder auf diese Art und Weise auch heute noch vom Leben und Wirken des Heiligen Martin erfahren. Das ist gut so“, sagte Bock und ergänzte: „In Gieboldehausen soll es noch viele Jahre einen Umzug zu Ehren des Heiligen Martin geben und keinen Mond- und Sternenmarsch wie bereits in vielen anderen Orten“.

Von Axel Artmann

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