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Gieboldehausen Feuerwehr Rollshausen nutzt Drohne im Einsatz
Die Region Gieboldehausen Feuerwehr Rollshausen nutzt Drohne im Einsatz
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00:21 10.01.2019
Die Drohne der Feuerwehr Rollshausen kam auch bei der Kreisbereitschaftsübung in Osterode zum Einsatz. Quelle: Foto: r
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Rollshausen

Die Drohne sei über den Feuerwehrverein angeschafft worden, erklärte Ortsbrandmeister Dieter Kreis. Durch verschiedene Veranstaltungen habe Geld zur Verfügung gestanden, als der Vorschlag in der Vorstandssitzung vorgetragen wurde. Dabei habe sich die Rolls­häuser Feuerwehr zunächst im Landkreis Northeim einen Eindruck von den Möglichkeiten der Technik verschafft. „Northeim setzt seit drei oder vier Jahren eine Drohne ein“, erzählte Kreis. Die Eichsfelder hätten dann zufällig den Tag erwischt, als ein Händler den Northeimern eine neue Drohne gebracht habe. „Wir sind mit dem Händler in Verbindung geblieben“, so Kreis weiter.

Regelmäßiger Übungsbetrieb

Im Juni vergangenen Jahres habe die Feuerwehr Rollshausen dann ihre Drohne erhalten. „Dann begann der regelmäßige Übungsbetrieb“, sagte Kreis. Das Gerät sei zwar in den Besitz der Samtgemeinde übergegangen, werde aber weiterhin nur von den Rollshäusern betrieben. Insgesamt hätten sich zehn Feuerwehrleute gefunden, die sich mit der Drohne vertraut machten. Hauptsächlich kümmere sich Christian Bode um die Organisation und die Einsatzfähigkeit des Materials. „Er kümmert sich zum Beispiel darum, dass die sechs Akkus aufgeladen sind“, erzählt Kreis.

Für 20 Minuten geladen

Ein Akku reiche etwa 20 Minuten, erklärt Kreis. Das sei aber von verschiedenen Faktoren wie unter anderem der Temperatur oder der Windgeschwindigkeit abhängig. Bei niedrigen Temperaturen entlade sich der Akku schneller, ebenso bei stärkerem Wind. „Bei höheren Windgeschwindigkeiten können wir dann nicht mehr fliegen“, so der Ortsbrandmeister. Gleiches gelte für Regen.

Nach einem halben Jahr ziehen Ortsbrandmeister Dieter Kreis (l.), sein Stellvertreter Alexander Beckmann (r.) und Christian Bode eine erste positive Bilanz der Einsatzmöglichkeiten ihrer Drohne. Quelle: Rüdiger Franke

Mit GPS ausgerüstet

Die Bedienung sei aber schnell zu lernen, sagt Bode. Auch sei das Gerät mit GPS ausgerüstet. „Sie merkt sich den Startpunkt“, erklärt er. Und sollte man sie tatsächlich aus den Augen verlieren, könne man eine „Home“-Taste drücken und sie fliege zum Ausgangspunkt zurück und lande selbstständig.

Wärmebilder und Videos

Die Drohne kann Bilder und Videos aufnehmen. „Mit der Kamera ist auch eine Wärmebildkamera kombiniert“, sagt Kreis. Anhand der Farbunterschiede könne man die Temperaturen des Bereiches feststellen. „Je wärmer, desto dunkler ist die Farbe“, erzählt der Ortsbrandmeister. Ein erster Einsatzort sei der Käsehof in Landolfshausen gewesen. „Wir sind am folgenden Tag noch einmal drübergeflogen, um Glutnester auszumachen.“

Übertragung auf einen Monitor

„Wir haben uns für die Übertragung auch eine Kiste gebastelt, um das Livebild über ein HDMI-Kabel auf einen Monitor zu übertragen“, erläutert Kreis. Das Livebild sei auch auf dem Bedienteil zu sehen, doch auf einem größeren Monitor habe man einen besseren Überblick. Das konnten die Rollshäuser beispielsweise bei der Kreisbereitschaftsübung in Osterode präsentieren, wie Bode berichtet. „Dadurch hatten wir einen guten Überblick über die Lagen“, sagt er. Simuliert wurden Chemieunfälle im Industriegebiet Leege. Insgesamt seien über den Tag verteilt mehr als 600 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt gewesen. „Die Fotos können auch gleich im Einsatzleitwagen 2 ausgedruckt werden“, so Bode.

Kreisbereitschaftsübung in Osterode Quelle: r

Zehnmal im Einsatz

Insgesamt seien die Rollshäuser mit ihrer Drohne bereits etwa zehnmal im Einsatz bei Ernstfällen und Übungen gewesen. „Man muss vor Ort sehen, welche Möglichkeiten die Drohne bietet“, sagt Kreis. Die Northeimer Kollegen seien, wie ihm berichtet wurde, von Feuereinsätzen bis zu Unfällen auf der Autobahn gerufen worden.

Die Drohne der Feuerwehr Rollshausen Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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