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Gieboldehausen Feuerwehrhaus in Rhumspringe ist umgebaut und ausgebaut
Die Region Gieboldehausen Feuerwehrhaus in Rhumspringe ist umgebaut und ausgebaut
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20:04 21.09.2018
Erstrahlt in neuen Glanz: Der Altbau des Rhumspringer Feuerwehrhauses von 1969 wurde saniert. Quelle: mic
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Rhumsspringe

Das Feuerwehrhaus in Rhumspringe ist für 680000 Euro umgebaut und um einen Anbau erweitert worden. Die Samtgemeinde Gieboldehausen übergab des Gebäude am Freitag an die Feuerwehr.

„2012 war zunächst nur ein schlichter Anbau für 460000 Euro geplant, doch dann haben wir den Altbau von 1969 gleich mit saniert“, berichtete Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Preissteigernd hätte sich unter anderem die Entsorgung belasteten Erdreichs erwiesen. Auch habe das Gebäude einen Gasanschluss erhalten. Forderungen seien zudem von der Berufsgenossenschaft gestellt worden, ergänzte Ortsbrandmeister Heribert Moneke.

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Die Fluchttreppe halte aufgrund der Vorschriften nun Erdbeben bis zur Stärke neun stand, spottete der Gemeindebrandmeister Claus Bode. „Verdammt viel Geld“, habe die Samtgemeinde in die Ertüchtigung ihrer Stützpunktfeuerwehr investiert, räumte Bürgermeister Ahrenhold ein. Von „sinnvoll eingesetzten Steuergeldern“ sprach Kreisbrandmeister Volker Keilholz.

Ortsbrandmeister Moneke machte auf die 2550 Stunden Eigenleistung aufmerksam, die die Feuerwehrkameraden erbracht hätten. Weitere 500 Stunden seien für die Gestaltung der Außenanlagen noch notwendig.

„Die Tore der alten Halle waren zu schmal und zu niedrig für moderne Fahrzeuge, der Platz zu klein“, beschrieb der Gieboldehäuser Architekt Marcus Otto die Ausgangslage. Absauganlagen hätten ebenso gefehlt wie Umkleidekabinen. Die Heizung sei mangelhaft gewesen. Mit dem Anbau, der größer und luftiger als vorgeschrieben sei, gebe es nun Platz für zwei große Fahrzeuge. Es beständen Umkleiden für Männer und Frauen sowie eine neue Heizungsanlage. Die Nutzfläche sei um 168 Quadratmeter auf nun 488 Quadratmeter gestiegen.

„Die Zeit des Provisoriums ist nun vorbei“, freute sich Rhumspringes Bürgermeister Franz Jacobi (CDU). Er habe von der Gemeindeverwaltung auf der anderen Straßenseite die Bauarbeiten beobachtet. Unter Staub und Dreck hätten die Feuerwehrkameraden gelitten, ihre Sachen während der Bauzeit mehrfach umräumen müssen, erinnerte sich der Gemeindebrandmeister.

„In der neuen Halle steht nun der Einsatzleitwagen Zwei“, berichtete Kreisrätin Marlies Dornieden (CDU). Dieser sei noch nachzurüsten. Neu dazu komme ein Gerätewagen Führungsstelle. Dornieden hatte noch als Samtgemeindebürgermeisterin dafür gesorgt, dass sich der Landkreis mit 15000 Euro an dem Projekt beteiligt.

Bürgermeister Jacobi lobte die „starke, schlagkräftige und qualifizierte Wehr“ des Ortes. Die Feuerwehrkameraden würden gerne helfen, wenn sie denn mit ihren Fahrzeugen durch die Menge der Schaulustigen zum Einsatzort kämen, fügte er sarkastisch hinzu.

Markus Grabowski und Ilse Keller weihen das Gebäude ein

Rhumspringes katholischer Pfarrer Markus Grabowski weihte gemeinsam mit Ilse Keller, der stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der evangelischen Gemeinde in Hilkerode, das Gebäude ein. In einem gemeinsamen Gebet riefen die Feurwehrkameraden ihren Schutzpatron, den heiligen Florian, um Hilfe an.

Von Michael Caspar

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